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Marquez von P4 auf P10 zurückversetzt: Gegenargument ja, Einspruch nein

Marc Marquez mit 16 Strafsekunden am Assen-Sonntag: Was sein Duell mit Enea Bastianini damit zu tun hatte und warum er Fabio Di Giannantonio früh vorbei ließ

Marquez von P4 auf P10 zurückversetzt: Gegenargument ja, Einspruch nein

Nach intensiven Duellen zwar nicht ganz vorne, aber doch in der Spitzengruppe, kam Gresini-Ducati-Pilot Marc Marquez am Sonntag im Grand Prix der Niederlande in Assen als Vierter ins Ziel. Diesen vierten Platz hat er aber gut zwei Stunden nach dem Rennen verloren.

Grund: Weil der Luftdruck im Vorderreifen seiner Ducati GP23 ein wenig länger als erlaubt unter dem Mindestreifendruck von 1,8 bar lag, hat Marquez nachträglich 16 Strafsekunden aufgebrummt bekommen. Damit rutscht er im offizielen Endergebnis des Rennens vom vierten auf den zehnten Platz ab.

"Das ist schade, aber die Regeln sind die Regeln", sagt Marquez in seiner Medienrunde am Sonntag. Diese wurde nach hinten verschoben, weil erst noch eine Besprechung mit den Rennkommissaren angesetzt wurde. Bei dieser Besprechung ging es darum, dass Marquez und das Gresini-Team bewirken wollten, die Reifendruckstrafe aufzuschieben. Warum, das erklärt der sechsmalige MotoGP-Weltmeister selber.

Im Duell mit Bastianini: Marquez kommt von der Strecke ab

"Ich hatte es ganz gut im Griff. Womit ich aber nicht gerechnet hatte, das war die Berührung mit Enea. Er hat mich von der Strecke gedrückt", so Marquez. Damit spricht der Gresini-Pilot auf seinen Kampf mit Ducati-Werkspilot Enea Bastianini um die vierte Position an. Sechs Runden vor Schluss ging Bastianini in Kurve 1 an Marquez vorbei, wobei Marquez von der Strecke abkam.

 

Genau dieses kurzzeitige Verlassen der Strecke im Bereich von Kurve 1 und Kurve 2 war laut Marquez entscheidend, dass sein Reifendruck über die komplette Renndistanz von 26 Runden gesehen länger als erlaubt niedriger war als erlaubt.

"Als ich in dieser Runde neben der Strecke war, war ich eine Sekunde langsamer. In den Kurven 3 und 5 habe ich nicht voll gepusht, weil ich nicht wusste, wie sich der Reifen nach dem Umweg neben die Strecke verhalten würde. Der Druck ging wieder nach unten und es dauerte zwei Runden, bis er wieder auf normalem Level war. Mit diesen zwei Runden lag ich unter dem Minimum, was heute 15 Runden waren", so Marquez.

Dass er am Sonntag Probleme bekommen können, den Reifendruck für mehr als 40 Prozent der Renndistanz über dem vorgeschriebenen Mindestlevel von 1,8 bar zu halten, dass hatte Marquez schon früher im Rennen befürchtet. In der Anfangsphase nämlich winkte er im Kampf um die dritte Position plötzlich Fabio Di Giannantonio (VR46-Ducati) ohne erkennbaren Grund vorbei. Eine Info von der Rennleitung, sich eine Position zurückfallen zu lassen, gab es nicht.

 

Auch Di Giannantonio wusste in diesem Moment nicht, warum ihn Marquez vorbeiwinkte. Auf Nachfrage, ob er glaubt, dass der Reifendruck der Grund gewesen sein könne, antwortet der VR46-Pilot nach dem Rennen: "Ich weiß es nicht, aber ich vermute es. Es könnte sein, dass das der Grund war."

Wie Marquez erklärt, war seine Sorge um den Reifendruck in der Tat der Grund: "Wie man sehen konnte hatte ich einen guten Start. Dann aber verhielt sich der Vorderreifen irgendwie seltsam. Der Reifendruck war extrem niedrig. In dieser Phase habe ich 'Diggia' vorbeigelassen - einfach, um den Reifendruck in den Griff zu kriegen."

"Von da an fuhr ich fast das gesamte restliche Rennen hinter ihm", sagt Marquez. In der Schlussphase kam der Gresini-Pilot dann doch wieder am VR46-Piloten vorbei. Die Berührung mit Duell mit Ducati-Werkspilot Enea Bastianini aber kostete ihn rückblickend nicht nur einen möglichen Podestplatz, sondern aufgrund der 16-Sekunden-Strafe letztlich auch eine Top-5-Platzierung.

Marquez dachte, Bastianini wird bestraft

War Bastianini in diesem Moment zu aggressiv unterwegs? "Um ehrlich zu sein hatte ich damit gerechnet, dass er sich eine Position zurückfallen lassen muss", sagt Marquez und argumentiert: "Ich meine, wenn du einen anderen Fahrer berührst und dieser Fahrer deshalb von der Strecke abkommt... Das hätte eine Strafe geben müssen, keine hohe, aber einfach eine Position hergeben und weiter geht's."

Bastianini freilich sieht die Sache anders: "Marc und ich, wir haben drei- oder viermal die Bremse wieder losgelassen. Ich war innen. Da öffnete er die Bremse wieder, dann ich wieder, dann er wieder, dann ich wieder. Das war wirklich seltsam. Ich aber war innen, er war außen. Er wollte rüberziehen, aber das Risiko hatte er ja in dem Moment, nicht ich. Ich war innen."

Marc Marquez, Enea Bastianini, Fabio Di Giannantonio

Marquez, Bastianini, Di Giannantonio: Im neuen Endergebnis Zehnter, Dritter, Vierter

Foto: Motorsport Images

Marquez ist trotzdem nicht sonderlich angetan, dass die Kommissare den Ducati-Werkspiloten in dieser Szene haben davonkommen lassen. "Es gab keine Strafe gegen ihn. Stattdessen habe ich die Reifendruckstrafe kassiert", ärgert sich der Gresini-Pilot.

Für einen Einspruch gegen die 16-Sekunden-Strafe hätte das Gresini-Team eine Stunde lang Zeit gehabt. Diese Zeit aber ist seit Bekanntgabe der Strafe mittlerweile verstrichen. Man hat von einem Einspruch abgesehen und akzeptiert die Strafe.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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