KTM in der MotoGP: Manager Carlo Pernat von den Fortschritten enttäuscht

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KTM in der MotoGP: Manager Carlo Pernat von den Fortschritten enttäuscht
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21.01.2019, 12:48

MotoGP-Fahrermanager Carlo Pernat stellt KTM kein gutes Zeugnis aus und macht Bradley Smith teilweise mitverantwortlich für die enttäuschenden Ergebnisse

Auch wenn KTMs vergangene MotoGP-Saison mit dem Sensationspodium beim Finale in Valencia mit einem Paukenschlag zu Ende ging, kann die zweite volle Saison in der Königsklasse nicht als kompletter Erfolg verbucht werden. Die erwarteten großen Fortschritte von 2017 zu 2018 blieben aus. In der hart umkämpften MotoGP duellierte sich KTM weiterhin mit Aprilia um den fünften Platz in der Herstellerwertung. Die drei etablierten Hersteller - Honda, Yamaha und Ducati - sowie Suzuki waren für Pol Espargaro und Bradley Smith aus eigener Kraft nur schwer zu besiegen.

"KTM war ehrlich gesagt enttäuschend", bemerkt Fahrermanager Carlo Pernat im Gespräch mit 'GPOne'. "Das Unternehmen hat ein großes Budget und ich hab erwartet, dass sie schneller Fortschritte erzielen. Vielleicht war es auch ein Fahrerproblem, denn Pol verletzte sich und Smith war der Aufgabe wohl nicht gewachsen."

"Es ist das erste Mal, dass ich KTM eine ungenügende Note gebe. Ich denke, sie werden stärker, doch es dauert zu lang, wenn man die Investitionen bedenkt", kommentiert Pernat. In der Fahrerwertung landete Espargaro in der Saison 2018 auf dem 14. Platz. Teamkollege Smith wurde 18. der Gesamtwertung.

In der Herstellerwertung konnte KTM Platz fünf verteidigen und sammelte insgesamt 72 Punkte. Aprilia kam nur auf 59 Zähler. Zu Suzuki (233 Punkte) auf Platz vier war der Rückstand aber deutlich. Für die bevorstehende Saison hat sich KTM weiter verstärkt. Mit Dani Pedrosa konnten die Österreicher einen hochkarätigen Testfahrer verpflichten. Zudem wird das Team durch Johann Zarco verstärkt. 2019 gibt es erstmals ein Satellitenteam, das zusätzliche Erfahrungswerte sicherstellen soll.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie MotoGP
Urheber Sebastian Fränzschky