KTM-Coup: Motoringenieur Kurt Trieb ist von Honda zurückgekehrt
Nach nur einem Jahr ist Schluss bei Honda - Kurt Trieb arbeitet wieder für KTM - Die Rückkehr fällt in eine wichtige Phase vor dem Reglementwechsel 2027
Nach einem kurzen Gastspiel bei Honda ist Kurt Trieb zurück bei KTM
Foto: KTM KTM
Nach einem kurzen Gastspiel bei Honda ist Kurt Trieb zu KTM zurückgekehrt. Der Motoringenieur spielte eine maßgebliche Rolle bei der Entwicklung des MotoGP-Motors der österreichischen Marke.
Umso überraschender war es, dass Trieb im Frühsommer 2025 KTM verließ und zu Honda wechselte. Die japanische Marke suchte mehrere europäische Ingenieure für das MotoGP-Projekt.
So wurde unter anderem Romano Albesiano von Aprilia als Technikdirektor engagiert, zudem auch Aleix Espargaro als Testfahrer sowie dessen Crewchief Antonio Jimenez.
Trieb sollte seine Expertise bei der Motorentwicklung einbringen. Er war auch mehrfach in Japan. Doch dieses Gastspiel bei Honda ist nach rund einem Jahr zu Ende gegangen.
Beim Rennwochenende in Mugello war Trieb wieder mit KTM-Shirt in der Box des österreichischen Teams zu sehen. "Ja, das stimmt", bestätigt KTM-Motorsportchef Pit Beirer seine Rückkehr gegenüber MotoGP.com.
"Es war ja nie ein Geheimnis, dass ich sehr traurig war, als er gegangen ist. Aber ich habe auch immer betont, dass wir die ganze Zeit befreundet geblieben sind, auch während der Trennung."
"Das war eine gute Basis, um sehr früh mit ihm zu sprechen und ihn zu fragen, ob er in Japan glücklich ist. Und ja, offensichtlich war er das nicht. So konnten wir ihn zurückholen, und ich bin einfach glücklich."
"Ich denke, Kurt ist einer von uns. Er gehört zu uns, und jetzt ist er wieder zu Hause. Und ich glaube, es ist auch genau der richtige Zeitpunkt für den Übergang vom 1.000er-Motor auf 850."
"Wir haben ein fantastisches Team zu Hause, aber ihn wieder in einer übergeordneten Rolle dabeizuhaben, wie er uns im richtigen Moment die richtigen Ratschläge gibt, das gibt mir einfach ein besseres, sichereres Gefühl."
"Und seine Ideen sind immer beeindruckend", lobt Beirer den 62-jährigen Motoringenieur. "Es ist gut, ihn wieder hier zu haben." Mittlerweile laufen die Vorbereitungen für das neue technische Reglement ab 2027 auf Hochtouren.
Am Montag nach dem nächsten Rennwochenende in Brünn ist ein Testtag mit den neuen 850er-Prototypen und Pirelli-Reifen angesetzt. Dieser Testtag findet hinter verschlossenen Türen statt. Journalisten haben keinen Zutritt zum Fahrerlager.
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