Jorge Martin und Ai Ogura: So erklären sie ihren Wechsel zu Yamaha
Martin und Ogura wechseln von Aprilia zu Yamaha - Sie sprechen erstmals über ihre Entscheidung - Yamaha betont, dass man sie nicht überzeugen musste
Jorge Martin und Ai Ogura sind in Zukunft bei Yamaha Teamkollegen
Foto: Alexander Trienitz
Jorge Martin und Ai Ogura werden im kommenden Jahr ins Yamaha-Werksteam wechseln. Beide haben einen Vertrag für 2027 und 2028 unterschrieben. Aktuell kämpfen beide Aprilia-Fahrer um die Weltmeisterschaft.
Yamaha steht mit dem neuen V4-Projekt erst am Anfang. Fabio Quartararo, der zu Honda wechseln wird, ist nach der ersten Saisonhälfte nur auf dem 14. Platz der WM-Wertung. Yamaha ist bei den Konstrukteuren das Schlusslicht.
Warum haben sie sich für Yamaha entschieden? "Ich möchte nicht wirklich tief ins Detail gehen", sagt Martin, "aber ich treffe immer die Entscheidungen, die ich für besser halte - für mich, für meine Familie und für meine Zukunft."
"Es ist dasselbe wie bei meiner Entscheidung für Ducati im ersten Moment. Dann habe ich mich für Aprilia entschieden. Jetzt entscheide ich mich für Yamaha. Also, ja, schauen wir mal, was die Zukunft bringt."
Interessant ist auch die Entscheidung von Ogura. Ursprünglich wurde der Japaner von Honda gefördert, aber als er im Sommer 2024 den Vertrag bei Trackhouse-Aprilia unterschrieb, endete seine Verbindung zu Honda.
Nun wird er künftig für Yamaha an den Start gehen. "Es gibt so viele Dinge, ich werde das hier nicht erklären", sagt Ogura, "aber ich dachte einfach, dass das eine gute Sache für mich ist, deshalb habe ich mich so entschieden."
"Wie stark wir sein können, das werden wir erst in der Zukunft wissen, aber als japanischer Fahrer ist es wirklich wichtig, einen Werksplatz zu bekommen, besonders für eine japanische Marke. Also ja, das ist gut."
"Und auch einen starken Teamkollegen wie Jorge zu haben, ist wirklich wichtig, also ja, es wird interessant werden." Beide werden am 1. Dezember beim Nachsaisontest in Valencia erstmals die neue 850er-Yamaha testen können.
Nur einer der vier aktuellen Yamaha-Fahrer wird 2027 bleiben. Das ist Toprak Razgatlioglu im Pramac-Team. Er durfte die neue 850er-M1 mit Pirelli-Reifen bereits in Brünn testen. Sein Teamkollege wird Izan Guevara.
Yamaha wird in der restlichen Saison kein Motorupdate mehr bringen. Der Fokus liegt schon komplett auf dem neuen Motorrad. Obwohl das Projekt immer noch neu ist, war es laut Massimo Meregalli einfach, Martin und Ogura zu verpflichten.
"Wir mussten sie nicht überzeugen", so der Teammanager gegenüber MotoGP.com. "Wir sind mit der Arbeit äußerst zufrieden. Wir freuen uns auf die neue Saison mit vielen neuen Dingen, nicht nur beim Fahreraufgebot."
"Wir haben viel Optimismus für die nächste Saison. Aber wie ich vorher schon gesagt habe, konzentrieren wir uns jetzt wirklich auf die aktuelle Saison. Wie ihr sehen könnt, entwickeln wir das Motorrad ständig weiter."
"Wir haben gerade die letzte Aerodynamik-Homologation eingeführt, mit der wir einen wirklich guten Test in Barcelona hatten. Das zeigt einfach, dass wir bis zum Ende der Saison weiterarbeiten werden."
Zudem besteht theoretisch die Möglichkeit, dass Martin oder Ogura in diesem Jahr Weltmeister werden und die Startnummer 1 im nächsten Jahr auf einer Yamaha zu sehen ist.
"Ja", schmunzelt Meregalli über diese Möglichkeit, "sicher ziehen wir diese Möglichkeit in Betracht. Aber ich denke, für einen Hersteller oder für ein Team ist es besser, die Nummer eins selbst zu bekommen, nicht von außen. Das steht auf jeden Fall fest."
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