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Marc Marquez: Gresini bewahrte Alex Marquez vor dem MotoGP-Aus

Der Wechsel zu Gresini war für Marc Marquez der Beginn seines Comebacks, doch für Bruder Alex habe das Team sogar eine noch größere Bedeutung

Marc Marquez: Gresini bewahrte Alex Marquez vor dem MotoGP-Aus

2023 waren Marc und Alex Marquez Teamkollegen bei Gresini-Ducati

Foto: LAT Images

Der Wechsel zu Gresini markierte für Marc Mrquez einen der bedeutendsten Wendepunkte seiner MotoGP-Karriere. Doch aus Sicht des achtmaligen Weltmeisters war das Team für seinen Bruder Alex Marquez sogar noch wichtiger.

Im Rahmen eines Mediengesprächs erklärt der Ducati-Werksfahrer, warum der Schritt zu Gresini für die gesamte Familie Marquez zwar von großer Bedeutung war, die Auswirkungen für seinen jüngeren Bruder jedoch noch weitreichender gewesen seien.

Auf die Frage, ob Gresini das wichtigste Team für die Familie Marquez gewesen sei, antwortet Marc Marquez differenziert. "Für die Familie Marquez war es natürlich ein sehr, sehr, sehr wichtiges Team." Gleichzeitig betont der neunfache Weltmeister, dass jedes Team in seiner Karriere eine entscheidende Rolle gespielt habe.

"Für mich waren alle Teams wichtig. Das Repsol-Honda-Team war wichtig, Gresini war wichtig und ganz besonders wichtig ist Ducati." Damit ordnet Marquez die Station bei Gresini als einen wichtigen Baustein seiner Laufbahn ein, ohne die Bedeutung seiner früheren und aktuellen Arbeitgeber zu schmälern.

Marquez: Gresini hat Alex gerettet

Während Marc Marquez Anfang 2024 nach elf Jahren bei Honda zu Gresini wechselte, um mit einer konkurrenzfähigen Ducati Desmosedici wieder an die Spitze zurückzukehren, hatte der Rennstall für seinen Bruder Alex eine noch größere Bedeutung.

Der Moto2-Weltmeister von 2019 stand nach schwierigen Jahren bei Honda und LCR-Honda unter erheblichem Druck, ehe Gresini ihm die Chance auf einen Neustart gab.

Marc macht deutlich, dass der Rennstall aus Faenza für Alex zum entscheidenden Karriereschritt wurde: "Gresini war für Alex viel wichtiger als für mich. Er war praktisch schon aus der MotoGP raus. Er hat auf Gresini gesetzt, Gresini hat auf ihn gesetzt, und im vergangenen Jahr wurde er Vizeweltmeister."

Tatsächlich entwickelte sich Alex Marquez bei Gresini zu einem konstanten Spitzenfahrer. Nach seinem Wechsel auf die Ducati fand er schnell den Anschluss an die Spitzengruppe und empfahl sich mit starken Leistungen für die Beförderung auf den aktuellen Prototypen, den er bei Gresini in diesem Jahr fährt.

"Und im nächsten Jahr wird er in einem Werksteam fahren", erinnert Marc Marquez an den Wechsel seines Bruders ins KTM-Werksteam zum Beginn der neuen Regelära 2027.

Ohne Alex keine Gresini-Wechsel

Für Marc selbst hatte sein eigener Wechsel vor allem einen anderen Hintergrund. Ausschlaggebend sei gewesen, dass sein Bruder bereits bei Gresini unter Vertrag stand. "Dass Alex dort war, war der Hauptgrund, warum ich zu Gresini gewechselt bin."

Sportlich fand der Spanier dort genau die Voraussetzungen, die er nach den schwierigen Jahren mit Honda gesucht hatte. Nach zahlreichen Verletzungen, darunter der folgenschwere Oberarmbruch von Jerez 2020, und einer langen sportlichen Durststrecke benötigte Marquez vor allem ein Umfeld, in dem er neues Vertrauen aufbauen konnte.

"Dort habe ich das richtige Umfeld und das richtige Motorrad gefunden, um mich wieder weiterzuentwickeln und aus diesem Albtraum herauszukommen", so der Spanier. Rückblickend war das Gresini-Kapitel damit für beide Brüder ein entscheidender Wendepunkt, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

Während Marc Marquez dort den Grundstein für seine Rückkehr an die MotoGP-Spitze legte und sich für den Wechsel ins Ducati-Werksteam empfahl, erhielt Alex die Chance, seine Karriere neu zu beleben und sich dauerhaft in der Weltspitze zu etablieren.

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