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MotoGP Barcelona

Marc Marquez auch in Barcelona in Q1: "Passiert, was wir erwartet haben"

Im Barcelona-Training fahren alle vier GP24-Fahrer ins Q2, während alle vier mit dem alten Modell scheitern - Erstmals ein deutlicher Unterschied zwischen den Modellen?

Marc Marquez auch in Barcelona in Q1: "Passiert, was wir erwartet haben"

Zum zweiten Mal hintereinander verpasste Marc Marquez im Freitagstraining die direkte Q2-Qualifikation. Vor zwei Wochen in Frankreich schaffte der Routinier auch in Q1 nicht den Sprung in den zweiten Abschnitt und stand auf Startplatz 13.

Nun landete Marc Marquez im Training für sein Heimrennen in Katalonien am Freitag direkt hinter seinem Bruder und Gresini-Ducati-Teamkollegen Alex Marquez auf dem zwölften Platz. Besonders bitter war für beide die Schlussphase.

Alex Marquez sorgte mit einem Sturz in Kurve 10 für gelbe Flaggen, weshalb diese fliegende Runde für Marc Marquez nicht zählte. Auch Augusto Fernandez (Tech3-GasGas) sorgte praktisch gleichzeitig mit einem Sturz in Kurve 4 für weitere gelbe Flaggen.

 

Auf der Strecke ist Alex Marquez vor Marc Marquez gestürzt. Der Crash von Fernandez passierte dahinter. Aber schon zuvor war auffällig, dass Marc Marquez mit neuen weichen Reifen nicht deutlich zulegen konnte. Sein Rückstand belief sich auf knappe sechs Zehntelsekunden.

"Was ist passiert? Es ist passiert, was wir erwartet haben", beginnt Marc Marquez seine Freitagsanalyse. "Natürlich haben wir versucht, das zu verhindern, aber wir haben erwartet, dass wir hier in Barcelona Probleme haben werden."

 

"Die Probleme sind geringer, denn mit dem Medium-Reifen fühlt sich die Rennpace okay an. Bei der Zeitattacke habe ich um eine Zehntelsekunde Q2 verpasst. Morgen werde ich im schlimmsten Training, dem Albtraum-Training des Wochenendes sein."

Konkret nennt er als Knackpunkt: "Ich habe am Kurveneingang Probleme, da fühle ich mich nicht so wohl. Der Bremspunkt ist eine meiner Stärken, aber hier ist das meine Schwäche. Wir müssen die Balance des Motorrads besser verstehen."

Größerer Unterschied zwischen GP23 und GP24 in Barcelona?

Der Asphalt des Circuit de Barcelona-Catalunya bietet generell nicht viel Grip und ist deshalb für alle Teams eine Herausforderung. Alle vier Ducati-Fahrer mit der GP24 haben es in die Top 10 geschafft, während alle vier Fahrer mit der GP23 daran gescheitert sind.

Sieht man in Barcelona erstmals einen größeren Unterschied zwischen der alten und neuen Desmosedici? "Ich sage seit Saisonbeginn", hält Alex Marquez fest, "dass ich mich mit der GP22 besser gefühlt habe, vor allem am Kurveneingang."

"Das liegt an der Motorbremse oder woran auch immer. Es war anders. Mit der GP22 war das Motorrad leichter zu verzögern. Die GP23 pusht mehr den Vorderreifen, diesbezüglich haben wir mehr Mühe."

Alex Marquez

Alex Marquez fühlt sich mit der GP23 etwas schlechter als mit der GP22

Foto: Motorsport Images

"Wir haben hier ein gutes Potenzial, aber das Problem ist, wenn man mit einem weichen Reifen auf eine schnelle Runde geht. Das Problem ist, wenn man viele Runden mit dem Medium-Reifen fährt und dann auf den weichen Reifen wechselt, dann ist die linke Seite sehr weich."

"Daran muss man die Motorbremse und alles etwas anpassen", so Alex Marquez, dem das in seinem letzten Versuch mit dem Sturz nicht gelungen ist. "Es ist wie es ist. Ich habe einen kleinen Fehler gemacht und bin gestürzt."

