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"Manchmal muss man wütend sein": KTM dreht Misano-Wochenende für Acosta

Nach großen Problemen beim Anbremsen kämpfte sich Pedro Acosta in Misano auf das Podium - Trotz Platz drei sieht der KTM-Fahrer weiterhin deutlichen Rückstand

"Manchmal muss man wütend sein": KTM dreht Misano-Wochenende für Acosta

Pedro Acosta eroberte nach Aragon auch in Misano ein Podium

Foto: Mirco Mirco

Pedro Acosta setzte seine Serie starker Ergebnisse auch beim MotoGP-Rennwochenende in Misano fort. Im Sprint wurde er nach einigen, wie er selbst sagte, "dummen Manövern" von Fermin Aldeguer Sechster. Im langen Grand Prix lief es dann deutlich besser.

Das lag auch daran, dass KTM das Set-up für den Rennsonntag verbessern konnte. Am Freitag und Samstag hatte Acosta große Mühe, das Motorrad abzubremsen. Deshalb war er in der Box auch deutlich verärgert zu sehen.

"Manchmal muss man wütend werden, um seine beste Leistung abzurufen", sagt der Spanier dazu. "Aber es stimmt, dass die Jungs in der Box unglaublich hart gearbeitet haben."

"Ich habe auch Pit [Beirer] unter Druck gesetzt und gesagt: 'Kumpel, stell sicher, dass du mir das gibst, was ich brauche. Dann werde ich da sein. Ich weiß nicht wie, aber ich werde da sein.'"

"Die Marke arbeitet wirklich extrem hart. Die Jungs sind jetzt sehr offen dafür, sich neue Ideen anzuhören und das Motorrad zu verändern", lobt Acosta, denn jetzt geht man beim Set-up mehr Risiko ein. "Deshalb bin ich mehr als glücklich."

"Wir waren das ganze Wochenende ziemlich ratlos, und das war ziemlich seltsam, denn normalerweise bin ich hier recht schnell. An diesem Wochenende hatte ich beim Bremspunkt mit dem Vorderreifen viele Probleme."

Mit den Änderungen für den Sonntag konnte Acosta wieder besser attackieren und eine kämpferische Performance zeigen. Nach der ersten Runde war er Vierter, konnte allerdings Alex Marquez (Gresini-Ducati) nicht in Schach halten.

"Wir haben das Wochenende noch gedreht und Samstagabend gute Arbeit geleistet", betont Acosta. "Deshalb müssen wir zufrieden sein. Wir haben mit Ducatis und Aprilias gekämpft, auch wenn wir noch immer deutlich zurückliegen."

Im weiteren Rennverlauf überholte er Jorge Martin (Aprilia), der mit Armpump zu kämpfen hatte, und konnte den beiden Marquez-Brüdern folgen. In der 23. von 27 Runden fuhr er seine persönlich schnellste Rennrunde.

Alex Marquez, Pedro Acosta

Alex Marquez konnte Acosta zum Schluss nicht mehr attackieren

Foto: Mirco Lazzari gp/Getty Images

Wäre eventuell sogar mehr als Platz drei möglich gewesen? "Ich habe es wirklich versucht", sagt Acosta über seinen Schlussangriff. "Aber am Ende hatte ich im schnellen Abschnitt in den Kurven 10, 11, 12 und 13 große Probleme."

"Ich wollte nicht riskieren, dort einen Fehler zu machen. Deshalb war der Moment, in dem ich mit dem Vorderreifen Schwierigkeiten bekam, natürlich aufregend. Aber ich denke, der dritte Platz war mehr als genug."

"Es sind gute Punkte, ein gutes Ergebnis und ein Podium für das Team. Das ist gut. Ich denke, wir müssen mit dem Podium für KTM zufrieden sein. Die Leistung war deutlich besser als in Aragon, auch wenn wir dort Zweite geworden sind."

Zweitbester KTM-Fahrer war Enea Bastianini auf Platz acht. Brad Binder kam als Elfter ins Ziel. Ersatzfahrer Pol Espargaro sammelte als 14. und Letzter zwei WM-Punkte.

Es folgt das KTM-Heimrennen in Spielberg

Am kommenden Wochenende steht für KTM das wichtige Heimrennen in Spielberg auf dem Programm. Acosta war nun Zweiter in Aragon und Dritter in Misano. Ist das der nötige Schwung für den Grand Prix von Österreich?

Für Acosta ist klar, dass er wieder im Kampf um das Podium mitmischen kann, wenn ihm KTM ein "Performance-Paket" zur Verfügung stellt: "Im Moment liegen wir noch immer deutlich hinter der Leistung zurück, die wir zu Beginn der Saison hatten."

"Außerdem liegen wir weiterhin deutlich hinter Ducati und Aprilia. Deshalb denke ich, dass es ein guter Moment ist, um zu glänzen und zu sehen, ob KTM tatsächlich so hart gearbeitet hat, wie sie sagen."

"Ich glaube, es wird ein gutes Wochenende für uns. Im vergangenen Jahr haben wir in Spielberg die Plätze drei und vier erreicht. Dieses Mal kommen wir mit einer besseren Stimmung als im vergangenen Jahr dorthin. Außerdem bringen wir etwas Energie mit. Mal sehen."

Mit den Podestplätzen in Aragon und Misano verbesserte sich Acosta in der WM-Wertung auf Platz fünf. Er überholte Ai Ogura (Trackhouse-Aprilia), der nach einer Daumenverletzung bei beiden Rennwochenenden fehlte.

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