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Marc Marquez schildert, wo er mit der Ducati GP26 am meisten zu kämpfen hat und warum er glaubt, das Problem "Schritt für Schritt aussortieren" zu können

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Marc Marquez kann seine konstant starke Form von 2025 derzeit nicht abrufen

Foto: Anadolu Anadolu

Marc Marquez sucht sie noch, seine gewohnte Form, mit der er in der MotoGP-Saison 2025 überlegen Weltmeister geworden ist. In der laufenden Saison 2026 rangiert der Titelverteidiger nach vier Rennwochenenden auf dem fünften Tabellenplatz. Einen Grand Prix gewonnen hat Marquez seit September 2025 (Misano) noch nicht wieder.

Die Verletzung, die sich Marc Marquez Anfang Oktober 2025 beim unglücklichen Mandalika-Sturz mit Marco Bezzecchi zugezogen hat, ist ein Teil der Erklärung, weshalb er seine gewohnt starke Form aktuell nicht konstant abrufen kann. Die ganze Erklärung ist die Schulterverletzung aber nicht. Auch die Ducati Desmosedici GP26 ist derzeit nicht so konkurrenzfähig wie es Marquez im vergangenen Jahr von der GP25 gewohnt war.

An diesem Wochenende findet in Form des Grand Prix von Frankreich in Le Mans die fünfte Station im MotoGP-Kalender 2026 statt. Seit dem Grand Prix von Spanien in Jerez hat es eben dort noch den wichtigen Montagstest gegeben, bei dem sowohl Marquez als auch Ducati-Teamkollege Francesco Bagnaia ein etwas besseres Gefühl für die GP26 gefunden haben.

Am Donnerstag in Le Mans nun stellt Marquez den Jerez-Test nochmals als "wichtigen Test" heraus, er sagt aber gleichzeitig ganz klar: "Wenn wir um den WM-Titel kämpfen wollen, müssen wir ein paar Dinge korrigieren." Aus den weiteren Ausführungen des siebenmaligen MotoGP-Weltmeisters geht hervor, dass er mit "wir" in erster Linie sich selber und in zweiter Linie das Ducati-Werksteam meint.

Schnelle Linkskurven derzeit die größte Schwachstelle

Was Marc Marquez im Vergleich zu seinen dominanten Vorstellungen der Saison 2025 derzeit am meisten vermisst, das ist das richtige Gefühl für das Vorderrad. Nachgefragt, wo er mit der GP26 sein gewünschtes Gefühl am meisten vermisst, antwortet er: "Ich bemerke das vor allen in den schnellen Kurven. Das sind die Passagen, in denen ich am meisten zu kämpfen habe. Ganz besonders in Linkskurven bin ich ein gutes Stück langsamer als im vergangenen Jahr."

Marc Marquez

Marc Marquez sucht auf der Ducati GP26 noch sein gutes Gefühl von 2025

Foto: Getty Images Europe

Potenzial sieht Marquez in der Ducati GP26 zweifellos. Von den vier Sprints in dieser Saison hat er zwei gewonnen (Goiania und Jerez). Zudem hat Bruder Alex Marquez auf einer GP26 in Jerez den Grand Prix gewonnen. "Das Potenzial wird von den Ergebnissen bestimmt. Und die Ergebnisse zeigen, dass der Speed vorhanden ist, die Konstanz aber nicht", sagt Marc Marquez.

Der Bereich der Konstanz ist es, woran er jetzt verstärkt arbeiten will: "Im vergangenen Jahr war die Konstanz bei allen Bedingungen, auf jeder Art von Strecke, unsere große Stärke. Wir müssen jetzt verstehen, warum das in diesem Jahr nicht so ist."

Inkonstanz: Marc Marquez nimmt sich selber in die Pflicht

"Aus irgendeinem Grund war das bisherige Jahr deutlich inkonstanter. Ich glaube, dass wir das Schritt für Schritt aussortieren werden. Klar ist aber auch, dass wir mit unseren bisherigen Ergebnissen, vor allem an den Sonntagen, nicht über den Titel nachdenken brauchen", so Marquez.

Auf konkrete Nachfrage, ob es sein Motorrad oder aber er selber als Fahrer sei, was derzeit nicht so konstant funktioniert wie 2025, antwortet der MotoGP-Titelverteidiger: "Es ist eine Kombination. Ich werde niemals alles auf das Motorrad schieben. Gleichzeitig wird ein Team niemals alles auf den Fahrer schieben. Es ist eine Kombination von Faktoren."

"Fakt ist, dass in Jerez eine Ducati gewonnen hat", spricht Marc Marquez auf den Grand-Prix-Sieg seines Bruders Alex an und stellt heraus: "Das zeigt, dass das Motorrad gut genug ist für Siege und den WM-Kampf. Ich muss jetzt einfach selber herausfinden, was ich verbessern kann."

Marc Marquez

Wird sich Marc Marquez nochmals aus einer Krise herausarbeiten?

Foto: Icon Sportswire

"Wenn ich das Motorrad des Vorjahres haben wollen würde, hätte ich das zur Verfügung. Wenn ich also mein Gefühl aus dem vergangenen Jahr wiederfinden will, habe ich diese Teile und alles, was ich im vergangenen Jahr hatte, zur Verfügung", so der Ducati-Werkspilot, der unterstreicht: "Ich muss einfach weiter an mir arbeiten."

Im MotoGP-Fahrerlager kommen inzwischen mehr und mehr Zweifel auf, ob Marc Marquez seine gewohnt starke Form jemals wiederfinden wird. Hat der siebenmalige MotoGP-Weltmeister seinen Zenit überschritten?

So weit will Marquez selber am Donnerstag in Le Mans nicht gehen. "Wir werden sehen. Wir müssen weiter dranbleiben. Ich selber bin schon aus schwierigeren Situationen zurückgekommen. Ich muss einfach weiter dranbleiben. Ich muss versuchen, gewisse Dinge zu managen. Dann werden wir sehen."

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