Zum Hauptinhalt springen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Für Dich empfohlen

Wo sich Isack Hadjar im Vergleich zu Max Verstappen verbessern will

Formel 1
Wo sich Isack Hadjar im Vergleich zu Max Verstappen verbessern will

Stippler eingesetzt! Harte Strafe für HRT wegen Verstoß gegen Testreglement

DTM
Nürburgring
Stippler eingesetzt! Harte Strafe für HRT wegen Verstoß gegen Testreglement

Strecke nicht fertig! IndyCar streicht alle Freitags-Sitzungen in Markham

IndyCar
Markham
Strecke nicht fertig! IndyCar streicht alle Freitags-Sitzungen in Markham

Infos DTM Nürburgring 2026: Der Samstag im Livestream

DTM
Infos DTM Nürburgring 2026: Der Samstag im Livestream

Mick Schumacher übernimmt Patenschaft für weltberühmte Pandabärin

IndyCar
Markham
Mick Schumacher übernimmt Patenschaft für weltberühmte Pandabärin

22 Exemplare weltweit: Damit dreht Lance Stroll seine Runden in Monaco

Formel 1
22 Exemplare weltweit: Damit dreht Lance Stroll seine Runden in Monaco

Warum sich Alexander Albon in der Formel-1-Saison 2026 so schwer tut

Formel 1
Warum sich Alexander Albon in der Formel-1-Saison 2026 so schwer tut

Carlos Sainz über Zeit nach der Formel 1: Diese Serien möchte er fahren

WEC
Carlos Sainz über Zeit nach der Formel 1: Diese Serien möchte er fahren

Kevin Schwantz: "Ich erkenne mich selbst in Marc Marquez wieder"

Kevin Schwantz erkennt in Marc Marquez viele Parallelen zu seiner eigenen Karriere - Was die beiden Ausnahmefahrer aus seiner Sicht verbindet

Kevin Schwantz: "Ich erkenne mich selbst in Marc Marquez wieder"

Marc Marquez fand nach langer Durststrecke zu alter Stärke zurück

Foto: Getty Getty

Kevin Schwantz, 500-ccm-Weltmeister von 1993, sieht deutliche Parallelen zwischen seiner eigenen Karriere und dem Werdegang von MotoGP-Star Marc Marquez. "Ja, ich erkenne mich in ihm wieder", sagt der US-Amerikaner im Gespräch mit GPOne.com, einem Schwestermedium von Motorsport-Total.com.

"Als er [Honda] verließ, verstand jeder, wie schlecht es der Marke ging und wie sehr er das alles mit seinem Talent kompensierte. Mit Suzuki war es bei mir ähnlich: Einige Fahrer waren konkurrenzfähig, aber niemand konnte sofort gewinnen."

Beide Fahrer haben sich den Ruf erarbeitet, mehr aus ihrem Motorrad herauszuholen, als es die Technik eigentlich zuließ. Schwantz wurde zur Legende auf der 500-ccm-Suzuki, obwohl diese nicht durchgehend das stärkste Bike im Feld war.

Schwantz: Alles andere wäre langweilig

Ähnlich war es lange bei Marquez, der über Jahre hinweg als einziger Fahrer in der Lage war, die schwierige Honda in der MotoGP an ihr Limit und darüber hinaus zu bringen.

Mit Blick auf seine eigene Karriere stellt Schwantz klar, dass ein technischer Nachteil nicht nur negativ sein muss - im Gegenteil. "Mit dem schnellsten Motorrad zu fahren, wäre langweilig gewesen!", sagt er. "Ich mochte es, mir eine Strategie überlegen zu müssen und Stellen zum Überholen zu finden."

"Meine Suzuki war nicht immer die schnellste, aber sie war konkurrenzfähig. 1989 war sie stark, aber anfällig. 1993 kam schließlich alles zusammen: Zuverlässigkeit, Konstanz, Performance. Man brauchte keine Topspeed-Werte, sondern Intelligenz und Mut."

