"Konkurrenz ist schneller geworden": Oliveira über aktuelle KTM-Schwäche

In Aragon qualifiziert sich Brad Binder für Startplatz zwölf, die übrigen KTM-Fahrer scheitern in Q1 - Binder setzt aufs neue Chassis, Oliveira bleibt bei alter Variante

"Konkurrenz ist schneller geworden": Oliveira über aktuelle KTM-Schwäche

Brad Binder schaffte beim Grand Prix von Aragon als einziger KTM-Fahrer den Sprung ins Q2. Der Südafrikaner qualifizierte sich im MotorLand Aragon für Startplatz zwölf. Das Tech-3-Duo Iker Lecuona und Danilo Petrucci wurde 13. und 16. Miguel Oliveira landete auf Startposition 18.

Seit der Sommerpause hat KTM vor allem im Training Mühe, die Top 10 zu knacken. In den jüngsten Rennen gelang meist Binder noch eine starke Aufholjagd. "Wir haben das Gefühl, dass wir unser Bestes geben. Aber das reicht momentan nicht", sagt Oliveira über die Situation.

"Über die Sommerpause scheint unsere Konkurrenz schneller geworden sein. Wir sehen bei Aprilia einen großen Schritt. Jede Ducati ist über eine Runde sehr schnell - und es gibt viele Ducatis. Für uns ist es nicht einfach."

"Am Vormittag war ich mit 0,4 Sekunden Rückstand 13. Ich fahre nicht schlecht, aber das ist super frustrierend. Unsere Konkurrenz ist momentan etwas schneller als wir. Auch Honda scheint die Probleme besser zu verstehen."

KTM reagierte und brachte ein leicht modifiziertes Stahlchassis nach Aragon. Am Freitag hatten Binder und Oliveira je eine neue Version zur Verfügung. Sie führten Vergleichstests durch. Am Samstag gestaltete sich die Situation anders.

Brad Binder

Brad Binder macht in Aragon mit dem neuen Chassis weiter

Foto: Motorsport Images

Die beiden RC16 von Binder waren mit dem neuen Chassis aufgebaut. Oliveira setzte wieder auf jene Variante, die seit Mugello im Einsatz ist. "Beide Chassis sind sich super, super ähnlich", sagt Binder. "Man hat einfach in verschiedenen Bereichen in anderes Gefühl."

"Ich habe damit weitergemacht, weil ich auf der Bremse etwas mehr Vertrauen und mehr Gefühl vom Vorderreifen spüre. Vielleicht ist der Kontakt hinten auch etwas besser. Wir sprechen aber über Kleinigkeiten. Es ist nicht so, dass ein Chassis super ist und das andere schrecklich."

Und warum setzt Oliveira wieder auf die bewährte Variante? "Wir haben nicht mit dem neuen Rahmen weitergemacht, weil wir der Meinung waren, dass es nicht der richtige Zeitpunkt ist. Außerdem wird es noch genug Möglichkeiten geben, dieses Chassis zu testen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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