Juan Martinez: Rossi bekam eine Sieger-Ducati!

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Juan Martinez: Rossi bekam eine Sieger-Ducati!
Toni Börner
Autor: Toni Börner
21.04.2016, 15:27

Juan Martinez schraubte in Rossis Ducati-Zeit in der gleichen Box für dessen Teamkollege Nicky Hayden als Crewchief.

Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing; Nicky Hayden, Aspar Team MotoGP Honda
Jorge Lorenzo, Movistar Yamaha MotoGP, Yamaha
Jorge Lorenzo, Movistar Yamaha MotoGP, Yamaha
Jorge Lorenzo, Movistar Yamaha MotoGP, Yamaha
Jorge Lorenzo, Yamaha Factory Racing
Jorge Lorenzo, Yamaha Factory Racing
Jorge Lorenzo, Yamaha Factory Racing
Jorge Lorenzo, Yamaha Factory Racing
Valentino Rossi, Ducati Marlboro Team
Valentino Rossi, Ducati Marlboro Team

Jorge Lorenzo wechselt 2017 zu Ducati, dieser Fakt wurde diese Woche publik gemacht. Der Spanier kehrt damit erstmals in seiner MotoGP-Karriere dem Yamaha-Werksteam den Rücken und geht den gleichen Schritt, wie sein jetziger Teamkollege Valentino Rossi Ende 2010.

Die Vorzeichen sind derzeit aber andere, als beim Rossi-Wechsel. Der hatte damals ein Motorrad übernommen, welches drei der letzten fünf Saisonrennen – mit Casey Stoner im Sattel – gewonnen hatte. Und bis dahin datiert auch der letzte Ducati-Sieg zurück, im Oktober 2010 auf Phillip Island.

Trotzdem ist die heutige Desmosedici GP wohl um einiges stärker einzuschätzen, als das, was Rossi damals bekam. Auch war die Strategie bei Ducati Corse in Borgo Panigale wohl eine, die man heute so nicht mehr machen würde.

2011 und 2012 war Rossi bei Ducati Teamkollege von Ex-Weltmeister Nicky Hayden. Damals schraubte Juan Martinez als Crewchief für den US-Amerikaner.

„Wir müssen bis Ende des Jahres abwarten um zu wissen, welches Motorrad Jorge bekommen wird“, sagte Juan Martinez im Gespräch mit Motorsport.com. „Aber wenn wir uns reinweg die Ergebnisse anschauen, dann bekam Valentino damals eine Ducati, die drei der letzten fünf Rennen 2010 gewonnen hatte. Das ist ein Fakt.“

 

Valentino Rossi, Ducati Marlboro Team
Valentino Rossi 2011 auf der Ducati.

Foto: Ducati Corse

 

„Von da an war es vielleicht ein Motorrad, an welches er sich nicht richtig gewöhnen konnte, an dem Ducati aber vieles geändert hat. Es war aber auch vom Grundkonzept her ganz anders.“

„Chassis und Motor waren anders, der war sehr breit und war eigentlich nicht für den Chassis-Typ gemacht, darum wurde ein anderer Rahmen gebracht. Ergonomisch wurde das dann schwieriger zu fahren.“

 

 

„Diese Änderungen haben damals dazu geführt, dass sich der Fahrer mehr darauf konzentriert hat, das Motorrad zu modifizieren, anstatt es zu versuchen zu verstehen. Aber ich muss zugeben, dass wir auch erst noch abwarten müssen, ob Lorenzo ein Motorrad vorfinden wird, welches noch nie gewonnen hat, oder einen, welches dieses Jahr wenigstens ein Rennen gewonnen hat. Das wichtigste daran ist, dass Lorenzo davon überzeugt ist, dass die Ducati sein Motorrad ist und dass es gewinnen kann.“

„Er wird eine gute Stimmung und sehr viel Beachtung vorfinden“, sagte er weiter. „Sie werden ihm alle Türen öffnen. Es wird sehr interessant sein, ob ein Hersteller, der sich voll auf einen Fahrer konzentrieren wird, aus der Vergangenheit gelernt hat und ob die Fehler, die gemacht werden, die gleichen wie zuvor sein werden.“

Der Fahrer wurde für etwas mehr genutzt, als für was er eigentlich geholt worden war – und das wäre das Fahren mit dem Motorrad gewesen und nicht der Versuch ein Ingenieur zu sein.

„Für einen Fahrer ist es wichtig, dass er sich wohl fühlt und dass er der Leader im Projekt ist, dafür muss er die Verantwortung akzeptieren.“

„Er muss dann einfach verstehen, dass er nichts anderes machen muss, als was er bei seinen anderen vier Titeln gemacht hat: Darauf konzentrieren, Fahrer zu sein, so schnell es geht zu fahren und die Ingenieure ihre Arbeit machen lassen.“

„Das war, in Valentinos Zeit, verloren gegangen, es wurde Energie verschwendet – zwar mit den besten Vorsätzen, aber ohne Ergebnisse. Der Fahrer wurde für etwas mehr genutzt, als für was er eigentlich geholt worden war – und das wäre das Fahren mit dem Motorrad gewesen und nicht der Versuch ein Ingenieur zu sein.“

Interview mit Martinez von German Garcia Casanova

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