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Marc Marquez gibt zu: 2024 ist er "gratis" bei Gresini-Ducati gefahren

Marc Marquez verrät, dass er für seinen Wechsel aus dem Honda-Werksteam ins Ducati-Kundenteam Gresini auf ein Gehalt vom Team verzichtete

Marc Marquez gibt zu: 2024 ist er "gratis" bei Gresini-Ducati gefahren

Marc Marquez in der MotoGP-Saison 2024 auf der Ducati GP23 des Gresini-Teams

Foto: LAT Images

Als Marc Marquez im Winter 2023/24 das Honda-Werksteam verließ, tat er dies nach elf Jahren in seinem vertrauten Arbeitsumfeld, und ein Jahr bevor sein Vertrag ausgelaufen wäre. Für die MotoGP-Saison 2024 schloss sich der damals sechsmalige Weltmeister der Königsklasse dem Ducati-Kundenteam Gresini an.

Dabei ging es Marquez einzig und allein um einen Faktor: Er wechselte von der zuletzt nicht mehr konkurrenzfähigen Honda auf eine Ducati, um sich selbst zu zeigen, ob er nach seinen zahlreichen schweren Verletzungen noch in der Lage ist, konstant um Siege mitzufahren.

Dass er dafür mit einem Vorjahresmotorrad, der Ducati GP23 aus dem Jahr 2023, vorliebnehmen musste, das war Marquez damals ebenso egal wie die Tatsache, dass er im Gresini-Team kein Gehalt gezahlt bekam.

Genau das nämlich verrät der inzwischen siebenmalige MotoGP-Weltmeister jetzt, da er im Ducati-Werksteam angestellt ist. Im Jahr 2025 bezog er dort ein Grundgehalt von rund drei Millionen Euro. Hinzu kamen leistungsbezogene Boni, die sich bei elf Saisonsiegen auf rund zwei Millionen Euro beliefen.

Auf die Frage, auf wie viel Prozent Gehalt er damals bei seinem Teamwechsel von Honda zu Gresini-Ducati im Winter 2023/24 verzichten musste, antwortet Marquez: "Auf einhundert Prozent. Im bin im vergangenen Jahr im Team gratis gefahren."

"Ich habe etwas [Geld] von meinen persönlichen Sponsoren bekommen", bekennt Marquez und erklärt den für einen Profisportler durchaus ungewöhnlichen Schritt so: "Das war einfach mein Einsatz. Es war das Investment, das ich selber in meine Karriere getätigt habe."

Nachgefragt, ob er in der Saison 2024 im Gresini-Team zumindest nach seinen Siegen und Podestplätzen finanziell versorgt wurde, antwortet Marquez: "Ja, von meinen persönlichen Sponsoren." Grand-Prix-Siege erzielte Marc Marquez auf der 2023er-Ducati deren drei. Auf das Podium fuhr er in den 20 Grands Prix jener Saison zehnmal.

"Ich wusste es damals sehr zu schätzen, dass Gresini auf mich gewartet hat", denkt Marquez an den Herbst 2023 zurück, als er zunächst seinen Abschied von Honda und kurz darauf sein Andocken im Ducati-Kundenteam verkündete. "Ich habe dem Team aber gesagt, macht euch keine Sorgen. Ich will nur dieses Motorrad. Mehr will ich nicht."

Jetzt, da nicht nur die MotoGP-Saison 2024, sondern auch die Saison 2025 in den Büchern steht, ist klar: Marc Marquez' Entscheidung aus dem Winter 2023/24 hat sich ausgezahlt. Nach einem Jahr im Ducati-Kundenteam ist er im Winter 2024/25 ins Ducati-Werksteam aufgestiegen. Und in seinem ersten Jahr dort hat er in überlegener Manier den WM-Titel eingefahren.

In die bevorstehende MotoGP-Saison 2026 geht Marc Marquez als Titelverteidiger. Und in dieser hat er - unabhängig von einem möglichen achten WM-Titel in der Königsklasse und einem insgesamt zehnten WM-Titel seiner Karriere - noch zwei weitere Karriere-Meilensteine im Visier.

Auf die Marke von 100 Grand-Prix-Siegen über alle WM-Klassen gerechnet fehlt Marquez nur noch ein einziger Sieg. Und auf den Rekord von Valentino Rossi mit 78 Siegen in der seit 2002 laufenden MotoGP-Ära fehlen Marquez nur noch drei Siege.

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