Luca Marini über VR46-Zukunft: "Wollen eines der besten MotoGP-Teams werden"

Mit Moto2-Vizeweltmeister Luca Marini steht der erste VR46-Fahrer für 2022 fest - Der Halbbruder von Valentino Rossi begrüßt die Zusammenarbeit mit Ducati

Luca Marini über VR46-Zukunft: "Wollen eines der besten MotoGP-Teams werden"

Luca Marini wird in der MotoGP-Saison 2022 für VR46-Ducati an den Start gehen. Sein Teamkollege steht noch nicht fest. Valentino Rossi bezeichnete das für ihn als "schwierig". Der logische Kandidat wäre Marco Bezzecchi.

Für Marini, der derzeit seine Rookie-Saison im Esponsorama-Team fährt, ist die Zukunft endgültig klar: "Ich bin darüber sehr glücklich. Man muss meinem Bruder und VR46 dafür gratulieren. Das neue MotoGP-Projekt wird eine Herausforderung. Ich möchte auf einem Topniveau fahren."

Denn die italienische Mannschaft will auch in der Königsklasse eine Rolle spielen. "Hoffentlich wird es eines der besten MotoGP-Teams, so wie uns das in der Moto2 gelungen ist", sagt Marini, der der Halbbruder von Teambesitzer Rossi ist.

In der Moto3-Klasse war VR46 zwischen 2014 und 2020 mit KTM am Start. Kein Nachwuchsfahrer wurde Weltmeister. Die Ausbeute lautet neun Siege, fünf zweite Plätze, zwölf dritte Plätze, sechs Polepositions und 14 schnellste Rennrunden.

Marco Bezzecchi

Marco Bezzecchi wird als zweiter MotoGP-Fahrer von VR46 gehandelt

Foto: Motorsport Images

Seit 2017 ist VR46 mit Kalex als Partner in der Moto2 aktiv. Francesco Bagnaia wurde 2018 Weltmeister und Marini 2020 Vizeweltmeister. Im Vorjahr konnte die Teamwertung gewonnen werden. In der Moto2 ist VR46 erfolgreicher als in der Moto3.

16 Siege, neun zweite Plätze, zehn dritte Plätze, zwölf Polepositions und acht schnellste Rennrunden wurden erreicht. Außerdem gab es in der mittleren Klasse zwei Doppelsiege. Mit dieser Erfahrung nimmt man die MotoGP in Angriff.

Luca Marini: Ducati ist der richtige Partner für VR46

"VR46 hat eine sehr gute Arbeitsmethode, sie kennen die Szene sehr gut", weiß Marini aus eigener Erfahrung. "Deshalb denke ich, dass wir in Zukunft sehr stark sein werden." Der technische Partner wird Ducati sein, was Marini sehr befürwortet.

"Für mich ist es sehr gut, dass ich mit Ducati weitermachen kann. In diesem Jahr ist mein Gefühl für das Motorrad immer besser geworden. Ich arbeite mit sehr guten Leuten von Ducati zusammen und spüre eine sehr gute Atmosphäre."

Luca Marini

Luca Marini weiß noch nicht, welche Spezifikation er im nächsten Jahr fährt

Foto: Motorsport Images

Bei Esponsorama fährt Marini eine Desmosedici Jahrgang 2019. Welche Spezifikation VR46 im nächsten Jahr erhalten wird, wurde bisher nicht im Detail kommuniziert. Das Ducati-Werksteam und Pramac werden die neuesten Motorräder verwenden.

Enea Bastianini, der im nächsten Jahr zu Gresini wechselt, hat bereits bestätigt, dass er eine GP21 erhalten wird. Also eine Jahresmaschine. Wird VR46 mit Gresini gleichgestellt oder mit Pramac? "Ich weiß es noch nicht", meint Marini auf diese Frage.

"Ich hoffe natürlich, dass ich von Ducati das bestmögliche Motorrad bekomme. Das Level in der MotoGP ist unglaublich. Wenn man vorne dabei sein will, braucht man ein sehr gutes technisches Paket. VR46 will dieses Projekt am besten umsetzen."

"Deswegen bin ich mir sicher, dass wir ein sehr gutes technisches Paket haben werden." Ducati wird 2022 mit acht Motorrädern die meisten Bikes im Feld haben. Logistisch ist das ein Kraftakt, denn in den jeweiligen Satellitenteams muss auch Personal abgestellt werden.

"Ducati kann acht Motorräder managen, sonst würden sie es nicht tun", glaubt Werksfahrer Bagnaia. "Als Hersteller haben wir mehr Möglichkeiten, uns zu verbessern. Die Entwicklung wird vielleicht etwas komplizierter, weil es mehr Ideen geben kann. Aber ich bin mir sicher, dass sie die Situation managen werden."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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