Manager Sofuoglu: Razgatlioglu bleibt 2027 "zu 99 Prozent" bei Pramac
Kenan Sofuoglu schafft Klarheit über die Zukunft von Toprak Razgatlioglu: Ein Wechsel ins Yamaha-Werksteam 2027 ist derzeit "zu 99 Prozent" kein Thema
Toprak Razgatlioglu fährt 2026 seine erste MotoGP-Saison bei Pramac
Foto: Getty Getty
Die Zukunft von Toprak Razgatlioglu in der MotoGP nimmt Formen an. Nach seinem Debüt in Buriram stellte Manager Kenan Sofuoglu klar, dass der Plan derzeit eindeutig sei: Auch 2027 soll der Türke für Pramac starten. Ein vorzeitiger Wechsel ins Yamaha-Werksteam scheint damit vorerst vom Tisch.
Yamaha hatte die Verpflichtung des dreifachen Superbike-Weltmeisters am 10. Juni des vergangenen Jahres offiziell bekanntgegeben. In der rund 2000 Wörter langen Mitteilung fehlte allerdings ein entscheidendes Detail: die Vertragslaufzeit.
Bestätigt wurde lediglich, dass Razgatlioglu zur Marke aus Iwata zurückkehrt und 2026 mit dem Pramac-Team, Yamahas Satellitenmannschaft, sein MotoGP-Debüt geben wird.
Toprak bei Pramac-Yamaha "glücklich"
Hinter den Kulissen ist von einem Zweijahresvertrag mit der Option auf eine dritte Saison für beide Seiten die Rede. Gleichzeitig machten früh Spekulationen die Runde, wonach Razgatlioglu bereits 2027 ins Werksteam von Yamaha aufrücken könnte. Genau diese Annahme relativierte Sofuoglu nun deutlich.
"Es gibt viele Gerüchte, aber mit Pramac haben wir eine Struktur von großer Qualität", stellt er bei GPOne.com klar. "Unser Ziel ist es, Toprak auf das höchste Niveau zu bringen. Ich bin zu 99 Prozent sicher, dass er auch im nächsten Jahr beim aktuellen Team bleiben wird, weil wir hier glücklich sind und gut zusammenarbeiten."
Ganz ausschließen möchte er jedoch nichts. "Unser Vertrag ist offen, und es könnte Interesse vom Yamaha-Werksteam geben, aber der ursprüngliche Plan bleibt der Verbleib beim aktuellen Team." Stand jetzt deutet also alles auf Kontinuität hin.
Yamaha ringt für 2027 um Topfahrer
Die Fahrersituation bei Yamaha ist wie der komplette Fahrermarkt der MotoGP für 2027 sehr dynamisch. Mit dem voraussichtlichen Wechsel von Fabio Quartararo zu Honda ist ein Platz im Werksteam frei geworden. Jorge Martin gilt bereits als verpflichtet, die Entscheidung über den zweiten Fahrer steht noch aus.
Nachdem Wunschkandidat Francesco Bagnaia abgesagt haben soll, laufen Verhandlungen mit Luca Marini. Parallel wird auch über ein junges Moto2-Talent nachgedacht, in der Hoffnung auf einen Überraschungscoup wie 2019 mit Quartararo.
Im Vergleich dazu spielen andere Namen aktuell eine Nebenrolle: Alex Rins verfügt über kein konkretes Angebot, und auch Razgatlioglu scheint trotz seines Potenzials vorerst keine unmittelbare Option für das Werksteam zu sein. Zumindest, wenn es nach den jüngsten Aussagen von Manager Sofuoglu geht.
Sofuoglu: Vertrauen von Yamaha hoch
Nach dem Thailand-Grand-Prix versichert der ehemalige Supersport-Weltmeister aber: "Yamaha hat eine sehr positive Einstellung gegenüber Toprak. Sie wissen, dass sie einen großartigen Fahrer haben." Gleichzeitig betont er die Langfristigkeit des neuen Projekts, das "hauptsächlich auf 2027 ausgerichtet" sei.
"Yamaha investiert in die Zukunft und bereitet ein neues Paket vor, denn es ist eine Referenzmarke in der Welt des Rennsports. Dafür lebt das Unternehmen", weiß Sofuoglu. Auch sportlich sieht er seinen Schützling auf dem richtigen Weg.
In Buriram belegte Razgatlioglu Rang 17, 39 Sekunden hinter dem Sieger, ließ jedoch Teamkollege Jack Miller hinter sich. "Bei Yamaha sind sie sehr zufrieden mit Topraks Leistung in diesem Rennen, und das wird ihn noch mehr motivieren." Man verspüre keinen Druck, es handle sich um ein langfristiges Projekt.
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