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"Mehrere Fahrer mit unserem Bike schnell": Ducati zieht Zwischenfazit

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"Mehrere Fahrer mit unserem Bike schnell": Ducati zieht Zwischenfazit
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18.08.2019, 12:03

Ducati-Technikchef Davide Barana betont, dass man ein großes Augenmerk auf das Kurvenverhalten legt - Chassis-Entwicklung wird nicht vernachlässigt

Drei MotoGP-Rennen hat Ducati in der laufenden Saison gewonnen. Im Vorjahr konnte die italienische Marke fünf der ersten elf Grands Prix für sich entscheiden. Hat sich die Konkurrenz und damit in erster Linie Honda und Marc Marquez gesteigert, oder ist Ducati stehengeblieben? "Die Wahrheit liegt immer in der Mitte", meint Technikdirektor Davide Barana. "Wir sehen, dass Honda die Performance verbessert hat, vor allem bei der Beschleunigung."

"Wir sehen aber auch, dass sie an verschiedenen Bereichen des Motorrads arbeiten", sagt der Ducati-Techniker mit Blick auf den Gegner Nummer 1. "Sie arbeiten an der Aerodynamik und ändern viele Teile. Das sind große Änderungen, die nicht gewöhnlich sind. Auf der anderen Seite sind wir Zweiter und Dritter. Und auch Jack macht es gut. Das heißt, dass verschiedene Fahrer mit unserem Motorrad schnell fahren können."

"Das ist der Beweis, dass wir uns mit unserem Motorrad auf einem soliden und konstanten Entwicklungsweg befinden. Aber wenn wir auf Marc blicken, dann ist der Abstand zu groß. Das heißt, wir müssen härter als bisher arbeiten", hält Barana fest. "Wir wissen wo wir einiges gewinnen können, nämlich beim Kurvenverhalten des Motorrads." Chronisches Untersteuern ist seit Jahren die DNA der Desmosedici.

Fokus liegt auf Chassis-Entwicklung

Doch kann man diese Charakteristik überhaupt ändern? "Es ist natürlich auch wichtig, dass wir weiterhin unsere Stärken verbessern. Denn wenn man sich nur auf einen Bereich konzentriert, besteht das Risiko, dass man Vorteile in anderen Bereichen einbüßt. Ein besseres Kurvenverhalten zu erreichen ist ein langer Prozess. Leider ist das heute ein Prozess von Versuch und Irrtum. Das braucht sehr lange, denn man muss bei Tests beweisen, das etwas wirklich effektiv ist."

Davide Barana

Ducati-Technikchef Davide Barana sieht das Motorrad auf einem guten Stand

Foto: Ducati

Seit Ducati 2003 in die MotoGP eingestiegen ist, sind die Italiener auch durch die Desmodromische Ventilsteuerung für leistungsstarke Motoren bekannt. Zu Beginn verwendete man Stahlgitterchassis und später experimentierte man mit Carbon-Chassis. Seit 2012 setzt man so wie die Konkurrenz (mit Ausnahme von KTM) auf ein Aluminium-Chassis. Hat Ducati über die Jahre zu sehr das Augenmerk auf den Motor gelegt und zu wenig auf das Chassis?

Wäre es für Ducati ohne Marc Marquez als Gegner einfacher?

"Das glaube ich nicht", meint Barana, "vielleicht haben wir beim Motor mehr Erfahrung. Vielleicht ist es für uns einfacher, einen Motor zu entwickeln als ein Chassis. Das stimmt vielleicht, aber wir kümmern uns auch mit maximalem Einsatz um die Chassis-Entwicklung. Turning ist immer noch unser Hauptproblem und in Zukunft werden wir uns noch stärker um diesen Bereich kümmern." Denn vor allem Honda hat bei der Motorleistung zu Ducati aufgeschlossen.

Wäre das Leben für Ducati einfacher, wenn es keinen Marc Marquez geben würde? "Schwierig zu sagen. Es ist nicht so einfach sich vorzustellen, dass wir ohne Marquez Erster und Zweiter wären", sagt der Ducati-Techniker. "Ich würde aber sagen, dass es einfacher wäre als im Vorjahr. Wir sind oft Zweiter geworden. Vielleicht könnten wir die WM gewinnen - wer weiß. Aber es ist irrelevant darüber zu sprechen, denn es gibt Marquez und wir müssen gegen ihn und Honda antreten und versuchen zu gewinnen."

Nach elf Saisonrennen sind Andrea Dovizioso und Danilo Petrucci auf den Positionen zwei und drei. 58 beziehungsweise 94 Punkte beträgt der Rückstand auf Marquez. Die Herstellerwertung führt Honda 43 Zähler vor Ducati an. Dafür hat Ducati in der Teamwertung die Nase vorne und hat 49 Punkte Vorsprung auf das Honda-Werksteam.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie MotoGP
Urheber Gerald Dirnbeck