Marini und Rossi mit je 28 WM-Punkten: "Wir haben den gleichen Speed"

Die Brüder Luca Marini und Valentino Rossi liefern sich außerhalb der Top 10 viele Duelle - Beide haben 28 WM-Punkte - Marini will so viel wie möglich lernen

Marini und Rossi mit je 28 WM-Punkten: "Wir haben den gleichen Speed"

Ein fünfter Platz beim turbulenten Regenfinish in Spielberg 2 ist das bisher beste MotoGP-Ergebnis von Luca Marini. In 14 Rennen hat der Italiener 28 WM-Punkte gesammelt. Damit ist er deutlich hinter den anderen Rookies Jorge Martin (71 Punkte) und Enea Bastianini (61).

Abgesehen vom zweiten Rennen in Österreich bewegte sich Marini meist im hinteren Mittelfeld. Ihm gelangen noch sieben Ergebnisse im Bereich von Platz zwölf bis 15. Bei sechs Rennen sah Marini außerhalb der Punkteränge die Zielflagge. Einen Ausfall hatte er noch nicht.

Damit ist er meistens im gleichen Bereich wie Halbbruder Valentino Rossi zu finden. "Wir haben einen ähnlichen Speed", sagt Marini bei 'MotoGP.com'. "Deshalb treffen wir uns auch oft in den Rennen. Es sind immer großartige Duelle."

"Ich genieße es sehr, mit ihm zu kämpfen. Wenn wir uns im Training auf der Strecke begegnen, versuchen wir uns zu helfen." Dass beide den gleichen Speed fahren, zeigt auch die WM-Wertung. Sowohl Marini als auch Rossi haben 28 Zähler auf dem Konto.

Für Marini ist 2021 ein Lernjahr

Für Marini ist das Jahr eine klassische Rookie-Saison. Da es seit dem ersten Katar-Rennen nur drei offizielle Testtage gab, ist der Lernprozess auf die Rennwochenenden konzentriert. Das versucht Marini auch zum Beispiel im Duell mit Rossi bestmöglich umzusetzen.

"Die erste Erfahrung mit dem MotoGP-Bike war unglaublich. Man muss sehr fokussiert sein und perfekt spüren, wie das Gefühl vom Motorrad und den Reifen ist. Dazu kommt die Elektronik. Die Kommunikation mit der Crew ist sehr wichtig. Das versuche ich von meinem Bruder zu lernen."

Luca Marini

Im nächsten Jahr hat Luca Marini im VR46-Team bessere Voraussetzungen

Foto: Motorsport Images

"Ich habe verstanden, dass man hinter jedem Fahrer lernen kann", sagt der 24-jährige Italiener. "Alle sind sehr schnell. Wenn man jemandem folgt, muss man seine Augen öffnen. Manche Fahrer machen auf bestimmten Strecken etwas Besonderes."

Während das Esponsorama-Team auf Ducati-Motorräder Jahrgang 2019 zurückgreifen muss, wird Marini im nächsten Jahr im neuen VR46-Team eine aktuelle Ducati-Spezifikation haben. Sein Teamkollege wird Marco Bezzecchi sein.

Demnächst soll das VR46-Team mit allen Details vorgestellt werden. "Das wird interessant", ist Marini überzeugt. "Ich bin mit der Situation für nächstes Jahr sehr zufrieden. VR46 macht es sehr gut. Wir wollen so wie in der Moto2 schnell und konkurrenzfähig sein."

In der Moto2 fuhr Marini von 2018 bis 2020 für das Team seines Halbbruders. Fünf Polepositions, sechs Siege, insgesamt 15 Podestplätze und Vizeweltmeister 2020 lautet seine Ausbeute.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Aleix Espargaro: Ist Erwartung nach Podestplatz zu hoch gestiegen?
Vorheriger Artikel

Aleix Espargaro: Ist Erwartung nach Podestplatz zu hoch gestiegen?

Nächster Artikel

Valentino Rossi: Evolution des MotoGP-Fahrstils nicht Grund für Rücktritt

Valentino Rossi: Evolution des MotoGP-Fahrstils nicht Grund für Rücktritt
Kommentare laden