Bezzecchi: Niedriger Grip verstärkt Probleme

Ganz ähnliche Aussagen wie die Marquez-Brüder trifft auch Marco Bezzecchi. "Seit Saisonbeginn habe ich mit diesem Motorrad auf der Bremse und am Kurveneingang mehr zu kämpfen", nennt der VR46-Fahrer sein prinzipielles Problem mit der GP23.

"Ich habe das etwas lösen können, aber jetzt fühlt es sich mit diesem Griplevel hier wieder wie zu Saisonbeginn an. Die Charakteristik von meinem Motorrad ist ähnlich wie auf allen Strecken, aber in der Bremsphase habe ich hier mehr Mühe als in Le Mans, Jerez und den anderen Rennen."

Marco Bezzecchi

Seit den Wintertests kämpft Marco Bezzecchi mit der GP23

Foto: Motorsport Images

Also verstärkt der niedrige Grip in Barcelona das grundsätzliche Problem der GP23? "Ja", antwortet Bezzecchi. "Es ist aber seltsam, denn seit Michelin die neue Reifenkonstruktion gebracht hat, gibt es hinten mehr Grip, aber ich habe starkes Untersteuern."

"Und wenn ich das Motorrad aufrichten will, habe ich keine Traktion. Das ist aber überall so. Hier beeinflusst das mein Fahren noch mehr." Sowohl von VR46 als auch von Gresini war Freitagabend zu hören, dass man für Samstag an der Balance des Motorrads arbeiten möchte.

Bagnaia nennt die Unterschiede zwischen GP23 und GP24

Weltmeister Francesco Bagnaia bestätigt, dass die neue GP24 etwas andere Stärken hat: "Bremse und Kurveneingang. Die GP24 hilft mir viel in diesen Bereichen, auch Turning ist etwas besser, aber man hat etwas weniger Grip."

Francesco Bagnaia

Die aktuelle Desmosedici GP24 hat andere Stärken

Foto: Motorsport Images

"Das alte Motorrad hat hier beim Grip etwas besser funktioniert, denn hier ist das Griplevel am schlechtesten. Deshalb ist es schwierig, Traktion zu finden. Das alte Motorrad hat diesbezüglich geholfen, aber Turning war schlechter."

Trotzdem sieht Bagnaia keinen eklatanten Unterschied zwischen den beiden Modellen: "Aus meiner Sicht ist die Balance ziemlich ähnlich, aber heute hatten Marc und Alex nicht die Chance, eine gute Rundenzeit zu fahren, denn Marcs Pace ist sehr gut."

Marc Marquez: "Barcelona eine meiner schlechtesten Strecken"

Außerdem verrät Marc Marquez, dass Barcelona eine seiner schlechtesten Strecken ist, obwohl er sein Heimrennen dreimal gewonnen hat. Das war 2010 in der 125er-Klasse sowie 2014 und 2019 in der MotoGP.

"Mein Stil ist speziell, der auf den meisten Strecken funktioniert. Aber es gibt im Kalender auch drei, vier Strecken, wo mein Stil nicht so gut funktioniert. Gut, dass es nur wenige Strecken sind", lächelt der achtmalige Motorrad-Weltmeister.

Marc Marquez

Obwohl er in Barcelona gewonnen hat, zählt sie zu seinen schlechtesten Strecken

Foto: Motorsport Images

Marc Marquez zählt auf: "Katar, Barcelona und Malaysia - und ein wenig Indonesien. Mit diesem Motorrad könnte sich das ändern. Aber ich kann sagen, dass das hier eine der schlechtesten Stecken [für mich] ist."

Was ist trotz des verpatzten Freitags im Sprint noch möglich? "Es hängt wie immer vom Qualifying ab. Wenn ich ein gutes Qualifying habe und zum Beispiel aus der dritten Reihe starte, dann ist unser Potenzial momentan im Bereich von Platz fünf, sechs, sieben", schätzt Marc Marquez.

"Aber das wäre hier ein gutes Resultat, weil KTM und Aprilia hier besser funktionieren." Denn auf den ersten fünf Plätzen war im entscheidenden Freitagstraining mit Bagnaia nur ein Ducati-Fahrer zu finden.

Weitere Co-Autoren: Oriol Puigdemont. Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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