"Keine Stärke mehr": Ducati verliert am meisten beim Rennstart

geteilte inhalte
kommentare
Autor: Maria Reyer
Co-Autor: Oriol Puigdemont
05.04.2018, 17:16

Neun Plätze büßten Andrea Dovizioso, Jorge Lorenzo und Danilo Petrucci beim Rennstart in Katar ein: Flexibleres Chassis sorgt für Wheelie-Probleme

Andrea Dovizioso, Ducati Team
Winner Andrea Dovizioso, Ducati Team
Andrea Dovizioso, Ducati Team
Andrea Dovizioso, Ducati Team
Podium: Race winner Andrea Dovizioso, Ducati Team, second place Marc Marquez, Repsol Honda Team, third place Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Andrea Dovizioso, Ducati Team
Jorge Lorenzo, Ducati Team
Andrea Dovizioso, Ducati Team
Jorge Lorenzo, Ducati Team
Ducati of Andrea Dovizioso, Ducati Team

Andrea Dovizioso konnte zwar den MotoGP-Auftakt in Katar für sich entscheiden, dennoch könnte ihm in dieser Saison ein entscheidender Nachteil die WM-Party vermiesen. Laut Medienberichten aus Spanien hat die Desmosedici im Vergleich zum Vorjahr größere Probleme beim Start. Die Daten belegen, dass sowohl der WM-Spitzenreiter als auch Jorge Lorenzo und Danilo Petrucci beim Katar-Start Plätze abgeben mussten. "Desmo Dovi" zerbricht sich darüber dennoch nicht den Kopf, der erste Rennstart der neuen Saison sei immer "verrückt". Lorenzo ist jedoch skeptisch, denn Starts seien keine Ducati-Stärke mehr.

Wie die spanische Zeitung 'AS' unter Berufung auf eine Ducati-nahe Quelle berichtet, zeichnet sich das Chassis der diesjährigen Desmosedici durch deutlich mehr Flexibilität aus. Damit wollte man das Fahrverhalten in den Kurven verbessern, gleichzeitig hat man dadurch allerdings ein anderes Problem heraufbeschworen. Bei den Starts kämpfen die Ducati-Piloten demnach mit deutlich mehr Wheelies. Dieses Phänomen konnte bereits auf dem Losail International Circuit beobachtet werden. Neun Positionen haben Dovizioso, Lorenzo und Petrucci - alle drei fahren das neueste Modell - eingebüßt.

Außerdem scheint der neue Rahmen nicht mit den außergewöhnlichen Winglets kompatibel zu sein, da bereits beide Werkspiloten von Problemen beim Einlenken berichtet haben. Lorenzo und Dovizioso haben deshalb auf die abstehenden Flügelelemente in Katar verzichtet. "Im Moment bin ich nicht imstande, die Winglets zu verwenden. Das wirkt sich natürlich auf die Wheelies aus. Ich glaube, dass das Chassis in diesem Jahr mehr Wheelies hervorruft auf den Geraden. Das hilft beim Start natürlich nicht", weiß Lorenzo. Er fordert rasche Lösungen.

Starts zu Saisonbeginn "immer verrückt"

"Es ist nicht mehr unsere Stärke", muss der Spanier einsehen. In Doha fand sich der auf Platz neun gestartete Ex-Champion in der ersten Runde nur auf Platz 13 wieder. In Termas de Rio Hondo hofft er auf Besserung. Die Winglet-Verkleidung hat er für Argentinien zwar im Gepäck, allerdings ist ein Einsatz fraglich: "Wenn ich Zeit habe, dann werde ich die Winglets verwenden, zu allererst konzentrieren wir uns aber auf andere Dinge."

Dovizioso musste ebenfalls vier Positionen beim Rennstart in der Wüste abgeben, dennoch kämpfte er sich von Platz neun an die Spitze. Zum Vergleich: WM-Kontrahent Marc Marquez konnte seinen zweiten Platz halten, Honda-Kollege Dani Pedrosa mit vier Positionen sogar die meisten Plätze dazugewinnen. Er sieht kein generelles Ducati-Problem: "Ich denke, das war ein eigenartiger Start. Schon seit eineinhalb Jahren habe ich Probleme beim Start."

"Ich musste auf die Bremse steigen, weil ich sonst fast in Rins gekracht wäre, dadurch habe ich so viele Plätze verloren." Eher seien die Platzverschiebungen der Aufregung beim Auftaktrennen geschuldet: "Beim ersten Start im Jahr passieren immer verrückte Dinge." Ob die Ducatis ihren Vorderreifen auch beim Rennstart in Argentinien nicht auf dem Boden halten können, wird sich am Sonntag um 15 Uhr Ortszeit (20 Uhr MESZ) zeigen.

Nächster MotoGP Artikel
Ducati bestätigt: Noch keine Verhandlungen mit Lorenzo für 2019

Previous article

Ducati bestätigt: Noch keine Verhandlungen mit Lorenzo für 2019

Next article

Rossi trotz Vorjahreserfolg skeptisch: "Situation ist jetzt anders"

Rossi trotz Vorjahreserfolg skeptisch: "Situation ist jetzt anders"