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2025 spielte Jorge Martin verletzungsbedingt an der MotoGP-Spitze keine Rolle - Er glaubt: Unter anderen Vorzeichen hätte er Marc Marquez herausfordern können

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Jorge Martin erlebte eine Seuchensaison, bleibt aber optimistisch

Foto: Getty Getty

Vom MotoGP-Olymp direkt in den Überlebenskampf: Jorge Martins Saison nach seinem WM-Triumph 2024 verlief völlig anders als erhofft. Der Spanier konnte verletzungsbedingt nur sieben Rennen bestreiten, ein vierter Platz blieb sein bestes Resultat. Eine Saison, die von Rückschlägen geprägt war.

Noch im November 2024 feierte Martin mit dem Titelgewinn den größten Erfolg seiner Karriere. Nur wenige Monate später fand er sich in einem Albtraum wieder: vier schwere Verletzungen, vier Operationen und zahlreiche verpasste Grands Prix machten eine erfolgreiche Titelverteidigung unmöglich.

Martin: "Bin einer der fünf Referenzfahrer"

Kurz vor dem Japan-Wochenende, an dem er schwer stürzte, traf Motorsport.com, eine Partnerseite von Motorsport-Total.com, Martin in Misano zu einem ausführlichen Interview. Dort sprach der Spanier auch über Aspekte, die aus Respekt vor seiner erneuten Verletzung zunächst nicht veröffentlicht wurden.

Trotz seiner Verletzungsgeschichte und der ausbleibenden Ergebnisse in der Saison 2025 sieht sich der Weltmeister des Vorjahres weiterhin als festen Bestandteil der MotoGP-Elite: "Ich habe das Gefühl, dass ich einer der Referenzfahrer bin - zusammen mit Marc [Marquez], Fabio [Quartararo], Pecco [Bagnaia] und Pedro [Acosta]."

"Ich glaube, wir fünf sind die Fahrer, die immer präsent sind. Ich hoffe, das auch weiter zu bleiben. Nicht aus Ego-Gründen, mir ist es egal, ob über mich gesprochen wird oder nicht. Aber ich empfinde es einfach so. Wir fünf sind gewissermaßen die Speerspitze."

Was wäre auf Ducati möglich gewesen?

Als Ducati im Juni 2024 entschied, Marc Marquez - und nicht Martin - ins Werksteam zu holen, erhielt dieser das Angebot, bei Pramac zu bleiben, mit identischem Material. Doch der Spanier lehnte ab und wechselte zu Aprilia. Ob er auf einer Desmosedici um den Titel hätte kämpfen können, bleibt Spekulation.

"Das werden wir nie wissen. Aber wenn ich mir Alex Marquez' Saison anschaue und die Rennzeiten dieses Jahres mit denen von 2024 vergleiche, denke ich, dass ich hätte kämpfen können", so Martin. Und er präzisiert: "Natürlich hätte ich 100 Prozent gegeben, und ich glaube, diese 100 Prozent hätten gereicht, um zu kämpfen."

"Ich sage nicht, ich hätte Marc geschlagen. Das ist heute unmöglich zu wissen. Vielleicht wissen wir es später. Denn was Marc dieses Jahr geleistet hat, ist außergewöhnlich."

Gleichzeitig aber zeigt Martin Selbstbewusstsein: "Ich halte mich für stark, und ich denke, dass ich mit einem weiteren Jahr auf demselben Motorrad und mehr Erfahrung definitiv hätte kämpfen können. Aber das werden wir nie erfahren."

"Was Marc sagt, hat enorme mediale Wirkung"

Marc Marquez dominierte die Saison sportlich wie medial. Beides erkennt Martin durchaus an. Auf der Strecke sei der Spanier der ultimative Gegner: "Er ist ein konkurrenzfähiges Biest und versucht immer, dich zu schlagen, selbst wenn das bedeutet, zu stürzen und die Meisterschaft zu verlieren. Er will das Rennen gewinnen."

Aber auch abseits der Strecke spüre man Marquez' Einfluss. "Aus medialer Sicht hat das, was Marc sagt, immer sehr viel Gewicht und eine große Wirkung. Er hat viele Menschen hinter sich, die ihn unterstützen", weiß der Weltmeister von 2024.

"Aber noch wichtiger als seine Stärke in den sozialen Netzwerken ist, wie sehr dich das beeinflussen kann, was er auf einer Pressekonferenz sagt. Um gegen den besten Marc zu kämpfen, muss man sehr gut vorbereitet sein", betont Martin.

Martin: Durch Marquez werde ich noch besser

Trotz allem blickt Martin optimistisch in die Zukunft. Die Konkurrenz durch Marquez sieht er sogar als Chance: "Der beste Marc wird mich zu einem besseren Fahrer machen. Denn je besser er ist, desto besser muss ich werden, weil ich ihm folge und von ihm lerne. Hoffentlich können wir in Zukunft kämpfen."

Genauso hofft der Spanier, irgendwann wieder die Startnummer 1 tragen zu können. Sein Pech habe nichts mit ihr zu tun, ist sich Martin sicher. "Ich werde sie wieder tragen. Früher oder später werde ich sie wieder tragen", gibt er sich selbstbewusst.

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