Miguel Oliveira rätselt über Formtief: "Weiß nicht, was ich ändern kann"

In der zweiten Saisonhälfte sammelt Miguel Oliveira nur neun WM-Punkte und ist frustriert - Pit Beirer glaubt, dass die KTM ein breiteres Arbeitsfenster benötigt

Miguel Oliveira rätselt über Formtief: "Weiß nicht, was ich ändern kann"

Vom letzten Startplatz aus beendete Miguel Oliveira das Valencia-Rennen als 14. Das setzte einen Endpunkt hinter eine schwierige Saison für den KTM-Fahrer. In Mugello wurde der Portugiese Zweiter. Anschließend gewann er in Mugello und legte auf dem Sachsenring einen zweiten Platz nach.

In der zweiten Saisonhälfte ging nichts mehr. In neun Rennen sammelte Oliveira neun WM-Punkte. Was hat sich im Vergleich zum Frühsommer geändert? "Das Gefühl ist nicht so anders", meint der 26-Jährige. "Bei diesen Rennen war das Motorrad okay, wir haben nicht viel verändert."

"Ich konnte mich mehr auf mich konzentrieren und etwas mehr Potenzial aus dem Motorrad herausholen. Jetzt ist das Motorrad so weit weg von unseren früheren Referenzen. Das ist ziemlich frustrierend, weil ich das Gleiche mache."

"Wir sehen an den Daten, dass die Linien okay aussehen. Aber die Rundenzeit kommt nicht und wir haben keine Performance. Für einen Fahrer ist das sehr frustrierend und momentan weiß ich nicht, wie ich die Situation ändern kann."

"Wir müssen jetzt genau analysieren, was ich anders machen kann und was das Motorrad braucht, damit meine Performance besser wird. Es ist ein Wettbewerb. Manchmal ist man Erster, manchmal Letzter. Das ist die Realität des Sports."

Miguel Oliveira, Iker Lecuona

Mit 94 WM-Punkten schloss Oliveira die Saison als WM-14. ab

Foto: Motorsport Images

Die Handgelenksverletzung, die sich Oliveira im ersten Spielberg-Training zugezogen hat, spielte ebenfalls eine Rolle: "Das hat es mir nicht erlaubt zu verstehen, was ich tun hätte können, wenn ich fit gewesen wäre. Das war auch frustrierend."

Teamkollege Brad Binder fuhr in der zweiten Saisonhälfte regelmäßig in die Top 10 und beendete die Saison als WM-Sechster. Der Südafrikaner hatte im kompletten Jahr nur einen einzigen Ausfall (Jerez) und gewann das zweite Rennen in Spielberg.

Pit Beirer: "Haben die Richtung verloren"

Trotzdem blieb KTM insgesamt hinter den Erwartungen. "Wir haben in den vergangenen Wochen die Richtung verloren", sagt Motorsportchef Pit Beirer bei 'MotoGP.com'. "Vor der Sommerpause war unsere Form besser. Miguel war unglaublich gut."

"Es war schön zu sehen, wie gut er mit dem Motorrad zurechtkam. Alles hat super gepasst. Dann fahren wir nach der Sommerpause in Spielberg zwei Runden und er hat bei dem Sturz eine Handverletzung. Von da an haben wir das komplette Paket nicht mehr zusammengebracht."

Pit Beirer

Pit Beirer erlebte zwei Saisonsiege, aber auch viele schwierige Momente

Foto: Motorsport Images

"Beim Motorrad haben wir Kleinigkeiten verändert. Der Fahrer war nicht zu hundert Prozent fit, um sagen zu können, ob das gut oder schlecht ist. Das Gefühl des Fahrers war gut, aber die Rundenzeiten sind nicht gekommen. Wir sprechen von Kleinigkeiten. Das Level ist sehr hoch."

Für die Zukunft wissen die Ingenieure, woran sie arbeiten müssen. Beirer erklärt: "Wir müssen ein breiteres Arbeitsfenster beim Motorrad finden. Wenn alles zusammenpasst, können wir Rennen gewinnen. Aber wenn sich zum Beispiel die Streckentemperatur ändert und der Fahrer nicht seinen besten Tag hat, dann fallen wir zu weit zurück. Für den Winter ist unser Ziel, in diesem Bereich einen Schritt zu machen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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