Kevin Schwantz: Silverstone könnte Vinales am Wechsel zu Yamaha zweifeln lassen

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Kevin Schwantz: Silverstone könnte Vinales am Wechsel zu Yamaha zweifeln lassen
David Malsher
Autor: David Malsher
07.09.2016, 15:40

Kevin Schwantz, der sich 1993 auf Suzuki zum 500er-Weltmeister krönte, glaubt, dass Maverick Vinales nach dem Silverstone-Sieg Zweifel am Abgang von Suzuki hegen könnte.

Kevin Schwantz
Kevin Schwantz
Suzuki von Kevin Schwantz
1. Maverick Viñales, Team Suzuki MotoGP
1. Maverick Viñales, Team Suzuki MotoGP
Podium: 1. Maverick Viñales, Team Suzuki MotoGP
Maverick Viñales, Team Suzuki MotoGP
Maverick Viñales, Team Suzuki MotoGP
Sieger Maverick Viñales, Team Suzuki MotoGP
Maverick Viñales, Team Suzuki MotoGP
Podium: Sieger Maverick Viñales, Team Suzuki MotoGP
Podium: 1. Maverick Viñales, Team Suzuki MotoGP; 3. Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing

Kevin Schwantz errang jeden einzelnen seiner Rennsiege in der Motorrad-Weltmeisterschaft und auch seinen einzigen WM-Titel mit Suzuki. Vom Premierensieg in Suzuka 1988 bis zum letzten Triumph in Donington 1994 gewann Schwantz, der ausschließlich in der 500er-Klasse antrat, 25 Rennen. 1993 wurde er Weltmeister, nachdem sich Yamaha-Pilot und Erzrivale Wayne Rainey beim Sturz in Misano so schwer an der Wirbelsäule verletzte, dass er seither im Rollstuhl sitzt.

Am vergangenen Wochenende in Silverstone wurde Suzuki nach jahrelanger Durststrecke erlöst. Maverick Vinales holte für die japanische Marke den ersten MotoGP-Sieg seit dem Triumph von Chris Vermeulen in Le Mans 2007. Der Sieg, welcher für Vinales der persönlich erste in der Königsklasse war, ringt Schwantz Respekt ab. Gleichzeitig glaubt der 52-jährige US-Amerikaner, dass Vinales nun ins Grübeln kommen könnte.

Vinales' Silverstone-Sieg ringt Schwantz Respekt ab

"Als ich sah, dass Maverick und Aleix (Teamkollege Aleix Espargaro; Anm. d. Red.) am gesamten Wochenende in den Top 10 lagen, wertete ich das als gutes Zeichen. Ich hätte aber niemals damit gerechnet, dass Maverick am Renntag derart auf und davon fahren würde", gesteht Schwantz im Gespräch mit Motorsport.com und lobt den 21-jährigen Premierensieger: "Das zeigt, wie sehr er gereift ist."

"Wenn ich mir vor Augen führe, wie gut das Motorrad lag und wenn ich mir anhöre, wie sehr er das Rennen eigener Aussage zufolge kontrolliert hat, dann macht das nur deutlich, dass Maverick noch schneller hätte fahren können, wenn er unter Druck geraten wäre. Das sagt viel über sein Selbstvertrauen und auch über die bei Suzuki erzielten Fortschritte aus", bemerkt Schwantz.

Für die MotoGP-Saison 2017 hat Vinales bei Yamaha unterschrieben. Im dortigen Werksteam wird der junge Spanier Teamkollege des arrivierten Superstars Valentino Rossi. Schwantz kann sich vorstellen, dass Vinales nach dem blitzsauberen Silverstone-Sieg Zweifel am bevorstehenden Wechsel hegen könnte.

7-Jahres-Muster bei Suzuki?

"Silverstone ist nicht gerade eine einzigartige Strecke. Es ist der letzte Ort, an dem ich mit einer derartigen Dominanz von Suzuki gerechnet hätte", sagt der 500er-Weltmeister von 1993, der im Zuge des Suzuki-Comebacks zur Saison 2015 ins Entwicklungsprogramm involviert war.

"Wir haben gehört, wie Rossi darüber klagte, dass die Yamaha Grip und Traktion verlor. Hat Yamaha nur in Silverstone daneben gegriffen der verlieren sie gerade ihre Vormachtstellung? Hat Suzuki einfach alles richtig gemacht? War es eine Kombination aus diesen Faktoren? Ich glaube, derjenige, der sich gerade genau diese Fragen stellt, ist Maverick", so Schwantz.

"Wenn ich an seiner Stelle wäre, dann würde ich mich schon fragen, ob es gerade eines dieser 7-Jahre-Muster ist, in dem Suzuki plötzlich zur Hochform aufläuft. Jetzt verlässt er das Team in Richtung Yamaha, wo sich die Welt nur um Rossi dreht", gibt Schwantz zu bedenken.

Das Gespräch führte David Malsher

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