Miguel Oliveira: "Wir hatten das Gefühl, konkurrenzfähig zu sein, aber ..."

KTM-Pilot Miguel Oliveira hofft, in Misano auf die Erfolgsspur zurückzufinden, und erklärt, warum für ihn in den letzten Rennen nicht viel zu holen war

Miguel Oliveira: "Wir hatten das Gefühl, konkurrenzfähig zu sein, aber ..."

Nach vier enttäuschenden MotoGP-Wochenenden in Österreich, Silverstone und Aragon, bei denen Miguel Oliveira nur einmal punkten konnte, hofft der KTM-Pilot beim Grand Prix von San Marino an diesem Wochenende auf ein glücklicheres Händchen.

Seit der Sommerpause will es für den Portugiesen, der sich in Spielberg 1 am Handgelenk verletzte, nicht mehr so recht laufen. "Wir sind nicht dort gelandet, wo wir hätten sein sollen. Dafür gab es viele kleine Gründe. Aber so ist es manchmal im Rennsport. Es wird einem nichts geschenkt", sagt Oliveira selbst.

"Wir müssen daran arbeiten, die Vorstellung von einer Trendwende auch in die Tat umzusetzen." Viel fehlt nicht, glaubt der 26-Jährige: "Wir hatten das Gefühl, konkurrenzfähig zu sein, aber uns fehlten kleine Details in ein paar Trainings und Rennen."

Pech, technische Probleme, Reifen: Oliveira nennt Gründe

"Wir waren nicht in der Lage, alles perfekt zusammenzubringen. Hoffentlich gelingt uns das hier in Misano, einer Strecke, die zum Motorrad und zu mir passen sollte." In der vergangenen MotoGP-Saison beendete Oliveira das erste Misano-Rennen als Elfter, am zweiten konnte er sich dann bis auf Rang fünf steigern.

Über das letzte Rennwochenende, das er als 14. abschloss, sagt der KTM-Pilot rückblickend: "Aragon war frustrierend, weil ich im dritten Freien Training die schnellste KTM war, aber trotzdem ein bisschen was zur Top 10 fehlte. Meine gute Runde war eine unter gelber Flagge. So etwas kann das ganze Wochenende umkehren."

"Dann hatten wir im Qualifying ein paar technische Schwierigkeiten, die einfach zur falschen Zeit kamen. Wir konnten nicht wirklich viel tun. Ich war schnell, aber es passte nicht zusammen." Hinzu kamen wiederkehrende Probleme mit den Reifen.

Kein neues KTM-Chassis an Rennwochenende in Misano

"Die Reifen boten nicht genug Grip. Das war frustrierend. Momentan können wir uns das nicht wirklich erklären. Aber mit Sicherheit sind die Unterschiede zwischen den Reifen in dieser Saison viel deutlicher. Mehr Fahrer beklagen sich darüber", weiß Oliveira und spricht damit die jüngste Kritik an Michelin an.

Zwar betont Oliveira: "Wir versuchen immer, niemanden außerhalb unseres eigenen Einflusskreises zu beschuldigen, aber es häuft sich etwas zu sehr in letzter Zeit."

Angesprochen auf das neue KTM-Chassis, das er und Teamkollege Brad Binder in Aragon testeten, verrät Oliveira, dass es an diesem Wochenende nicht zum Einsatz kommen wird. "Wir glauben, dass wir mit dem aktuellen Paket gut aufgestellt sind. Den Rahmen jetzt zu testen, würde uns ein Stück weit im Weg stehen, anstatt uns wirklich zu helfen."

Stattdessen wird KTM den offiziellen MotoGP-Test in Misano in der kommenden Woche nutzen, um den Rahmen ausführlich zu studieren und Daten zu sammeln. Am Dienstag und Mittwoch haben alle Teams die Gelegenheit, neue Teile zu testen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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