KI-Assistent unterstützt Ducati: Was Marquez und Bagnaia davon halten
Künstliche Intelligenz hält auch in der MotoGP Einzug, doch wie viel Einfluss hat sie wirklich? - Marc Marquez und Francesco Bagnaia sehen eindeutige Grenzen
Francesco Bagnaia und Marc Marquez sehen beim Einsatz von KI Grenzen
Foto: Ducati Ducati
Ducati geht neue Wege: Mit dem Technologiepartner Lenovo hat das Werksteam eine interne Version eines KI-Chatbots entwickelt, der den Ingenieuren und Technikern helfen soll, Probleme mit der MotoGP-Maschine effizienter zu lösen und die Datenflut an Rennwochenenden besser nutzbar zu machen.
Diese Innovation ist Teil einer langen technologischen Partnerschaft: Lenovo ist seit 2018 offizieller Technologiepartner von Ducati und wurde 2021 sogar Titelpartner des Ducati Lenovo Teams, mit dem Ziel, Datenanalyse, künstliche Intelligenz und smarte Softwarelösungen für den Rennsport voranzutreiben.
Marquez: Technologie kann Hilfe sein
Aber wie stehen die Fahrer selbst zu dieser zunehmenden Rolle der künstlichen Intelligenz? "Natürlich bewegt sich die Technologie vorwärts", sagt Marc Marquez, "und am Ende sind wir sehr glücklich, dass wir eine Marke wie Lenovo haben, die den Ingenieuren von Ducati sehr hilft. Letztlich ist es die Zukunft."
Der Spanier betont, dass man gegen sie nicht ankämpfen könne: "Wenn wir die Werkzeuge haben, müssen wir sie auf eine gute Weise nutzen und wenn es bedeutet, bessere Leistungen zu erzielen, wird es gut sein." Gleichzeitig unterstreicht Marquez, dass die finale Entscheidung letztendlich immer ein Mensch treffe.
"Am Ende ist die letzte Entscheidung eine menschliche Entscheidung, die am wichtigsten ist", findet Marquez. Sein Teamkollege Francesco Bagnaia stimmt dem grundsätzlich zu.
"Ja, ich stimme zu. Lenovo hilft uns immer sehr, um unsere technische Seite zu entwickeln. In Bezug auf Elektronik sind wir super weit vorne und mit diesem neuen KI-System wird es vielleicht manchmal einfacher sein, neue Dinge zu entdecken."
Gleichzeitig macht Bagnaia deutlich, was für ihn im Rennsport den Kern ausmacht: "In Bezug auf das Gefühl auf der Strecke und was unsere Empfindung ist, sind unsere Worte am wichtigsten." Das Team und die Ingenieure arbeiten stets eng mit den Fahrern zusammen. "Vielleicht wird die KI nur kleine Details hinzufügen."
KI als Ergänzung, nicht als Ersatz
Die Fahrer sehen KI und datengetriebene Tools also als Chance, aber nicht als Ersatz für das menschliche Gefühl und die direkte Erfahrung auf der Strecke. Gerade in der MotoGP, wo Tausendstel einen Unterschied machen können, ist die richtige Mischung aus Datenanalyse und menschlichem Instinkt entscheidend.
Tatsächlich hat Ducati in den vergangenen Jahren massiv in Daten- und IT-Infrastruktur investiert, unter anderem in leistungsfähige Server und Workstations, die enorme Mengen an Sensordaten auswerten können und Simulationen unterstützen.
Diese helfen nicht nur bei Set-up-Entscheidungen, sondern auch bei der Entwicklung des Motorrads insgesamt, was Ducati in der jüngeren MotoGP zur Referenz gemacht hat.
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