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Liberty-Pläne für MotoGP: Ab 2027 keine Unterschiede mehr zwischen Teams

Die MotoGP steht vor einer tiefgreifenden Reform: Ab 2027 sollen Werksteams und Kundenteams gleichgestellt werden - nach dem Vorbild der Formel 1

Liberty-Pläne für MotoGP: Ab 2027 keine Unterschiede mehr zwischen Teams

Im Hintergrund wird über einige organisatorische Reformen diskutiert

Foto: Getty Getty

Im Rahmen des laufenden Dialogs zwischen den MotoGP-Teams und der Dorna, dem Promoter der Serie, zählt der Wunsch, die derzeitigen Unterschiede zwischen Werksteams und unabhängigen Teams zu beseitigen, zu den zentralen Themen der Gespräche.

Während die Rückkehr von Marc Marquez an die Spitze als eines der bemerkenswertesten Comebacks der Sportgeschichte bezeichnet wird, hat der Kauf von Dorna durch Liberty Media - und die potenziellen Auswirkungen dieser Übernahme - das Fahrerlager aufgerüttelt.

Einige Veränderungen sind bereits umgesetzt worden, etwa die Anpassung der Nationalhymnenzeremonie vor dem Rennen. Weitere Schritte stehen noch bevor. Darunter sind mehrere Maßnahmen, die sich am organisatorischen Modell der Formel 1 orientieren.

Die kommerziellen Rechte der Formel 1 und der MotoGP sind im Besitz von Liberty Media. Diese Phase ist daher entscheidend, da die Teams derzeit mit der Dorna den Vertrag verhandeln, der den rechtlichen Rahmen für den nächsten Fünfjahreszyklus von 2027 bis 2031 festlegen wird.

Neben einer gerechteren Einnahmenverteilung unter den Teams steht ein weiterer Punkt zur Diskussion, der praktisch bereits beschlossen ist: die Abschaffung der Unterscheidung zwischen Werksteams und unabhängigen Teams.

Ab 2027 sollen alle Teams als unabhängig gelten - ein Schritt, der die Struktur der Formel 1 widerspiegelt. Ziel ist es, dass jedes Team die gleiche finanzielle Unterstützung von der Dorna erhält.

Über die genaue Höhe besteht allerdings noch keine Einigung, und der Prozess gestaltet sich als alles andere als einfach. Derzeit erhält jedes Kundenteam fünf Millionen Euro, die die Leasingkosten für die Motorräder der Hersteller abdecken.

Die Hersteller wiederum bekommen drei Millionen Euro für das Leasing ihrer Prototypen. Die Neuausrichtung soll auch neue Investitionen in die Weltmeisterschaft anregen - insbesondere von Unternehmen, die Anteile an bestehenden Teams ganz oder teilweise erwerben möchten.

Dieses Modell ist in der Formel 1 etabliert, wo die meisten Rennställe mehrere Anteilseigner und nicht nur einen Besitzer haben. So gehört Mercedes beispielsweise zu gleichen Teilen der Daimler AG (der Muttergesellschaft von Mercedes-Benz), der INEOS-Gruppe und Teamchef Toto Wolff.

In der MotoGP ist das jüngste Beispiel der Einstieg von Günther Steiner, dem ehemaligen Teamchef von Haas F1, sowie der mit ihm verbundenen Investorengruppe. Sie gaben vor etwas mehr als einem Monat den Kauf von Tech3 bekannt.

Nach Informationen von Motorsport-Total.com prüft auch KTM die Möglichkeit, einen Anteil seiner Rennabteilung zu verkaufen. Diese war zuvor ausgegliedert worden und operiert aus rechtlicher Sicht inzwischen von der Schweiz aus, nicht mehr aus Österreich.

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