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KTM kein Freund der Winglets: "Nicht der richtige Weg für die MotoGP"

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KTM kein Freund der Winglets: "Nicht der richtige Weg für die MotoGP"
Autor:
Co-Autor: Maria Reyer
14.02.2019, 08:39

KTM ist kein Fan der Aerodynamik-Entwicklung in der MotoGP - Trotzdem rüstet man in diesem Bereich nach und arbeitet nun intensiver an den Winglets

Beim MotoGP-Test in Malaysia hatte KTM unzählige neue Entwicklungen im Gepäck. Optisch stach im Heck ein neu gestalteter Auspuff von Akrapovic ins Auge. "Wir haben so ziemlich alles beim Motorrad durchprobiert. Von den WP-Dämpfern über viele Aerodynamikteile. Dazu haben wir diverse Schwingen und Motorkonfigurationen getestet", sagt Pol Espargaro. Einige Grundlagentests werden aber erst zu Beginn der Europasaison bei den Rennen eingesetzt werden.

Ein Augenmerk wurde auf die Aerodynamik gelegt. "Das war im Vorjahr unsere größte Schwachstelle", sagt Pol Espargaro. "Alle haben verschiedene Winglets verwendet und wir praktisch gar nichts. In diesem Bereich haben wir jetzt Fortschritte gemacht. In Katar brauchen wir die Winglets noch mehr als in Sepang, weil wir im Vorjahr dort viele Wheelies hatten. Wir werden in Katar zwei verschiedene Winglets testen. Ein Set davon hat in Sepang besser funktioniert."

 

Die Aerodynamik wird auch beim letzten Test, der vom 23. bis 25. Februar auf dem Losail International Circuit stattfindet, verfeinert werden. "Wir gehen mit unserem Motorrad in einen Windkanal", sagt Teammanager Mike Leitner. "Wenn die Aerodynamik-Entwicklung so anhält, wird man sich in Zukunft neue Strategien überlegen müssen." Könnte man durch den engen Kontakt mit Red Bull auch einen Formel-1-Windkanal nutzen? "Das wäre auf jeden Fall eine Überlegung wert", meint Leitner.

Generell ist der österreichische Motorradbauer kein Freund der Zusatzflügel an den Motorrädern: "Wir bei KTM hätten diese Aerodynamik-Entwicklung generell lieber gestoppt, denn wir glauben nicht, dass das die richtige Richtung für die MotoGP ist", hält Leitner fest. "Aber jetzt ist es so und wir müssen uns darauf einstellen. Man hätte das schon zu Beginn im Reglement strikter handhaben müssen."

"Ich hoffe, es wird in Zukunft nicht so entscheidend wie bei den Autos. In der Formel 1 jammern die Leute, dass es so fad ist, weil es so viel Technologie gibt und so viel an der Aerodynamik hängt. Wir bei KTM haben darum gekämpft, dass man das mehr beschneidet. Das ging leider nur zu einem gewissen Grad. Nun müssen wir das Maximum herausholen." Ducati und Yamaha probierten beim Sepang-Test dreiteilige Flügelelemente aus. Die Entwicklung läuft in diesem Bereich rasant weiter.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie MotoGP
Fahrer Pol Espargaro
Teams Red Bull KTM Factory Racing
Urheber Gerald Dirnbeck