MotoGP Aragon
Klare Ansage: Aprilia arbeitet "8 Tage die Woche" für den MotoGP-Titel
Aprilia steht so nah wie nie vor dem ersten MotoGP-Weltmeistertitel - Rennmanager Paolo Bonora spricht von "8 Tage die Woche" Arbeit an zwei Projekten gleichzeitig
Gerald Dirnbeck
Veröffentlicht: 04.09.2026, 11:33
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Marc Marquez setzt Aprilia in der WM-Tabelle immer mehr unter Druck
Foto: Stephen Blackberry / NurPhoto via Getty Images
Aprilia hat erstmals die Chance, den MotoGP-Weltmeistertitel zu gewinnen. In den kleineren Klassen blickt die italienische Marke auf eine erfolgreiche Geschichte zurück, in erster Linie in der Zweitaktära.
In der 125er-Klasse wurden zehn Fahrer- und zehn Herstellertitel gewonnen. In der 250er-Klasse waren es neun Fahrer- und neun Herstellertitel. Klassenübergreifend ist Aprilia hinter Honda, Yamaha und MV Agusta die vierterfolgreichste Marke.
Nun soll das Meisterstück gelingen: Der Weltmeistertitel in der Königsklasse soll nach Noale wandern. In der laufenden Saison hat Aprilia bereits sieben der bisherigen 13 Grands Prix gewonnen und führt alle drei WM-Wertungen an.
"Wir wissen, dass wir die Chance haben", sagt Aprilia-Rennmanager Paolo Bonora gegenüber MotoGP.com. "Wir wollen diese Chance nicht verlieren. Sicherlich ist das Motorrad sehr gut."
"Aber wir wissen, dass der Konkurrent auf einem sehr hohen Niveau ist. Wir wissen, dass wir uns von Rennen zu Rennen verbessern müssen. Wir hören nicht auf, uns zu verbessern."
Aprilia arbeitet weiterhin an Detailverbesserungen der aktuellen RS-GP. In Silverstone gab es kleine Änderungen bei der Aerodynamik und in Aragon einen neuen Heckflügel. Ducati hat seit der Sommerpause keine Updates gebracht.
Im Hintergrund liegt der volle Fokus bereits auf dem neuen Prototypen mit 850 Kubikzentimetern Hubraum für das nächste Jahr. Aprilia wird trotzdem am aktuellen Motorrad weiterarbeiten, um die Chance auf den WM-Titel nicht zu verspielen.
"Ja, wir haben angefangen, acht Tage pro Woche und 25 Stunden pro Tag zu arbeiten", sagt Bonora schmunzelnd. "Wir versuchen also, das zu schaffen. Es ist schwierig, aber wir versuchen es. Das wissen wir."
"Es ist etwas, das wir auf den Tisch legen müssen. Jeden Tag überprüfen wir, ob wir im richtigen Zeitplan sind, in der richtigen Agenda mit beiden Projekten. Im Moment sind wir ziemlich gut aufgestellt, um beide Projekte gleichzeitig zu verfolgen."
"Es ist notwendig, beide Projekte auf höchstem Niveau zu verfolgen, beide gleichzeitig. Das ist eine sehr harte Aufgabe, sehr schwierig. Aber wir kennen unser Potenzial und machen weiter."
Die WM-Tabelle zeigt, wie eng es zugeht: Nach Aragon führt Jorge Martin die Fahrerwertung mit 256 Punkten an, gefolgt von Ducati-Pilot Marc Marquez mit 237 Zählern und Aprilia-Teamkollege Marco Bezzecchi mit 232 Punkten.
Marquez hatte in Aragon mit einem Doppelsieg im Sprint und im Hauptrennen den Rückstand auf Martin von zuvor 40 auf 19 Punkte verkürzt, während Bezzecchi mit Podestplätzen ebenfalls näher heranrückte.
Damit trennen die drei Titelanwärter nach 13 von 22 Rennen nur noch 24 Punkte, was die Ausgangslage für Aprilia spürbar verschärft. In der Herstellerwertung hat Aprilia 15 Punkte Vorsprung auf Ducati.
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