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Mega-Vertrag mit Honda: So erklärt Marc Marquez seine Entscheidung

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Mega-Vertrag mit Honda: So erklärt Marc Marquez seine Entscheidung
Autor:
Co-Autor: Oriol Puigdemont
21.02.2020, 16:19

Bis 2024 bleibt Marc Marquez der Marke Honda treu - Den Anstoß dafür gab der Hersteller, doch lange überlegen musste MotoGP-Champion nicht, wie er zugibt

Dass MotoGP-Weltmeister Marc Marquez seinen Vertrag mit Honda verlängern würde, war keine große Überraschung. Dass er sich allerdings gleich für vier weitere Jahre, also bis einschließlich 2024, verpflichten würde, kam für viele dann doch unerwartet. Am Rande des Katar-Tests, der morgen startet, erklärte er seine Wahl.

"Natürlich bin ich zunächst einmal sehr glücklich. Den Vertrag mit Honda HRC um vier Jahre zu verlängern, ist etwas, das ich nicht erwartet habe. Aber es stimmt, dass ich immer versuche, Schritt für Schritt meinem Herzen zu folgen, und mein Herz war bei Honda", sagt Marquez. Mit Honda verbindet ihn eine lange Erfolgsgeschichte.

2013 ermöglichte der Hersteller dem damals 20-Jährigen den Aufstieg in die Königsklasse, und zwar direkt ins Werksteam. Eine Tatsache, an die Marquez erinnert, als er über seine Vertragsverlängerung spricht. Zudem betont er: "Wir versuchen immer, den besten Kompromiss zu finden, und das tun wir, vor allem in technischer Hinsicht."

Marquez dachte ursprünglich an Zweijahresvertrag

Das sei für ihn das Wichtigste an diesem Projekt gewesen. "Es ist ein langes Projekt, aber es ist der beste Weg, um sich auf den Kampf um den Titel zu konzentrieren", sagt der Honda-Pilot. "Diese Art von Vertrag gibt mir ein besonderes Vertrauen in mich und in sie. Und was die technische Seite betrifft, war es ein wirklich gutes Projekt."

Die Idee, nicht nur um zwei, sondern gleich vier Jahre zu verlängern, stammte von Honda, wie Marquez bestätigt. "Es ist etwas, mit dem Honda auf mich zukam, und ich fragte mich: 'Warum nicht?' Wir fingen an, darüber zu sprechen, vor allem über die technische Seite, denn wie ich schon sagte, ist das ein wichtiger Aspekt."

Der Spanier ist überzeugt: "Honda HRC ist der beste Hersteller dafür und ich glaube, es ist der beste Weg, um ruhig zu sein, um dieses besondere Vertrauen zwischen uns zu haben und sich einfach auf das Projekt zu konzentrieren. Mit der Leistung des Motorrads kann ich versuchen, meine Leistung zu verbessern und jedes Jahr um die WM zu kämpfen."

Puig: Gemeinsam entwickeln, gemeinsam siegen

Dass Außenstehende nun kritisieren, er müsse beweisen, dass er dazu auch mit einem anderen Hersteller in der Lage ist, prallt an Marquez ab. "Das ist mir egal", sagt er. "Ich folge einfach meinem Instinkt und folge dem, was ich will. Und ich will gewinnen. Das ist das Hauptziel, und um es zu erreichen, bleibe ich bei Honda HRC."

Frei nach dem Motto: Never change a winning team. Honda-Teammanager Alberto Puig, der 2018 in dieser Funktion Livio Suppo ablöste, erinnert daran: "Marc ist schon seit vielen Jahren bei Honda. Mittlerweile sind es sieben Jahre, glaube ich, eine lange Zeit. Er hat sechs Titel gewonnen." Nur einmal, 2015, wurde er nur WM-Dritter.

"Wenn man über die Zukunft nachdenkt, gibt es keinen besseren Weg, um unsere Maschinen weiterzuentwickeln, als mit dem wahrscheinlich stärksten Fahrer auf der Rennstrecke. Das ist also der Grundgedanke, wir wollten eine Vereinbarung erreichen, die unsere Entwicklung sichert und uns gleichzeitig Titel und Siege bringen kann", so Puig.

Dream Team will sich verschärftem Wettbewerb stellen

Entscheidend dabei sei, dass dieses Vertrauen ineinander auf Gegenseitigkeit beruht: "Honda vertraut Marc und Marc vertraut Honda. Die Ziele sind die gleichen: sich verbessern und versuchen zu gewinnen, ernsthaft zu gewinnen. Deshalb glauben wir an sein Potenzial und daran, dass Marc an HRC und die Honda-Technologie glaubt."

Dabei ist sich Puig aber durchaus bewusst, dass es kein Selbstläufer wird. "Der Rennsport ist eine komplizierte Welt und wir haben immer großen Respekt vor unseren Konkurrenten. Sie alle sind besser geworden", weiß der Teammanager. "Wir denken, dass das, was wir getan haben, gut ist, und wir sind mit dieser Entscheidung zufrieden."

Mit Bildmaterial von Repsol.

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