KTM-CEO Neumeister stellt klar: "Die MotoGP bleibt zentral für uns"
Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen hält KTM an der MotoGP fest - CEO Gottfried Neumeister unterstreicht die Bedeutung des Projekts
Pedro Acosta mit seiner KTM an der Spitze des MotoGP-Feldes
Foto: Getty Getty
KTM-CEO Gottfried Neumeister besuchte am vergangenen Wochenende die MotoGP in Barcelona. In diesem Rahmen wurde eine weitere Zusammenarbeit mit dem Satellitenteam Tech3 bekannt gegeben.
Auch unter den neuen Tech3-Eigentümern um CEO Günther Steiner wird die Kooperation über 2026 hinaus fortgesetzt. Damit ist KTM auch in den kommenden Jahren mit vier Motorrädern in der Startaufstellung vertreten.
"Das ist der absolute Kern von KTM, das kann ich Ihnen sagen", betont Neumeister im Hinblick auf das Engagement in der MotoGP. Denn im Zuge des Insolvenzverfahrens gab es viele Fragezeichen und Spekulationen.
Bajaj Auto, der neue Eigentümer von KTM, hat mittlerweile zugesagt, dass die MotoGP weiterhin unterstützt wird. "In den vergangenen 18 Monaten gab es viele Fragezeichen rund um den gesamten Motorsport", so Neumeister.
"Das betraf nicht nur das MotoGP-Engagement. Wir haben das vergangene Jahr als die erfolgreichste Saison in der Geschichte von KTM abgeschlossen, mit 29 gewonnenen Weltmeistertiteln."
"Racing wird immer ein zentraler Bestandteil dessen sein, was wir tun und wofür wir stehen, und dazu gehört auch die MotoGP", betont Neumeister. "Ich habe wirklich versucht, alle Zweifel auszuräumen, ob wir bleiben oder gehen."
"Wir bleiben definitiv und gehen nicht. Es wird so weitergehen, wie man es aus der Vergangenheit kennt." Die Bajaj Mobility AG legte am 13. Mai den Zwischenbericht zum ersten Quartal 2026 vor.
Im ersten Quartal stieg der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 70,2 Prozent auf 331,3 Millionen Euro. Der Motorradabsatz stieg um 125,1 Prozent auf 40.332 Einheiten.
Der Motorradumsatz kletterte um 151,6 Prozent auf 272,4 Millionen Euro. Auch operativ zeigt sich eine Verbesserung. Das EBITDA lag mit 5,5 Millionen Euro wieder im Plus, nachdem im Vorjahreszeitraum ein Minus von 55,8 Millionen stand.
Das EBIT verbesserte sich deutlich auf minus 26,1 Millionen Euro, ebenso reduzierte sich der Periodenverlust auf 35,1 Millionen Euro. Das Eigenkapital lag bei 350,7 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote bei 22,2 Prozent.

Von links nach rechts: Pit Beirer, Gottfried Neumeister und Günther Steiner
Foto: Getty Images Europe
Zusätzlichen Rückenwind brachte die Refinanzierung der KTM AG in Höhe von 550 Millionen Euro, die die finanzielle Basis der Gruppe stärkt. Parallel treibt das Unternehmen seine Restrukturierung weiter voran.
Das betrifft auch einen geplanten Personalabbau von 500 Stellen bis zum dritten Quartal 2026. Für das laufende Jahr liegt der Fokus auf Effizienzsteigerung und nachhaltiger Verbesserung der Profitabilität.
Das MotoGP-Projekt bleibt eigenständig und unter der Kontrolle von KTM. Seit einiger Zeit wurde darüber gesprochen, ob eventuell Investoren einsteigen könnten. Nach einer Evaluierung wurde dieser Plan verworfen.
MotoGP-Einstieg von CFMoto ein falsches Gerücht
Zuletzt gab es im MotoGP-Paddock weitere Spekulationen. Sollte sich Tech3 für einen Wechsel zu Honda entscheiden, könnte das Aspar-Team mit CFMoto in die MotoGP einsteigen.
Dieses Team könnte KTM-Motorräder einsetzen, die unter der Marke CFMoto antreten würden, so die Gerüchte. Allerdings erwiesen sich diese Spekulationen als falsch. Aspar-Teamchef Jorge Martinez erklärt, dass daran nichts Wahres ist.

CFMoto ist in der Moto2 und Moto3 Partner des Aspar-Teams
Foto: Jose Luis Contreras/NurPhoto via Getty Images
"Was veröffentlicht wurde, ist nicht wahr", wird der ehemalige Weltmeister von der Marca zitiert. "Die Wahrheit ist, dass CFMoto mit der bisherigen Zusammenarbeit in der Weltmeisterschaft sehr zufrieden ist."
"CFMoto will natürlich in die MotoGP kommen, aber es gibt dafür keinen Zeitpunkt. Die Berichte, wonach wir 2027 in die MotoGP gehen, sind nicht wahr. Ganz klar nicht!"
Die chinesische Marke ist mit Aspar in der Moto3 und Moto2 vertreten. Martinez gibt zu, dass CFMoto für die Zukunft "großes Interesse" an der Superbike-WM und an der MotoGP hat, aber: "Es gibt keinen Zeitplan."
"Ich wünschte, ich könnte sagen: 'Nächstes Jahr gehen wir in die MotoGP.' Das wäre verrückt. 2027 - mit welchem Motorrad? Mit welchem Motor? Mit welchem Team? Nein. Mit KTM? Das ist absurd. Warum und wozu? Das ergibt keinen Sinn", so Martinez, der dreimal Weltmeister in der 80er-Klasse und einmal in der 125er-Klasse war.
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