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Marc Marquez: "Konnte vor zwei Wochen noch kein Glas Wasser heben"

Bei einem Event in seiner Heimat Cervera hat Marc Marquez verraten, wie schwer er nach der Schulter-OP wieder zu Kräften kam und was das für die Saison 2020 heißt

Marc Marquez: "Konnte vor zwei Wochen noch kein Glas Wasser heben"

Dass MotoGP-Weltmeister Marc Marquez auf dem Motorrad nicht nur sagenhaft schnell ist, hat er mit seinem sechsten Titelgewinn in der Königsklasse 2019 hinlänglich unter Beweis gestellt. Nun demonstrierte er im Rahmen einer ungewöhnlichen Aktion, das er auf zwei Rädern auch im Stande ist, Bilder zu malen.

Dafür funktionierte er das Hinterrad einer Honda CBR1000RR zum Pinsel um und ließ die Farbe mit viel Gefühl am Gas auf acht Leinwände spritzen, die die Jahre seiner bisherigen WM-Erfolge symbolisieren sollen. An diesem Mittwoch wurden die Werke im Museum seiner Heimatstadt Cervera der Öffentlichkeit präsentiert.

"Es war eine wirklich coole Erfahrung. Am Anfang war ich mir nicht sicher, ob ich gut darin sein würde, aber indem ich mit dem Gas etwas spielte, kam etwas wirklich Tolles dabei heraus", kommentierte Marquez seine Malkünste.

Marquez sieht kleine Fortschritte bei der Reha

"Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr ein neuntes Bild machen kann. Das wäre ein Zeichen dafür, dass wir unser Ziel erreicht haben." Damit meint der 26-Jährige natürlich die Titelverteidigung. Doch bis es soweit ist, muss sich Marquez erst einmal gänzlich von seiner Operation an der rechten Schulter Ende November 2019 erholen.

Eigentlich war angesichts der Schwere der Verletzung erwartet worden, dass sich der Spanier schneller und einfacher erholen würde als bei seiner Schulter-OP im vorangegangen Winter. Doch das ist nicht der Fall, wie Marquez zugab.

"Die Rehabilitation war komplexer als gedacht und brachte einige Schwierigkeiten mit sich. Im Vorjahr war ich gerade rechtzeitig zu den Tests bereit und dieses Jahr wird es ähnlich sein. In den letzten beiden Wochen haben wir einen Schritt nach vorn gemacht, aber noch vor Reyes (Heilige Drei Könige) war ich nicht optimistisch."

Anfang Januar noch "null Kraft" in der Schulter

Warum die Genesung sich so schwierig gestaltet, erklärte der Honda-Pilot so: "Die Ärzte warnten mich, wenn man die Schulter öffnet, gibt es viele Nerven und Muskeln, und man könnte etwas berühren, das bestimmte Muskeln betrifft, die für die Beweglichkeit und Kraft der Schulter sehr wichtig sind, und daran arbeiten wir."

Bis vor zwei Wochen habe er noch "null Kraft" gehabt und nicht einmal ein Glas Wasser heben können, betonte der MotoGP-Champion. "Aber in den letzten Tagen wurde der Nerv stimuliert, und wir haben uns deutlich verbessert", sagte er.

"Ich mache zwei Stunden Rehabilitation am Morgen und zwei weitere am Nachmittag. Ich verbringe fast den ganzen Tag damit, an meinem Körper zu arbeiten, und versuche, mich zu verbessern, weil ich immer daran denke, dass das erste Rennen schon im März in Katar stattfindet und die Fristen eingehalten werden müssen."

MotoGP-Weltmeister erwartet erstarkte Gegner

Zuvor gilt es, sich auf den ersten offiziellen MotoGP-Test des Jahres in Sepang vorzubereiten. Nur noch 15 Tage bleiben und seit den letzten Tests in Jerez Ende November ist Marquez kein Motorrad mehr gefahren. Das will er noch vor Malaysia ändern, da er glaubt, dass "es sonst wenig Sinn hat, den Test in Sepang durchzuführen".

Mit Blick auf den Saisonstart könnte die Verletzung ein Handicap für Marquez sein, doch der 26-Jährige versprach: "Es ist jetzt schwierig zu wissen, was für eine Saison wir haben werden. Auf jeden Fall wird mich die Schulter von nichts abhalten."

"Im vergangenen Jahr habe ich das Arbeitspensum in den ersten drei oder vier Rennen auch gestemmt und ich hoffe, dass ich dieses Jahr vom ersten Rennen an voll durchstarten kann", sagt der Weltmeister. "Es wird eine wettbewerbsintensive Saison, denn in diesem Jahr werden die Gegner sicherlich einen Schritt nach vorne machen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie MotoGP
Fahrer Marc Marquez
Teams Repsol Honda Team
Urheber Juliane Ziegengeist