Kein Umzug nach Melbourne: Regierung blockt MotoGP-Vorstoß ab
Die Pläne, mit der MotoGP von Phillip Island in den Albert Park nach Melbourne umzuziehen, sind gescheitert - Die Regierung will am Standort festhalten
Der aktuelle MotoGP-Vertrag mit Phillip Island läuft mit der Saison 2026 aus
Foto: Getty Getty
Die Regierung des australischen Bundesstaates Victoria hat einem Vorstoß des MotoGP-Promoters eine klare Absage erteilt, den Grand Prix von Australien künftig auf den Stadtkurs im Albert Park in Melbourne zu verlegen. Das geht aus einer offiziellen Stellungnahme hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde.
Hintergrund ist die unsichere Zukunft des Rennens auf Phillip Island. Der derzeitige Vertrag läuft nach der diesjährigen Veranstaltung Ende Oktober aus. Dadurch hatte sich für den Rechtehalter die Möglichkeit ergeben, alternative Austragungsorte zu prüfen.
Als bevorzugte Option galt demnach ein Umzug nach Melbourne auf den Albert-Park-Kurs, auf dem traditionell auch das Formel-1-Rennen ausgetragen wird.
Regierung will an Phillip Island festhalten
Die Landesregierung stellte jedoch unmissverständlich klar, dass sie an Phillip Island festhalten will. In der Erklärung der von Jacinta Allan geführten Regierung heißt es wörtlich: "Der Motorrad-Grand-Prix von Australien ist untrennbar mit Phillip Island verbunden, und Victoria ist stolz darauf, ihn zu unterstützen."
Und weiter: "Heute hat die Allan-Regierung den Antrag von Dorna Sports abgelehnt, die Veranstaltung von Phillip Island nach Albert Park zu verlegen." Neben der sportlichen Tradition verweist die Regierung auch auf die wirtschaftliche Bedeutung des Events für die Region und den Mehrwert des aktuellen Standorts.
"Der MotoGP-Grand-Prix zieht jedes Jahr Zehntausende Besucher nach Phillip Island. Das ist gut für den Tourismus, für lokale Unternehmen und für Arbeitsplätze."
Statt eines Ortswechsels stellt Victoria zusätzliche Investitionen in Aussicht. Die Strecke soll modernisiert und infrastrukturell ausgebaut werden, um den sportlichen und kommerziellen Anforderungen der MotoGP gerecht zu werden.
Zusätzliche Mittel für Modernisierung
Das gewinnt insbesondere vor dem Hintergrund neuer Eigentümerstrukturen beim kommerziellen Rechtehalter seit der Übernahme durch Liberty zusätzlich an Bedeutung.
Dazu erklärt die Regierung: "Victoria hat sich bereit erklärt, zusätzliche Mittel bereitzustellen, um der Dorna dabei zu helfen, über 2026 hinaus eine größere und bessere Veranstaltung zu schaffen - unter der Voraussetzung, dass sie auf Phillip Island bleibt."
Bereits Ende vergangenen Jahres war MotoGP-Sportdirektor Carlos Ezpeleta vor Ort in Australien, um mögliche Zukunftsmodelle zu besprechen. Dabei wurden zwei mögliche Szenarien aufgezeigt: eine Vertragsverlängerung inklusive umfangreicher Modernisierungsmaßnahmen oder ein Standortwechsel.
Ezpeleta machte die Erwartungen an die Strecke deutlich: "Es müssen Verbesserungen vorgenommen werden, um die Veranstaltung auf den Standard zu bringen, den wir für die MotoGP erwarten - in Bezug auf Infrastruktur, Boxenanlage, Fahrerlager und Zugang."
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