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Marc Marquez am Samstag bedient: "Alles, was hätte schiefgehen können"

Marc Marquez bilanziert bis dato frustrierendes Sachsenring-Wochenende - Fotofinish war anders geplant - Was er und Stefan Bradl zur Q1-Szene sagen

Marc Marquez am Samstag bedient: "Alles, was hätte schiefgehen können"

Schwierige Ausgangsposition für Marc Marquez am Sachsenring-Wochenende 2024: In den Grand Prix von Deutschland am Sonntag muss der insgesamt elfmalige Sachsenring-Sieger vom 13. Startplatz gehen, genau wie das schon im Sprint am Samstag der Fall war. Zudem kämpft Marquez mit Schmerzen, die er sich beim heftigen Highsider im Training am Freitagnachmittag zugezogen hat.

Im Sprint über 15 Runden am Samstag hatte Marquez die Einschränkungen durch seine starke Rippenprellung und den gebrochenen linken Zeigefinger so weit im Griff, dass er vom 13. Startplatz bis auf P6 nach vorne fuhr. Den letzten Positionsgewinn stellte er auf den letzten Metern in einem Fotofinish mit Maverick Vinales (Aprilia; 7.) sicher.

Auf der Ziellinie waren Marquez und Vinales durch gerade mal 0,003 Sekunden getrennt. Wie Gresini-Pilot Marquez, so kämpfte auch Aprilia-Pilot Vinales mit Schmerzen infolge eines Highsiders. Seiner war im Qualifying am Samstagvormittag passiert. Wie Marquez nach dem Sprint verrät, wollte er das Fotofinish eigentlich nicht gegen Vinales setzen, sondern gegen Franco Morbidelli.

 

Seine Medienrunde am Samstag beginnt Marquez mit einer Entschuldigung. "Zuerst möchte ich Sorry sagen, weil ich gestern nicht hier erscheinen konnte", sagt er und spricht damit auf den Umstand an, dass seine Aussagen am Freitagabend in Form einer Mitteilung des Gresini-Teams verschickt wurden. Marquez' für Freitag angesetzt gewesene Medienrunde wurde aufgrund seiner starken Schmerzen abgesagt.

Starke Rippenprellung macht Marquez zu schaffen

Wie ging und geht es dem Sachsenring-Rekordsieger am Samstag? "Das kann ich erst in zwei Stunden sagen, denn ich bin heute mit den stärksten erlaubten Schmerzmitteln gefahren. Der Finger ist zwar gebrochen, aber das ist kein Problem. Was mir am meisten Probleme bereitet, das sind die Rippen", bestätigt Marquez das, was er schon am Freitag vermutet hatte.

"Insbesondere wenn ich mehr als fünf Runden fahre und ich tiefer einatmen muss, nehmen die Schmerzen im Brustbereich deutlich zu", sagt Marquez und bekennt: "Wenn es sich um eine Strecke handeln würde, die im Uhrzeigersinn gefahren wird, dann könnte ich unmöglich fahren. Weil es hier aber so wenige Rechtskurven sind, kann ich die Schmerzen irgendwie unterdrücken. Ich fahre nur deshalb, weil mir die Ärzte gesagt haben, dass das Risiko vertretbar ist."

Marc Marquez

Auf seiner Paradestrecke kämpft Marquez diesmal mit dem Rücken zur Wand

Foto: Motorsport Images

Die starken Schmerzen infolge seines Highsiders vom Freitagnachmittag in Kurve 11 sind nicht aber die einzigen Schwierigkeiten, mit denen sich Marquez am Sachsenring-Wochenende 2024 herumschlagen muss. "Alles, was an diesem Wochenende hätte schiefgehen können, ist schiefgegangen", seufzt er.

Damit spricht der Gresini-Ducati-Pilot einerseits auf die technischen Probleme an seinem Einsatzmotorrad am Freitag an, andererseits darauf, dass er am Samstagvormittag im Q1-Segment des Qualifyings von Hondas Wildcard-Starter Stefan Bradl aufgehalten wurde. Einen Einzug ins Q2 verpasste Marquez somit auch am Samstag, nachdem er ihn auf direktem Weg schon am Freitag knapp verpasst hatte.

Fotofinish mit Vinales war eigentlich mit Morbidelli geplant

"Es kommt mir so vor als hätte an diesem Wochenende jemand festgelegt, dass es diesmal nicht sein soll", sinniert Marquez, versichert aber gleichzeitig: "Aufgeben werde ich trotzdem nicht."

