Konkurrenz lobt KTM: Was die RC16 derzeit so stark macht

Ducati-Pilot Jack Miller erklärt, worin er die größte Stärke der KTM RC16 sieht - "Pecco" Bagnaia hat Miguel Oliveira auf dem WM-Zettel - Joan Mir noch abwartend

Konkurrenz lobt KTM: Was die RC16 derzeit so stark macht

KTM ist derjenige Hersteller im MotoGP-Feld 2021, der kurz vor der Sommerpause den stärksten Vorwärtsdrang entwickelt und mit starken Ergebnissen von sich reden gemacht hat, nachdem der Auftakt ins Jahr nicht nach Plan verlaufen war.

Ducati-Pilot Jack Miller bescheinigt KTM "einen fantastischen Job" und erklärt, was aus seiner Sicht die Stärke der RC16 ist: "Das Bike hat unglaublich viel Grip. Die Fahrer können es wo auch immer auf der Strecke positionieren und haben trotzdem eine hervorragende Beschleunigung."

Dies ist Miller vor allem während des Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring aufgefallen, als er in den Top 5 liegend von Brad Binder überholt wurde. Binders KTM-Teamkollege Miguel Oliveira schloss jenes Rennen als Zweiter ab, nachdem er zuvor in Barcelona gewonnen hatte und davor in Mugello ebenfalls Zweiter geworden war.

Dank der starken Ergebnisse aus den vergangenen Wochen hat sich KTM in der aktuellen Herstellerwertung an Suzuki vorbei auf den dritten Rang geschoben. In der Teamwertung liegt das KTM-Werksteam nur knapp hinter Pramac-Ducati auf dem vierten Rang, aber ebenfalls vor dem Suzuki-Werksteam.

"Das Tolle an dieser Meisterschaft ist doch, dass es einen spannenden Kampf mit mehreren Herstellern gibt", findet Ducati-Pilot Francesco Bagnaia und lobt beim Gedanken an KTM insbesondere Oliveira: "Miguel ist einer der talentiertesten Fahrer in der MotoGP-Klasse. Wenn man ihm hinterher fährt, kann man sehen, dass er es ist, der den Unterschied bewirkt. Er ist ganz sicher einer, der um den WM-Titel kämpfen kann."

Und auch Suzuki-Pilot Joan Mir als dem amtierenden Weltmeister ist der Aufwärtstrend im KTM-Lager alles andere als verborgen geblieben: "KTM war bei den Rennen in jüngster Vergangenheit wirklich extrem stark, vor allem Oliveira. Warten wir mal ab, ob sie auch auf Strecken, wo der weiche Reifen gefahren wird, so stark sein werden."

Auf der nächsten Strecke, dem Red-Bull-Ring in Spielberg, wird gleich zweimal gefahren: am 8. August beim Grand Prix der Steiermark und am 15. August beim Grand Prix von Österreich. Weil es für KTM die beiden Heimrennen im Kalender sind, wird man auf diese ein besonderes Augenmerk legen.

Dass die RC16 in Spielberg funktioniert, haben schon die beiden Rennen 2020 gezeigt. Beim Steiermark-Grand-Prix (damals das zweite Rennen) feierte Oliveira seinen ersten MotoGP-Sieg. Der Portugiese fuhr damals noch für Tech-3-KTM. Eine Woche zuvor beim Österreich-Grand-Prix lag der damalige KTM-Werkspilot Pol Espargaro auf Siegkurs, als er sich ausgerechnet mit Oliveira in die Quere kam.

Weiterer Co-Autor: Mark Bremer, Germán Garcia Casanova. Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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