Marc Marquez: Warum weniger manchmal mehr ist

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Marc Marquez: Warum weniger manchmal mehr ist
Stefan Ehlen
Autor: Stefan Ehlen
Co-Autor: Oriol Puigdemont
21.09.2016, 12:43

MotoGP-Spitzenreiter Marc Marquez erklärt, warum er 2016 lieber auf Sicherheit fährt, statt zu viele Risiken einzugehen.

Marc Marquez, Repsol Honda Team; Dani Pedrosa, Repsol Honda Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team
Dani Pedrosa, Repsol Honda Team, Marc Marquez, Repsol Honda Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team

"Ich bin vielleicht nicht der absolut Stärkste, aber insgesamt stehen wir am besten da", sagt Marquez. "Denn unterm Strich geht es in der Meisterschaft darum, konstant zu sein."

Und das ist Marquez bisher zweifelsfrei: Als einziger Fahrer im Starterfeld der MotoGP ist es ihm gelungen, in jedem Rennen in die Punkteränge vorzudringen. Niemand sonst kann eine so ausgeglichene Bilanz vorweisen. Und so kam auch Marquez' aktueller WM-Vorsprung von 43 Punkten zustande.

"Das große Ziel ist und bleibt der Titelgewinn. Aber um dieses Ziel zu erreichen, musst du in manchen Rennen eben auch mal zurückstecken", meint Marquez.

Das sind ganz neue Töne von dem jungen Spanier, der bislang vor allem durch spektakuläre und riskante Manöver aufgefallen ist und dank seiner vielen Siege bereits zweimal die MotoGP-WM gewonnen hat.

Doch 2016 nutzt Marquez die "Eichhörnchen-Taktik" und sammelt vor allem Punkte, nicht Siege. Nur dreimal hat der Honda-Pilot im Jahresverlauf bereits gesiegt. In allen MotoGP-Saisons vorher hatte Marquez bis zu diesem Zeitpunkt mindestens einmal mehr gewonnen.

Disziplin ist also das große Schlüsselwort. Nur selten erlaubt sich Marquez ein Abweichen von dieser Strategie – wie in Silverstone. "Da kam in den letzten Runden der alte Marc durch", sagt er heute. Ein überstürzter Angriff warf ihn zurück vom zweiten auf den vierten Platz.

Wie im vergangenen Jahr. "Damals fuhr ich ständig auf Angriff", meint Marquez. "Man sagte mir, ich sollte etwas Dampf herausnehmen, aber ich machte trotzdem weiter. Und am Ende reichte es nicht."

Über den Winter habe er sich daher eine neue Taktik zurechtgelegt. "Ich erkannte, ich muss die Saison ganz anders angehen. Ich weiß nun: Du kannst die Meisterschaft nicht in den ersten Rennen gewinnen, aber du kannst sie sehr wohl verlieren."

"Das umzusetzen", sagt Marquez, "war nicht einfach für mich. Ich war ständig hin- und hergerissen. Aber der neue Marc ist ein Jahr älter und reifer." Ob er damit auch wieder ein Weltmeister wird? "Das sehen wir dann am Saisonende…"

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