Keine starke Schlussphase von Joan Mir: Falsche Reifenwahl kostet Podestplatz

Joan Mir hat in Barcelona einen starken Start und fährt lange auf Platz drei - Den Podestplatz verliert der Suzuki-Pilot wegen einer falschen Reifenwahl

Keine starke Schlussphase von Joan Mir: Falsche Reifenwahl kostet Podestplatz

Suzuki-Speerspitze Joan Mir beendete den Grand Prix von Katalonien in Barcelona auf dem fünften Platz. Durch die nachträgliche zweite Zeitstrafe gegen Fabio Quartararo (Yamaha) rückte Mir auf Rang vier nach vor. Zufrieden war man im Suzuki-Lager nicht.

Von Startplatz zehn hatte der amtierende MotoGP-Weltmeister eine sehr gute Startphase. Nach der ersten Runde war Mir schon Vierter. Er setzte sich in der Spitzengruppe fest und fuhr lange auf dem dritten Platz, doch am Ende glitt ihm das Podium aus der Hand.

In der 16. Runde wurde Mir von den beiden Ducati-Fahrern Johann Zarco und Jack Miller überholt. Er konnte nicht mehr kontern. "Es war schade", seufzt Mir. "Ich habe mich bereit gefühlt, um den Sieg zu kämpfen."

"Vielleicht haben wir die falsche Reifenwahl getroffen. In den letzten Runden habe ich bei der Beschleunigung viel Boden verloren. Wir müssen aus diesem Fehler lernen." An der einzigen Suzuki GSX-RR im Feld war der Medium-Hinterreifen montiert.

"Ich habe in den ersten Runden getan, was ich tun musste. Meine Strategie war perfekt", schildert Mir weiter. "Ich habe den Reifen geschont. Ab Rennmitte bekam ich trotzdem mit dem Hinterreifen Probleme. Deshalb konnte ich meine Pace nicht halten."

 

"Es geht nicht darum schnell zu sein, sondern die Pace konstant zu halten. Es ist frustrierend, weil das normal meine Stärke ist. Diesmal war das nicht der Fall. Wir hätten den harten Hinterreifen nehmen sollen." Mit 37 Punkten Rückstand ist Mir WM-Fünfter.

Der verletzungsbedingte Ausfall von Teamkollege Alex Rins hatte auch für Mir negative Konsequenzen. Suzuki entschied sich nicht dazu, Testfahrer Sylvain Guintoli einzusetzen. Der Franzose war in Barcelona als TV-Experte für BT-Sport vor Ort.

"Ich habe an diesem Wochenende realisiert", sagt Teamchef und Projektleiter Shinichi Sahara, "wie wichtig es ist, zwei Fahrer in der Box zu haben. Um Vergleiche anzustellen und die Situation zu bewerten. Hoffentlich ist Alex beim nächsten Rennen wieder dabei."

Beim Testtag am Montag war dann neben Mir auch Guintoli auf der Strecke im Einsatz. Mit dem Sieg von Miguel Oliveira überholte KTM in der Markenwertung Suzuki. Die hellblaue Mannschaft ist nur noch Vierter.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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