Marc Marquez: Fußbruch bei Le-Mans-Sturz und geplante Schulteroperation
Marc Marquez verletzt sich beim Sturz im Le-Mans-Sprint einen Fuß - Außerdem ist eine Schulter-OP geplant, weil eine gebrochene Schraube auf einen Nerv drückt
Marc Marquez hatte im Sprint einen heftigen Highsider
Foto: Marc Fleury
Marc Marquez hat sich beim Grand Prix von Frankreich im Sprint verletzt. Der Ducati-Fahrer fuhr auf Platz sieben, als er in der vorletzten Runde in der Zielkurve stürzte. In der doppelten Rechtskurve "Raccordement" flog er mit spektakulärem Highsider ab.
Zunächst wurde Marquez mit einem Roller zurück an die Box gebracht. Als er sich im Truck hinter den Boxen die Lederkombi ausgezogen hatte, brachte ihn sein Team für weitere Untersuchungen ins Medical Center im Paddock der Le-Mans-Strecke.
Röntgenaufnahmen zeigten, dass sich der 33-Jährige einen Bruch des fünften Mittelfußknochens am rechten Fuß zugezogen hat. Das Ducati-Team teilte mit, dass Marquez noch am Samstagabend nach Madrid (Spanien) fliegen wird.
Dort ist in den kommenden Tagen eine Operation geplant. Aufgrund dieser Verletzung ist nicht nur das Le-Mans-Wochenende für den amtierenden MotoGP-Weltmeister vorzeitig zu Ende.
Er wird auch sein Heimrennen am kommenden Wochenende in Katalonien verpassen, wie Ducati bereits bestätigt hat. Vom 15. bis 17. Mai wird auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya gefahren.
Nach dem Sprint in Le Mans verriet Marquez, dass nach dem Barcelona-Wochenende ohnehin schon eine Operation geplant war: "An der rechten Schulter. Nach Jerez habe ich gemerkt, dass irgendetwas nicht stimmt."
"Also bin ich zu den Ärzten gegangen und habe gesagt: Hier stimmt etwas nicht. Zu Hause fühle ich mich gut, ich fahre Motocross. Aber dann komme ich hierher, steige auf das MotoGP-Motorrad, und mein rechter Arm fühlt sich völlig zerstört an."
"Irgendetwas stimmt nicht. Nach einer gründlichen Untersuchung haben sie verstanden, dass sie nach dem Sturz in Indonesien zwar alles repariert hatten, aber eine andere Verletzung sorgte für eine gebrochene und eine verbogene Schraube."
"Die gebrochene hatte sich in eine etwas andere Position verschoben. Und das bedeutet, dass diese Schraube in der MotoGP-Sitzposition den Nerv berührt, den Nervus radialis."
"Deshalb war ich manchmal schnell, ich weiß nicht wie, ich weiß nicht warum, aber ich war nicht konstant, und ich hatte immer wieder seltsame Stürze. Deshalb war ich auch dieses Wochenende besonders vorsichtig."
Da nun auch die Verletzung am rechten Fuß hinzugekommen ist, "werden wir alles auf einmal erledigen", sagt Marquez. "Die Schulter ist einfach: aufmachen und diese Schraube entfernen. Die Ausfallzeit sollte kurz sein."
"Mein Kopf ist klar, aber ich kann nicht konstant sein, weil wenn es ein Problem mit dem Nerv gibt, versagt er genau dann, wenn man es am wenigsten erwartet. Gestern habe ich einen Fehler gemacht, und heute im Rennen ist mir das wieder passiert."
Marc Marquez denkt nicht an den WM-Titel
Die nächste Verletzungspause ist für Marquez ein weiterer Rückschlag in einer bisher schwierigen Saison 2026. Er gewann zwar die Sprints in Goiania und Jerez, aber in den Grands Prix stand er bisher nicht auf dem Podium.
Bei zwei der ersten vier Rennen schied Marquez aus. Ein vierter und ein fünfter Platz lauteten seine anderen beiden Ergebnisse. Nach dem Sprint in Le Mans beträgt sein Rückstand bereits 51 WM-Punkte.
"Ich habe bereits gesagt, dass ich nicht bereit war, um die Weltmeisterschaft zu kämpfen. Ich wusste es, und ich habe nichts gesagt, weil ich nicht vor dem Mikrofon jammern möchte", betont der siebenmalige MotoGP-Weltmeister.
"Ich versuche einfach, in meiner Garage zu arbeiten, an mir selbst zu arbeiten, mich davon zu überzeugen, dass man nichts tun kann, wenn man ein körperliches Problem hat, und genau dann muss ich einen Schritt zurücktreten."
"Wie ich heute in Q1 gezeigt habe, kann ich schnell sein, weil ich weiß, wie man dieses Motorrad fährt. Aber wie ich heute ebenfalls gezeigt habe, kann ich dumme Fehler machen, ohne zu wissen, was passiert. Denn wenn etwas auf den Nerv drückt, macht der Arm einfach nicht das, was man von ihm verlangt."
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