KTM-Teams sehen fast gleich aus: Steiner will eigene Tech3-Identität
Die vier KTM-Motorräder sehen sich zum Verwechseln ähnlich - Günther Steiner sucht Sponsoren, damit Tech3 in Zukunft seine eigene Geschichte schreiben kann
Die KTM-Motorräder beider Teams sehen fast identisch aus
Foto: KTM KTM
Im ersten Schritt hat sich durch den Eigentümerwechsel bei Tech3 nicht viel verändert. Da es bestehende Verträge für die MotoGP-Saison 2026 gab, wurde alles wie gehabt weitergeführt.
Einerseits hatten Enea Bastianini und Maverick Vinales Verträge mit KTM, die sie im Satellitenteam platzierten. Andererseits ist Red Bull Hauptsponsor von beiden KTM-Teams. Das Design der vier Motorräder ist größtenteils identisch.
Günther Steiner, der Tech3 mit einem Investorenkonsortium von Herve Poncharal gekauft hat, arbeitet nun daran, das Team für die Zukunft neu aufzustellen. Technisch gesehen bleibt Tech3 Partner von KTM.
Nach Gesprächen mit mehreren Herstellern entschied sich Steiner dazu, bei der österreichischen Marke zu bleiben. Es wurde eine "mehrjährige" Vereinbarung getroffen, die beim Rennwochenende in Barcelona bestätigt wurde.
Nun muss die kommerzielle Seite des Tech3-Teams neu aufgestellt werden, denn Red Bull wird ab der Saison 2027 voraussichtlich nicht mehr als Hauptsponsor des französischen Rennstalls auftreten.
"Wir schauen uns kommerzielle Sponsoren an", sagt Steiner. "Red Bull wird sicherlich nicht mehr so prominent auf unseren Motorrädern vertreten sein wie in diesem Jahr."
"Ich weiß nicht, ob sie überhaupt noch dabei sind oder nicht, und ich habe mit ihnen noch nicht darüber gesprochen, aber sicherlich wird es nicht mehr so prominent sein. Es ist nächstes Jahr ein völlig anderer Deal für uns."
"Wir werden unsere eigenen Sponsoren finden. Wir arbeiten daran, und wir machen tatsächlich gute Fortschritte. Natürlich werden wir es bekannt geben, wenn wir etwas zu verkünden haben, aber im Moment sieht es eigentlich ziemlich gut aus."
Mit eigenen Sponsoren und eigenen Farben kann Tech3 in Zukunft eine eigene Identität, ein eigenes Image aufbauen. Das ist auch der Weg, den Steiner einschlagen will.
"Für dieses Jahr ist es kein Problem, aber wenn man seine eigene Geschichte schreiben will, ist es ein Problem. So kann man seine eigene Geschichte nicht schreiben."

Günther Steiner will für sein Team eine eigene Identität schaffen
Foto: Getty Images AsiaPac
Denn nicht nur die vier KTM-Motorräder sehen auf der Strecke fast gleich aus, auch die Bekleidungen der Mitarbeiter sind fast gleich. Das machte es für MotoGP-Neuling Steiner am Anfang auch nicht einfach, zu wissen, wer jetzt zu seinem Team gehört.
"Wenn man in ein neues Team kommt, kenne ich noch nicht alle Leute, die hier arbeiten, und ich muss schauen, wo sie arbeiten-für uns oder für KTM. Man muss auf das Shirt schauen und wirklich genau hinsehen, von welchem Team sie sind."
"Das ist seltsam", findet Steiner. "Ich meine, im Moment ist es eine Identität. Ich weiß nur, dass wir es in Zukunft anders machen wollen. Wir wollen mit KTM zusammenarbeiten, und wir wollen gemeinsam arbeiten."
"Aber sie haben ihre Geschichte, wir haben unsere Geschichte. So sollte es meiner Meinung nach sein. Es ist auch viel besser für das Paddock, wenn es so ist." Nach weiteren externen Investoren wird jedoch nicht gesucht.
"Ehrlich gesagt, uns geht es gut", betont Steiner. "Wir brauchen keine weiteren Investitionen. Ich weiß nicht, wie es die anderen Teams mit externen Investoren handhaben, aber wir sind abgedeckt."
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