Marc Marquez und Francesco Bagnaia: Das schätzen die beiden aneinander
Keinerlei Spannungen: Marc Marquez findet lobende Worte für seinen Ducati-Teamkollegen, und auch Francesco Bagnaia räumt mit alten Vorurteilen auf
Marc Marquez und Francesco Bagnaia sind seit 2025 Teamkollegen bei Ducati
Foto: Getty Images
Lange galt die Zusammenarbeit zwischen Marc Marquez und Francesco Bagnaia im Ducati-Werksteam als potenzieller Konfliktherd. Zu groß schienen die sportliche Rivalität und die Vorgeschichte der beiden Lager im MotoGP-Paddock.
Doch in ihrer Zeit als Teamkollegen zeigt sich schnell: Das Verhältnis zwischen den beiden Ducati-Stars ist deutlich harmonischer, als viele ursprünglich erwartet hatten.
Marc Marquez findet in einem neuen MotoGP-Videoclip für seinen Teamkollegen vor allem lobende Worte. Besonders schätze er dessen Charakter. "Das Beste an Pecco ist, dass er unglaublich freundlich und immer ehrlich ist", sagt der Spanier.
Genau diese Offenheit sei auch der Schlüssel für die Zusammenarbeit innerhalb des Ducati-Werksteams: "Das Wichtigste ist, dass wir als Teamkollegen ein sehr gutes Verhältnis haben und immer ehrlich zueinander sind. Das ist das Entscheidende."
Bagnaia: Rossi-Fehde war nie meine Angelegenheit
Auch Bagnaia bestätigt, dass die öffentliche Wahrnehmung lange nicht der Realität entsprach. Aufgrund von Marquez' bewegter Karriere und seiner eigenen Vergangenheit als Schützling der VR46-Faherakademie von Valentino Rossi seien viele Spekulationen über das Klima in der Ducati-Box entstanden.
"Nach allem, was in Marcs Karriere passiert ist, und weil ich in Valentinos Akademie groß geworden bin, gab es viele Meinungen über unsere Beziehung in der Garage", erklärt der zweimalige MotoGP-Weltmeister und betont gleichzeitig: "Aber wie ich schon oft gesagt habe: Das war nie meine Angelegenheit."
Der Italiener habe sich nie an den alten Rivalitäten zwischen den verschiedenen Lagern beteiligt. Als Marquez Anfang 2025 ins Ducati-Werksteam wechselte und sein Teamkollegen wurde, sei er von Beginn an offen auf den Spanier zugegangen.
"Ich war vom ersten Moment an offen dafür, Marc kennenzulernen. Schon beim ersten Test haben wir angefangen, ein wirklich gutes Verhältnis aufzubauen", blickt Bagnaia zurück.
Enge Zusammenarbeit mit positiven Synergieeffekten
Das habe sich schnell auch auf die gemeinsame Entwicklungsarbeit übertragen. Beide Fahrer tauschen sich intensiv aus, analysieren gegenseitig ihre Daten und unterstützen sich bei der Abstimmung ihrer Motorräder. Eine Hand wäscht die andere.
"Wir haben angefangen, sehr viel zusammenzuarbeiten und gemeinsam Dinge zu analysieren. Ich habe versucht, Marc zu helfen, wenn er etwas gebraucht hat. Und wenn ich selbst Probleme hatte, hat er mir auf eine sehr positive Art geholfen", beschreibt Bagnaia die Synergieeffekte im Teamverbund mit Marquez.
Für ihn ist klar, warum die Zusammenarbeit so gut funktioniert: "Marc ist ein sehr intelligenter Fahrer, und wir arbeiten sehr gut zusammen." Nichtsdestotrotz wird das Duo sich die Garage nur noch in dieser Saison teilen. Danach wechselt Bagnaia zu Aprilia und Pedro Acosta wird Marquez' neuer Teamkollege.
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