"Lücke, die es nicht gab": Miller und Morbidelli über ihren Crash in Kurve 5
Kurz vor Rennende in Jerez krachen Franco Morbidelli und Jack Miller in Kurve 5 aneinander und stürzen - Warum Miller danach im Kiesbett so wütend war
Nachdem beim Grand Prix von Spanien in Jerez schon Aleix Espargaro (Aprilia) und Johann Zarco (LCR-Honda) in Kurve 5 einen Unfall hatten, krachte es in der Sito-Pons-Kurve erneut. In der 19. Runde gerieten dort Jack Miller (KTM) und Franco Morbidelli (Pramac-Ducati) aneinander. Es war das Duell um den elften Platz.
"Leider wollte Franky eine Lücke nutzen, die es nicht gab", kommentiert Miller die Situation. Morbidelli war innen hineingestochen. Es kam zur seitlichen Berührung und beide gingen zu Boden und purzelten ins Kiesbett.
"Ein unglücklicher Rennunfall", sagt Morbidelli dazu. "Jack ist eine andere Linie gefahren. Es war gegen Rennende. Ich war etwas schneller als er, aber ich konnte ihn nicht überholen, weil Jack sehr gut gebremst hat."
"In dieser Kurve wollte ich ihn gar nicht überholen. Aber so wie er die Linie gefahren ist. Ich dachte, ich fahre meine Linie, aber wir berührten uns. Schade." Beide mussten nach dem Rennen bei den Rennkommissaren antreten.
Eine Strafe wurde nicht ausgesprochen. Auch nicht für die Situation anschließend im Kiesbett. Miller war sichtlich wütend auf Morbidelli. "Ich habe eine Standpauke für meine Aktionen danach bekommen", berichtet Miller über das Treffen mit Freddie Spencer.
"Aber ich habe ihn nicht geschubst oder so. Franky hat im Kiesbett gesagt, dass ich Tags zuvor etwas mit ihm gemacht habe. Ich war ziemlich sprachlos, weil ich im Sprint in der verdammten ersten Runde gestürzt bin."

Mit Platz vier im Sprint nahm Franco Morbidelli ein gutes Ergebnis mit
Foto: Motorsport Images
"Ich weiß also nicht, was ich getan haben sollte. Ich weiß nicht, ob er mich mit jemandem verwechselt hat." Morbidelli sagt zu dieser Situation nur: "Wenn man im Kiesbett landet, dann ist es okay, wenn man wütend ist."
Während Morbidelli im Sprint Platz vier mitnehmen konnte, nahm Miller aus Jerez keinen WM-Punkt mit. "Ich weiß nicht, ob mir eine schwarze Katze über den Weg gelaufen ist oder ich unter einer Leiter durchgegangen bin", seufzt Miller.
"Aber momentan gelingt es uns nicht, das Glück auf unsere Seite zu ziehen." Der Australier hat nach vier Rennwochenenden 22 Punkte auf dem Konto. Das ist deutlich weniger als seine Kollegen Brad Binder (59) und Pedro Acosta (69).
Mit Bildmaterial von Motorsport Images.
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