KTM und WP-Dämpfer: Mehr Vor- als Nachteile

In der MotoGP setzt nur KTM auf Dämpfer von WP: Für Technikdirektor Sebastian Risse hat das mehr Vor- als Nachteile. Man zieht am gleichen Strang.

In der MotoGP sind mit einer Ausnahme alle Hersteller und Teams mit Dämpferelementen von Öhlins unterwegs. Obwohl in diesem Bereich keine Einheitsteile vorgeschrieben sind, hat sich die schwedische Firma in den vergangenen Jahren praktisch ein Monopol aufgebaut. Die Entwicklung läuft dennoch weiter, wie die Carbon-Vordergabel zeigt, die einige Fahrer jüngst getestet haben.

Nur KTM tanzt aus der Reihe und arbeitet als einziger Hersteller mit WP zusammen. Der österreichische Dämpferhersteller hat sich in den vergangenen Jahren in den kleinen Klassen etabliert. Die MotoGP war im Vorjahr für WP ein unbekanntes Terrain. Ein Nachteil? "Wir kennen es nicht anders und haben nicht im Kopf: 'Von Öhlins hätten wir jetzt diese oder jene Information bekommen'", sagt KTM-Technikdirektor Sebastian Risse im Gespräch mit 'Motorsport.com'.

Erfahrungen mussten WP und KTM in der ersten Saison gemeinsam sammeln. Ab 2019 wird es dann vier KTM in der Startaufstellung geben. Eine Zusammenarbeit zwischen WP und einem anderen Hersteller ist derzeit nicht vorgesehen. "Für mich persönlich ist es wichtiger, einen Suspension-Hersteller zu haben, der hundertprozentig für uns arbeitet", hält Risse fest. "Wir ziehen am gleichen Strang und es gibt auch keinerlei Probleme, um uns voran zu bringen."

Ein weiterer Vorteil ist die örtliche Nähe. Das neue KTM-Motorsportzentrum und die Zentrale von WP befinden sich im oberösterreichischen Munderfing nur einen Steinwurf voneinander entfernt. Die Techniker können praktisch zu Fuß von einem Gebäude ins andere gehen. Deswegen funktioniert die enge Zusammenarbeit bisher sehr gut. "Dass wir gemeinsam in einem Boot sitzen, hat insgesamt mehr Vor- als Nachteile", betont Risse.

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Tags ktm mit wp-dämpfern, motogp technik, öhlins