Marc VDS auf Partnersuche: Werksmotorrad eine Bedingung

Marc-VDS-Teamchef Michael Bartholemy wünscht sich einen Dreijahresvertrag und ein Werksmotorrad. Gespräche mit Honda, Yamaha und Suzuki geführt.

Dass sich Tech 3 nach 20 Jahren von Yamaha trennt und ab dem kommenden Jahr mit KTM zusammenarbeiten wird, sorgt hinter den Kulissen für viel Bewegung. Weiterhin ist offen, mit wem Yamaha ab 2019 kooperieren wird. Wie bereits berichtet, interessiert sich Marc VDS für die M1. Aber Teamchef Michael Bartholemy hat auch Gespräche mit seinem bestehenden Partner Honda sowie mit Suzuki geführt.

"In Katar gab es ein Treffen mit diesen drei Firmen", wird Bartholemy von 'GPOne.com' zitiert. "Ich denke, in Argentinien wird die Situation klarer sein, da wir dort über Details sprechen können." Nach den ersten Sondierungsgesprächen könnten beim zweiten Saisonrennen schon konkretere Konzepte auf dem Tisch liegen. Schließlich müssen sich die Vertreter der Hersteller mit den Firmenzentralen in Japan abstimmen.

Vertragsunterzeichnung schon in Jerez?

Die Entscheidung könnte auch schon bald fallen. "Mein Ziel ist es, nach Jerez mit einem endgültigen Deal zu gehen. Ich glaube, nach Texas werden die Weichen gestellt sein." Eine Trennung von Honda wäre möglich, denn man wollte Marc VDS nur einen Einjahresvertrag anbieten. Das Team von Marc van der Straten will aber längerfristig planen. Eine Bedingung von Bartholemy ist es, eine Werksmaschine zu bekommen.

Honda hat das dritte Motorrad nach neuester Spezifikation bei Cal Crutchlow geparkt. Außerdem haben die beiden LCR-Fahrer Crutchlow und Takaaki Nakagami HRC-Verträge. Bei Ducati ist Danilo Petrucci im Pramac-Team der dritte Fahrer mit einer aktuellen Maschine. Tech 3 wird in Zukunft von KTM das gleiche Material wie das Werksteam erhalten. Um konkurrenzfähig zu sein, ist das gleiche Motorrad essenziell.

Derzeit hat Marc VDS die RC213V aus dem Vorjahr zur Verfügung. Die Rookies Franco Morbidelli und Tom Lüthi sollen sich derzeit ohne Druck auf die Königsklasse einstellen. "Ich habe mit Morbidelli gesprochen und will ihm 2019 ein Werksmotorrad geben", hält Bartholemy eine Bedingung in den Gesprächen mit den Herstellern fest. Honda und Yamaha wären dafür offen. "Aber ich habe noch keine Zusagen, weil sie Antworten aus Japan erhalten müssen. Ich erwarte einen Dreijahresvertrag und versuche ein Werksmotorrad zu bekommen", so Bartholemy.

Marc VDS stieg 2015 erstmals in die MotoGP auf und fährt seitdem ohne Unterbrechung mit Honda-Motorrädern. Auf der RC213V konnte Jack Miller dem Team 2016 in Assen sogar einen Sieg bescheren. In der Moto2 zählt Marc VDS seit Jahren zu den Spitzenteams. Über Sponsor Estrella Galicia ist man auch mit dem Moto3-Team von Emilio Alzamora, der mit Honda fährt, verbunden.

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