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Kettenreaktion in Assen: Wie es zum Zwischenfall Ogura/Oliveira kam

Nach den ersten Kurven kommt es im hinteren Teil des Feldes zu einer Kollision - Ai Ogura scheidet aus - Miguel Oliveira fährt zunächst weiter, bevor er aufgibt

Kettenreaktion in Assen: Wie es zum Zwischenfall Ogura/Oliveira kam

Der Moment der Berührung zwischen Miguel Oliveira und Ai Ogura

Foto: Gold Gold

Der erste Sektor der Assen-Strecke ist relativ eng und langsam. Nach den ersten drei Rechtskurven folgt die langsame Kurve 5. Dort kam es beim Start im hinteren Teil des Feldes zu einem Ziehharmonika-Effekt.

Ai Ogura (Trackhouse-Aprilia) und Miguel Oliveira (Pramac-Yamaha) gerieten am Ausgang der Strubben-Kurve (Kurve 5) neben die Strecke ins Kiesbett. Oliveiras Teamkollege Jack Miller kam kurz von der Strecke ab, bremste aber noch vor dem Kiesbett.

Ogura stürzte im Kiesbett und war ausgeschieden. Oliveira konnte das Rennen zunächst fortsetzen. Was war bei dieser Kettenreaktion genau geschehen? "Ich hatte wieder einen guten Start, habe sofort drei Positionen gutgemacht, alles lief glatt", berichtet der Portugiese.

"Aber in Kurve 5 ist Zarco innen reingestochen, direkt hinter zwei anderen Fahrern. Jack war dahinter und bremste genau in dem Moment, als ich das Gas aufdrehte. In diesem Moment habe ich sein Hinterrad touchiert und wurde fast vom Bike geworfen."

"Zum Glück war Ogura da und hat mich im Grunde aufrecht gehalten. Wir sind beide von der Strecke abgekommen, er ist gestürzt, ich konnte das Rennen fortsetzen." Verletzt hat sich der Japaner bei diesem Zwischenfall nicht.

"Es ist schade, dass unser Wochenende auf diese Weise endete, aber so etwas passiert", seufzt der MotoGP-Rookie. "Ich war außen - deshalb konnte ich den Fahrern, die miteinander kollidiert sind, nicht ausweichen."

Ai Ogura, Miguel Oliveira

Für Rookie Ai Ogura war das Rennen damit vorbei

Foto: Gold & Goose Photography/Getty Images

Oliveira blieb zunächst im Rennen und kam am Ende der ersten Runde an die Box. "Meine Frontverkleidung war kaputt, der Lenker verbogen", sagt er zu den Schäden. "Ich habe trotzdem versucht weiterzufahren, bin an die Box, um die Verkleidung zu tauschen, und bin wieder raus."

"Ich hoffte auf eine rote Flagge. Aber nach ein paar Runden musste ich aufgeben. Es ist schade, denn ich hatte wirklich das Gefühl, dass ein starkes Rennen möglich gewesen wäre - vielleicht in den Top 10. Doch wir werden es nie erfahren. Am Ende gehen wir ohne Punkte nach Hause."

Für Yamaha war es insgesamt ein schwieriges Rennen. Fabio Quartararo, der von der Poleposition gestartet war, musste Fermin Aldeguer nach dessen Sturz über die Wiese ausweichen. Schließlich wurde der Ex-Weltmeister Zehnter.

Alex Rins kam als 13. ins Ziel und Miller nach dem Zwischenfall in Runde 1 als 14. In der Herstellerwertung ist Yamaha weiterhin auf dem fünften und letzten Platz, 30 Punkte hinter Honda auf Platz vier.

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