Jorge Martin hält Red Bull trotz neuem Aprilia-Sponsor die Treue
Der Monster-Deal von Aprilia hat direkte Folgen für Jorge Martin: Er pausiert seine langjährige Partnerschaft mit Red Bull, bleibt der Marke aber weiterhin treu
Hier war Jorge Martin noch mit Red-Bull-Kappe unterwegs
Foto: Getty Getty
Der Einstieg von Monster Energy als neuer Hauptsponsor bei Aprilia hat direkte Auswirkungen auf Jorge Martin: Der Spanier hat beschlossen, seine langjährige Partnerschaft mit Red Bull vorübergehend auszusetzen. Künftig wird er weder das Red-Bull-Logo auf seinem Helm noch auf seiner Kappe tragen.
Martin wird seit seinem Titelgewinn im Red Bull Rookies Cup 2014 vom österreichischen Getränkehersteller unterstützt und zählt seit mehr als zehn Jahren zu den bekanntesten Motorsport-Athleten der Marke. Durch die neue Sponsorenkonstellation bei Aprilia entsteht nun allerdings ein Interessenkonflikt, da mit Monster Energy ein direkter Konkurrent als Titelsponsor des Teams auftritt.
Bereits bei einem Aprilia-Termin an diesem Mittwoch zeigte sich Martin erstmals ohne Red-Bull-Branding und trug stattdessen eine schlichte Aprilia-Kappe. Teamkollege Marco Bezzecchi erschien dagegen mit Monster-Logo. Er gehört bereits seit Jahren zum Monster-Kader und gilt als eines der wichtigsten Aushängeschilder.
Loyalität trotz finanzieller Einbußen
Komplett vermeiden kann Martin die Präsenz des neuen Sponsors bei sich allerdings nicht: Auf Lederkombi und Motorrad wird die Marke künftig sichtbar sein, da diese Werbeflächen dem Hersteller beziehungsweise dem Team gehören.
Nach Informationen aus dem Fahrerlager plant der Weltmeister von 2024 aktuell keine Gespräche mit Monster über eine persönliche Partnerschaft. Stattdessen will er bewusst an seiner Loyalität zu Red Bull festhalten, obwohl ihm die vorübergehende Aussetzung der Zusammenarbeit finanzielle Einbußen bringt.
Doch aus dem Umfeld des Fahrers heißt es, Martin sehe gerade in einer solchen Situation die Verpflichtung, einem langjährigen Unterstützer wie Red Bull die Treue zu halten.
Die Situation erinnert stark an jene von Marc Marquez. Auch der Spanier pausierte seine persönliche Verbindung zu Red Bull, nachdem er zum Ducati-Werksteam gewechselt war, das ebenfalls eng mit Monster Energy zusammenarbeitet. Trotz der Sponsorenlage blieb auch Marquez seiner bisherigen Marke treu.
Auslöser für die aktuelle Entwicklung ist die neue Partnerschaft zwischen Aprilia und Monster Energy. Der italienische Hersteller wird die Zusammenarbeit an diesem Wochenende beim Grand Prix von Italien offiziell präsentieren. Sie soll mindestens bis Ende 2028 laufen, nachdem die ursprünglich für 2027 geplanten Gespräche aufgrund der starken sportlichen Entwicklung Aprilias vorgezogen wurden.
Monster verspricht sich vor allem durch die Fahrerbesetzung große Aufmerksamkeit. Bezzecchi ist bereits seit Jahren ein Gesicht der Marke. Zudem wechselt Francesco Bagnaia ab 2027 zu Aprilia. Auch der zweifache Weltmeister steht bei Monster unter Vertrag und ist wie Bezzecchi Teil der VR46-Fahrerakademie.
Gespannter Blick Richtung Yamaha
Spannend bleibt zudem der Blick auf Martins Zukunft: Der Spanier besitzt bereits einen Vertrag mit Yamaha für die Saisons 2027 und 2028. Aktuell ist auch Yamaha eng mit Monster verbunden. Die bestehende Vereinbarung läuft allerdings Ende 2026 aus.
Sollte Monster das Yamaha-Projekt verlassen, könnte Martin nach seinem Wechsel zu dem japanischen Hersteller wieder mit Red-Bull-Branding auf Helm und Kappe antreten.
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