Marquez hatte keine Angst vor Neustart

Ein weiterer Berührungspunkt: Verletzungen. Marquez' jüngster WM-Titel, den er bereits fünf Rennen vor Saisonende in Japan perfekt machte, gilt als sportlicher Triumph über massive Rückschläge. Vier Jahre lang kämpfte der Spanier mit den Folgen seines Sturzes in Jerez 2020 und auch mit der Honda.

Für die Saison 2024 zog er schließlich die Konsequenzen und wechselte den Hersteller. Der Schritt zu Ducati erwies sich als goldrichtig und mündete in seinen ersten WM-Titel seit 2019. Gerade der Abschied von dem Hersteller, mit dem man groß geworden ist, sei alles andere als einfach, erklärt Schwantz weiter.

"Es ist schwierig, das Team zu verlassen, mit dem man angefangen hat. Ich habe das nie getan, aber ich verstehe seine Entscheidung. Nach allem, was mit der Verletzung passiert ist, wäre es leicht gewesen, aufzuhören. Stattdessen hat er weitergemacht, und das sagt alles über seinen Charakter", betont er.

Auch hier sieht er eine Gemeinsamkeit: "Hart zu pushen liegt in unserer DNA: Manchmal funktioniert es, manchmal stürzt man genau deshalb. Aber das ist, wer wir sind."

Alex Marquez als wichtige Stütze für Marc

Eine wichtige Rolle auf Marquez' Weg zurück an die Spitze schreibt Schwantz dessen jüngerem Bruder Alex Marquez zu. In Marcs erster Ducati-Saison fuhren beide gemeinsam für Gresini, ehe der ältere der Brüder ins Werksteam wechselte.

"Ich denke, sein Bruder Alex hat ihm sehr geholfen und ihm während der Reha einen wichtigen Bezugspunkt gegeben. Jetzt hat er selbst seinen Wert bewiesen und diese Saison fast 'einfach' aussehen lassen", fasst er 2025 zusammen.

Sportlich war das Jahr für die Familie Marquez nahezu perfekt: Marc und Alex belegten die Plätze eins und zwei in der Weltmeisterschaft. Weniger rund lief es hingegen für Francesco Bagnaia, Marcs Teamkollegen im Ducati-Werksteam, der trotz vereinzelter Rennsiege meist im Schatten des neuen Stars stand.

Kevin Schwantz

Kevin Schwantz ist bis heute regelmäßiger Gast an den Rennstrecken der Welt

Foto: Gold & Goose Photography/LAT Images

Eine klare Erklärung dafür fällt auch Schwantz schwer: "Bagnaia hatte eine schwierige Saison, auch wenn er Rennen gewonnen hat. Von außen ist das heute schwer zu verstehen, mit all der Elektronik, den Reifen und der Aerodynamik. Fährst du zu langsam, kühlen die Reifen ab und du stürzt. Es ist eine andere Welt."

Trotzdem begleitet ihn die Faszination Geschwindigkeit auch weiterhin, ebenso wie die Erinnerungen an das Gefühl des Rennfahrens. "Ich liebe immer noch dieses Gefühl des Pushens, wie wenn man in Misano mit der GSX-8 voll am Gas ist und man sein Herz so schlagen spürt wie früher", so Schwantz.

"Rennfahren war eine Notwendigkeit - der Wunsch zu kämpfen. Gewinnen war großartig, aber das Beste war, in die Box zurückzukommen und die Freude des Teams zu sehen. Ich habe gern für sie gewonnen. All das Risiko war dieses gemeinsame Glück wert."

Vorheriger Artikel Toprak Razgatlioglu in der MotoGP: Fahrermanager sieht "Stoner 2.0"
Nächster Artikel Wegen VR46-Umfeld? Simoncelli stellt harte Bagnaia-These auf

Aktuelle News