Marc Marquez

In seinem Frust über das Wochenende bisher glaubt Marquez schon an höhere Mächte

Foto: Motorsport Images

Seinen Sprint fasst der Gresini-Pilot wie folgt zusammen: "Vom 13. Startplatz hat es immerhin noch für den sechsten Platz gereicht. Das Positive ist, dass meine Pace bei freier Strecke ganz nah an der Pace der Spitzengruppe dran war. Das Problem aber ist, dass auf dieser Strecke sehr viel vom Start abhängt. Beim Start und in der ersten Kurve geht schon jede Menge Zeit verloren, wenn man nicht optimal durchkommt."

Genau so ist es Marquez am Samstag ergangen. Aus der ersten Runde kam er als Zehnter zurück. Nach fünf Runden stieß er in die Top 7 vor, aber zu diesem Zeitpunkt waren die Top 4 - Jorge Martin, Miguel Oliveira, Francesco Bagnaia, Enea Bastianini - schon außer Reichweite. Und auch um den an fünfter Stelle fahrenden Franco Morbidelli noch abzufangen, reichte es für Marquez nicht mehr.

 

Es fehlte nicht viel, und Marquez hätte auch im Sprint einen Sturz hingelegt. In Kurve 1 musste er einmal einen seiner berühmten Saves aufführen, um nicht genauso zu stürzen wie es ihm in genau dieser Kurve im ersten Freien Training am Freitag passiert war.

"Ich kam vom 13. Startplatz, war aber schneller als Vinales und Morbidelli", sagt Marquez und verrät: "Mein Plan war es, Vinales in Kurve 1 zu überholen und Morbidelli in der letzten Kurve. Leider aber konnte ich das Motorrad in Kurve 1 nicht richtig verzögern. Nachdem ich dort einen Riesen-Save hatte, fehlte mir das Vertrauen. So musste ich in der letzten Kurve das Manöver, das ich eigentlich gegen Morbidelli setzen wollte, gegen Vinales setzen."

 

Eben dieses Fotofinish im Kampf mit Vinales um den sechsten Platz war für Marquez das Highlight am Samstag im positiven Sinne. "Ihr kennt mich ja. Es spielt keine Rolle, ob es um Platz sechs, Platz sieben oder sonst etwas geht. Ich war schneller, vor allem aus Kurve 13 heraus", so der Gresini-Pilot.

Kein Groll auf Stefan Bradl nach Blockade in Q1

War das Fotofinish mit Vinales für Marquez das Highlight im positiven Sinne, so war die Szene in Q1, als er im Bereich von Kurve 2 von Stefan Bradl aufgehalten wurde, das Highlight seines Samstags im negativen Sinne. Bradl hat dafür einer Gridstrafe für den Grand Prix am Sonntag kassiert, die sich de facto aber kaum auswirkt. Vom 21. rückt der Deutsche auf den 22. und damit letzten Startplatz nach hinten.

"Im Moment des Zwischenfalls war ich verärgert", bekennt Marquez, der Bradl genau das wissen ließ, indem er beim Vorbeifahren eine eindeutige Geste machte. Noch im Verlauf dieser Runde, nämlich bei den Übungsstarts, entschuldigte sich Bradl bei Marquez. Und wenig später gab es ein Gespräch zwischen den beiden.

 

"Ja", bestätigt Marquez, ob er mit Bradl gesprochen habe. "Stefan und ich, wir kommen sehr gut miteinander aus. Er hat mir gesagt, wenn es jemanden gibt, dem er nicht im Weg stehen wollte, dann mir. Dass ich im Moment des Zwischenfalls verärgert war, das lag weniger an ihm als vielmehr daran, dass es meine letzte Runde war, weil es vorher ein technisches Problem gab."

Mit Verweis auf Bradl fügt Marquez noch hinzu: "Der Sachsenring ist eine sehr enge Strecke. Und für einen Wildcard-Starter ist es manchmal sehr schwer zu verstehen, wie schnell die anderen Motorräder näherkommen. Es gibt kein Problem mit Stefan."

Stefan Bradl

Stefan Bradl übernimmt für die unglückliche Blockade in Q1 die Verantwortung

Foto: Motorsport Images

Bradl selbst bestätigt genau das, was Marquez sagt. Im Gespräch mit Alex Hofmann für ServusTV beschreibt er die Szene in Kurve 2 und das, was folgte, mit den Worten: "Gesehen habe ich ihn schon, aber du weißt ja selber, wie schwierig das einzuschätzen ist. Ich bin dann halt zu ihm hingegangen und habe gesagt, dass es mir leid tut. Und er hat auch sofort akzeptiert, weil er genau weiß, was da los war."

"Ganz ehrlich: Er ist der letzte, dem ich eine Runde kaputtmachen will, weil wir uns gut kennen. Aber hey, so passiert's, am Sachsenring geht es eng zu. Es war mein Fehler, das geht voll auf meine Kappe", so Bradl.

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