KTM probiert in Aragon neues Chassis: Urteil noch schwierig zu fällen

Brad Binder und Miguel Oliveira testen in Aragon im Freitagstraining ein weiterentwickeltes Chassis - Ob es besser ist, können sie noch nicht beurteilen

KTM probiert in Aragon neues Chassis: Urteil noch schwierig zu fällen

Die Entwicklung steht bei KTM nicht still. Die österreichische Marke hat beim Grand Prix von Aragon ein neues Chassis im Gepäck. Im Freitagstraining führten Miguel Oliveira und Brad Binder Vergleichstests durch. Bei beiden Fahrern war ein Motorrad mit jenem Chassis aufgebaut, wie es seit Mugello zum Einsatz kommt. Die zweite RC16 hatte die neue Weiterentwicklung.

"Ich bin damit ein paar Outings gefahren, aber wir sind uns noch nicht sicher", meint Oliveira nach dem ersten Eindruck im MotorLand Aragon. "Ich kann momentan noch keinen guten Vergleich ziehen." Denn die beiden Trainings sind mit je 45 Minuten relativ kurz.

Ein ähnliches erstes Fazit zieht Binder: "Es ist ein wenig anders, aber wir konnten noch nicht bestätigen, ob es besser ist oder nicht. Ich fühlte mich damit recht gut. Wir müssen die Daten genau analysieren, um zu verstehen, ob es uns hilft oder nicht."

"Der Kontakt zum Hinterrad fühlte sich etwas besser an, aber zum Beispiel fühlte sich der Richtungswechsel etwas anders an", schildert der Südafrikaner seine Eindrücke. "Wir müssen erst eine Entscheidung treffen."

Am Freitag schaffte es schlussendlich kein KTM-Fahrer in die Top 10. Binder belegte mit 0,6 Sekunden Rückstand Platz 13. Oliveira war als 18. hinter den Tech-3-Kollegen Danilo Petrucci und Iker Lecuona zu finden, die dieses neue Chassis nicht haben.

"Am Vormittag hatte ich von Beginn an Probleme", schildert Binder seinen Trainingstag. "Es dauerte vier, fünf Runden bis die rechte Flanke des Hinterreifens fahrbar war. Ich bin nur vier vernünftige Runden gefahren. In FT2 war es mit den harten Reifen viel besser."

Miguel Oliveira

Miguel Oliveira verfolgte in FT2 eine andere Reifenstrategie

Foto: Motorsport Images

"Generell hat sich alles recht gut angefühlt. Ich kann mich nicht beklagen und muss weiter an meinem Fahrstil arbeiten. Dann sehen wir, was wir morgen tun können." Aufgrund der engen Zeitabstände ist eine direkte Q2-Qualifikation in Reichweite.

Oliveira hat zwar immer noch Schmerzen in seiner rechten Hand, aber nicht mehr so stark wie in Silverstone. Dem Portugiesen ist bewusst, dass das noch ein paar Wochen so sein wird, denn das Handgelenk muss auf natürliche Weise verheilen.

"Es war ein positiverer Tag als das Ergebnis zeigt", sagt Oliveira. "Ich bin eine andere Strategie gefahren. Wir haben uns nicht auf eine schnelle Rundenzeit konzentriert. Zu Beginn von FT2 bin ich mit dem weichen Reifen weitergefahren, um zu sehen, wie es zu Rennbeginn wäre. Das wäre keine Option."

"Ich habe dann versucht, ob ich diesen Reifen auf ein gutes Performance-Level bringen kann. Das ist aber auch nicht passiert. Dann habe ich auf die harten Reifen gewechselt, die sofort besser waren. Im Vergleich zu den anderen Fahrern, die diese Reifen gefahren sind, sind wir konkurrenzfähig."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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