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Marquez-Vertrauter erstaunt: "Kein Fahrer hat sich als Führer positioniert"

Santi Hernandez, langjähriger Crew-Chief von Marc Marquez, zeigt sich über den Verlauf der MotoGP-Saison 2020 verwundert und nennt dabei vor allem drei Namen

Marquez-Vertrauter erstaunt: "Kein Fahrer hat sich als Führer positioniert"

In der MotoGP-Saison 2020 kristallisierte sich in Abwesenheit des damals noch amtierenden Weltmeisters Marc Marquez (Honda) lange kein Favorit auf den Titel heraus. Erst im vorletzten Saisonrennen fiel die Entscheidung: Suzuki-Pilot Joan Mir krönte sich mit einem siebten Platz in Valencia zum Weltmeister.

Santi Hernandez, Crew-Chief des verletzten Marquez, gesteht im Interview mit 'Motorsport.com', dass der Verlauf der Saison ihn überrascht habe: "Diejenigen, die auf den Tisch hauen und sich als Führer positionieren mussten, haben es nicht getan. Das hat keiner der Fahrer", analysiert der Spanier.

"Überraschend ist, dass Leute wie Vinales, Quartararo oder Dovizioso in einer anderen Welt waren. Es ist, als hätte man den Windhunden den Hasen weggenommen und sie würden nicht mehr laufen", spricht er jene Piloten an, die zu Beginn der Saison zum engeren Kreis der Favoriten auf den Titel gezählt worden waren.

Von Vinales, Quartararo, Dovizioso negativ überrascht

"Quartararo gewann die ersten beiden Rennen in Jerez und verschwand dann", blickt Hernandez auf den Yamaha-Doppelsieg in Spanier zurück. "Ich war ziemlich überrascht."

Danach schaffte es Fabio Quartararo nur noch ein einziges Mal aufs Treppchen - bei seinem dritten Saisonsieg in Barcelona. Viele Ausreißer nach unten warfen ihn schließlich auf Platz acht in der Gesamtwertung zurück. Vizeweltmeister wurde sein Petronas-Teamkollege Franco Morbidelli auf der Vorjahresmaschine.

Einige Konkurrenten und Teams führten bei der Erklärung der vielen Leistungsschwankungen auch die neue Hinterreifen-Spezifikation von Michelin immer wieder an. Wie wäre wohl Marc Marquez mit dieser neuen Situation umgegangen?

Marquez holt mehr aus dem Bike heraus als drinsteckt

"Was ich sagen kann, ist, dass Marc unter den Fahrern, mit denen ich gearbeitet habe, derjenige ist, der sich am besten an ungünstige Situationen anpassen kann", betont sein Crew-Chief. "2016 zum Beispiel gewann er die Weltmeisterschaft mit einem Motorrad, das laut den Aussagen der anderen schlechter war als die anderen."

Er habe dennoch gewonnen, "weil er geliefert hat, was das Motorrad nicht hatte". Das auch 2020 zu beweisen, gelang Marquez nach einer Verletzung beim Saisonauftakt in Jerez jedoch nicht. Seither hat der Honda-Pilot kein Rennen mehr bestritten. Wann genau er nach nunmehr drei OPs zurückkehren kann, bleibt weiter unklar.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie MotoGP
Fahrer Marc Marquez , Fabio Quartararo
Urheber Juliane Ziegengeist