Test mit alter Ducati: Jorge Lorenzo sucht Vertrauen

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Test mit alter Ducati: Jorge Lorenzo sucht Vertrauen
Autor: Gerald Dirnbeck
Co-Autor: Oriol Puigdemont
18.02.2018, 12:56

Jorge Lorenzo probiert am letzten Testtag in Thailand die alte Ducati GP17 aus. Er wünscht sich einen Mix aus altem und neuem Motorrad, will aber mit der GP18 weitermachen.

Nach dem Test in Malaysia hatte Jorge Lorenzo eine breite Brust, doch in Thailand lief es für den Ducati-Fahrer nicht mehr rund. "Aus irgendwelchen Gründen hat er nicht die richtigen Linien gefunden", analysiert Teammanager Davide Tardozzi bei 'MotoGP.com'. "Er ist von dieser Strecke nicht begeistert. Wir versuchen ihm zu helfen, damit er auf dieser Strecke vorne dabei ist, wenn wir zurückkommen. Ich schätze, dass es eine mentale Sache und kein Problem am Motorrad ist. Er findet kein Vertrauen auf dieser Strecke. Aber ich bin sicher, dass wir das bis zum Rennen hier lösen können."

Den dritten und letzten Testtag am Sonntag beendete Lorenzo mit 1,8 Sekunden Rückstand auf Platz 22. "Heute bin ich nicht auf eine schnelle Runde gegangen, also kann man nicht auf meine Position schauen", winkt der dreimalige MotoGP-Weltmeister ab. "Die Rundenzeit bin ich während einer Rennsimulation gefahren, in der ich nicht voll attackiert habe. Heute ging es darum, das alte mit dem neuen Motorrad zu vergleichen."

Lorenzo wünscht sich Mix aus GP17 und GP18

Das Ducati-Werksteam hatte kein Motorrad aus dem Vorjahr dabei, denn beim Sepang-Test wurde beschlossen, dass man mit der GP18 weitermacht. Also holte man die GP17 von Danilo Petrucci aus der Pramac-Garage. "Wie ich in Sepang gesagt habe, hat das neue Motorrad sehr positive Aspekte, aber auch Schwächen. Beim alten Bike ist es genauso", meint Lorenzo. "Es ist sehr schwierig, daraus für das Katar-Rennen einen Mix zu machen."

"In Sepang habe ich mich viel besser gefühlt, aber an diesen drei Tagen habe ich kein Vertrauen gefunden. Selbst wenn wir heute gesehen haben, dass das neue Bike nicht viel besser als das alte ist, gibt es mehr Potenzial, weil wir im Laufe des Jahres mehr Entwicklung machen können. Also gehe ich davon aus, dass wir die Saison mit dem neuen Bike beginnen werden. Warten wir ab, was die Ingenieure in den nächsten Tagen machen. Vielleicht können sie mir Dinge vom alten Motorrad auf das neue übertragen." 

Jorge Lorenzo, Ducati Team
Jorge Lorenzo, Ducati Team

Foto Gold and Goose / LAT Images

"Wir müssen am Set-up arbeiten, denn ich brauche noch ein besseres Gefühl für den Vorderreifen. Auf dieser Strecke habe ich nichts gespürt", erklärt Lorenzo seine Schwierigkeiten. Das neue Chassis, das Teamkollege Andrea Dovizioso gefällt, will er nicht bewerten: "Wir können keine Schlussfolgerungen ziehen, weil alle Fahrer am Vormittag auf Zeitenjagd gegangen sind und ich mit alten Reifen gefahren bin. Mit neuen Reifen bin ich dann die Rennsimulation gefahren. Dabei fährt man nicht so aggressiv wie in einer einzigen Runde. Wir können von heute keine Rückschlüsse ziehen."

Und wo ordnet sich Lorenzo nach dem zweiten Wintertest ein? "Wir sind viel besser als dieser 22. Platz. Wir sind nicht in den Top 3, aber ich bin auch nicht bei den letzten drei Fahrern. Wir müssen in den ersten Rennen geduldig sein und versuchen, das bestmögliche Ergebnis zu holen. In Katar wird es wahrscheinlich besser laufen, so wie in Sepang. Dann warte ich auf eine Art Mix beim Motorrad, damit ich so schnell wie möglich konkurrenzfähiger bin."

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