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Kosten sparen nach Corona: Aprilia schlägt Ein-Motorrad-Regel vor

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Kosten sparen nach Corona: Aprilia schlägt Ein-Motorrad-Regel vor
Autor:
Co-Autor: Matteo Nugnes
09.04.2020, 09:06

Aprilia-Motorsportchef Massimo Rivola schließt nicht aus, dass sich die MotoGP über Maßnahmen zur Senkung der Kosten Gedanken machen wird müssen

Die Beschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie zieht auch große wirtschaftliche Folgen nach sich. Wie sich das langfristig auf den Motorsport auswirken wird, bleibt abzuwarten. Die Verantwortlichen der Szene befürchten aber, dass sich die Sportwelt insgesamt verändern wird, weil weniger Geld zur Verfügung stehen wird.

Die Formel 1 hat bereits die geplanten neuen technischen Regeln von 2021 auf 2022 verschoben. Die MotoGP-Prototypen werden in der Regel konstant weiterentwickelt und es kommt nicht jedes Jahr ein komplett neues Modell. Mittlerweile wurde bereits über einen Entwicklungsstopp diskutiert.

Aprilia-Motorsportchef Massimo Rivola ist der Meinung, dass sich die Motorrad-WM kostensenkende Maßnahmen überlegen muss. "In der derzeitigen Situation sehen wir noch nicht das Licht am Ende des Tunnels und die Prognosen sind kritisch. Deswegen wäre es falsch, wenn man nur an die Performance denkt. Wir müssen darüber nachdenken, wie die Situation derzeit weltweit ist."

Sparpotenzial bei Ersatzmotorrad und Personal

"Ich denke, was die Formel 1 gemacht hat, war richtig. Wir sollten auch darüber nachdenken. Ich halte es nicht für verrückt, auch 2021 mit den Motorrädern von 2020 zu fahren, wenn uns das erlaubt, die Kosten zu senken", so Rivola im Gespräch mit 'Motorsport.com'. Die Maßnahmen könnten seiner Ansicht nach auch weitergehen.

Massimo Rivola

Massimo Rivola kann sich verschiedene Maßnahmen zur Kostensenkung vorstellen

Foto: LAT

"Es gibt tausend Möglichkeiten, das zu tun. Man könnte zum Beispiel auch nur ein Motorrad pro Fahrer erlauben. Oder man beschränkt die Kilometer, denn die Kosten pro gefahrenem Kilometer sind mit diesen Motorrädern wichtig. Es gibt verschiedene Möglichkeiten." In der Superbike-WM ist seit der Saison 2012 nur noch ein Motorrad pro Fahrer erlaubt.

Wobei die großen Superbike-Teams in den Trucks in der Praxis genug Ersatzteile haben, um ein komplett neues Motorrad aufbauen zu können. Inwieweit die Ein-Motorrad-Regel die Kosten tatsächlich signifikant senkt, ist umstritten. Eine weitere Einsparmöglichkeit betrifft das Personal, obwohl ein MotoGP-Werksteam deutlich kleiner ist als ein Formel-1-Rennstall.

"Die Formel 1 hat auch die Anzahl der Personen an der Strecke beschränkt. Das halte ich für richtig", findet Rivola. "Es stimmt, dass wir weniger Leute sind, aber prinzipiell ist das richtig. Wenn wir uns nicht bei jedem Fahrer auf ein zweites Motorrad konzentrieren müssten, dann sollten wir auch darüber nachdenken."

"Wenn wir das Problem bekommen, dass wir heute einen Betrag X zur Verfügung haben und morgen nur die Hälfte davon, dann müssen wir einen Weg finden, unsere Arbeit und das Spektakel zu retten. Wir können weitermachen, selbst wenn die Voraussetzungen etwas anders sein werden", glaubt der Motorsportchef von Aprilia für die Zukunft.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie MotoGP
Urheber Gerald Dirnbeck