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Lin Jarvis hält fest: "Zukunft von Yamaha hängt nicht mehr an Valentino Rossi"

Lin Jarvis betont, dass ein Rücktritt von Valentino Rossi gemeinsam zum richtigen Zeitpunkt entschieden wird - Er schließt aber nicht aus, dass er weitermachen wird

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Lin Jarvis hält fest: "Zukunft von Yamaha hängt nicht mehr an Valentino Rossi"

Wie lange wird Valentino Rossi noch in der MotoGP aktiv sein? Diese Frage beschäftigt weltweit viele Fans. Derzeit hat Rossi noch einen Vertrag mit Yamaha bis Ende 2020. Ob der 40-Jährige dann seinen Helm an den Nagel hängt oder weiterfahren wird, ist derzeit völlig offen. "Er könnte noch ein weiteres Jahr bleiben, oder zwei oder drei Jahre", sagt Yamaha-Teamchef Lin Jarvis im Interview mit 'Motorsport.com'. "Wir müssen abwarten wie lange er noch konkurrenzfähig ist."

Seit zwei Jahren hat Rossi kein Rennen mehr gewonnen. Der Traum von einem weiteren WM-Titel ist auch 2019 in weite Ferne gerückt. Trotzdem arbeitet der Italiener akribisch wie immer und scheint seine Freude selbst in schwierigen Phasen nicht zu verlieren. "Es ist jetzt eine andere Beziehung", spricht Jarvis das Verhältnis zwischen Rossi und Yamaha an. "Sein Vermächtnis mit Yamaha steht schon fest. In Zukunft wird Yamaha auch ohne unserem derzeitigen Präsidenten weitermachen, ohne Rossi und ohne mich."

"Rossi hat 2011 Yamaha verlassen und ist zu Ducati gewechselt", blickt Jarvis zurück. "Das war eine große Sache, denn er war sauer auf Yamaha, weil Jorge Lorenzo gekommen ist. Als Jorge mit uns 2010 seinen ersten WM-Titel gewonnen hat, hatte er das Gefühl, dass er woanders hingehen muss. Als diese Geschichte nicht erfolgreich war, hat es alles geändert. Er kehrte 2013 mit einer anderen Einstellung zu uns zurück. Es ist eine ungeschriebene Sache, dass sein finales MotoGP-Kapitel Yamaha ist."

Gemeinsame Entscheidung für Rücktritt zum richtigen Zeitpunkt

"Ich bin mir sicher, dass er zu keiner anderen Marke wechseln will", so Jarvis. "Alles passiert in Phasen. Bis 2010 hat uns Valentino vier Titel gebracht. Als er uns verlassen hat, hatte das große Auswirkungen. Es war so als würde jetzt Marquez Honda verlassen. Es war eine große Sache. Jetzt ist er in einer anderen Phase seines Lebens, seiner Karriere. Bei allem Respekt meine ich dennoch, dass er nicht mehr die Zukunft unseres MotoGP-Engagements ist."

Lin Jarvis

Yamaha-Teamchef Lin Jarvis geht von einer gemeinsamen Entscheidung aus

Foto: LAT

Ist der Rücktritt ganz alleine Rossis Entscheidung, oder entscheidet Yamaha und plant für die Zukunft mit einem anderen Fahrer? "Es wird definitiv eine gemeinsame Entscheidung geben", hält der Teamchef fest. "Ich schätze, er wird der Erste sein, wenn er das Gefühl hat, dass er nicht mehr konkurrenzfähig ist oder die Motivation nachlässt. Die ersten Anzeichen werden sicher von ihm kommen. Aus meiner Sicht erwarte ich keine Konflikte und denke, wir werden zur gleichen Zeit den gleichen Gedanken haben."

Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Rossi nach seiner aktiven Karriere ein Yamaha-Satellitenteam betreiben wird. Entschieden ist diesbezüglich nichts. "Wir arbeiten mit ihm gerne abseits der Rennstrecke und unterstützen seine Akademie und solche Dinge", sagt Jarvis und meint mit Blick in die Zukunft: "Er hat aufregende Projekte und ich sehe keinen Grund, warum wir unsere Zusammenarbeit nicht fortsetzen sollten. Wie das genau aussehen wird, wird sich in Zukunft entscheiden."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie MotoGP
Fahrer Valentino Rossi
Teams Monster Energy Yamaha MotoGP
Urheber Gerald Dirnbeck