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Miller "überrascht" vom KTM-Aus: "Drei Stunden vor Pressemitteilung ein Anruf"

Nach zwei Jahren muss sich Jack Miller von KTM verabschieden und reagiert enttäuscht - Er will woanders um seine MotoGP-Zukunft kämpfen und weitermachen

Miller "überrascht" vom KTM-Aus: "Drei Stunden vor Pressemitteilung ein Anruf"

Mit der Beförderung von Pedro Acosta ab der MotoGP-Saison 2025 ins KTM-Werksteam und mit der Verpflichtung von Maverick Vinales und Enea Bastianini ist klar, dass sich Jack Miller und Augusto Fernandez mit Saisonende von der KTM-Familie verabschieden müssen. Bei Fernandez hat sich das abgezeichnet.

Miller hatte bis zuletzt gehofft, auch in den nächsten beiden Jahren Teil des Projekts zu bleiben - wenn auch im Tech3-Team. Nach dem Grand Prix von Italien ist alles ganz schnell gegangen. KTM hat sich für die Zukunft für zwei neue Fahrer entschieden.

"Ich war überrascht", sagt Miller zerknirscht. "Das Letzte, das ich gehört habe, war, dass ich mich nicht darum kümmern muss, mit jemandem zu sprechen, weil sie mich in der Familie behalten wollen."

 

"Und dann bekommt man drei Stunden vor der Presseaussendung einen Anruf, dass man keinen Vertrag bekommt. Also ja, ich war überrascht - gelinde gesagt. Es ist, wie es ist. Ich hatte ihnen gesagt, dass ich nicht zu diesem Projekt gekommen bin, um nach zwei Jahren draußen zu sein."

"Ich habe das wahrscheinlich beste Motorrad im Feld verlassen, um hierher zu kommen und zu versuchen, mein Wissen einzubringen. Im Vorjahr haben wir etwas gebracht, um das Motorrad auf ein bestimmtes Level zu verbessern", betont der Australier.

"Jetzt stoßen wir etwas gegen eine Mauer, aber das liegt an der Entwicklung. Man kann nur bestimmte Informationen von einem anderen Hersteller einbringen, um vorwärts zu kommen. Nun müssen Teile kommen, Entwicklung muss passieren. Gegen diese Wand rennen wir momentan an."

Jack Miller

Nach Mugello ist Jack Miller nur auf WM-Position 16 zu finden

Foto: Motorsport Images

KTM-Motorsportchef Pit Beirer hat betont, dass Miller im Vorjahr KTM besser gemacht hat. Aber von diesen Fortschritten profitiert der Routinier momentan am wenigsten. Nur zweimal fuhr er in dieser Saison im Grand Prix am Sonntag in die WM-Punkteränge.

Miller will in der MotoGP bleiben

"Ich habe mich schon oft bewiesen", sagt Miller, "aber ich kann nicht sagen, dass ich zufrieden oder glücklich bin, wie die Dinge gelaufen sind. Deshalb bin ich nicht hier. Ich bin als Erster mehr als jeder andere enttäuscht."

"Aber wenn sich eine Türe schließt, geht eine andere auf. Als ich für KTM unterschrieben habe, war das ultimative Ziel, mit drei verschiedenen Marken zu gewinnen. Dieses Ziel gibt es immer noch. Es gibt Optionen, das ist die gute Sache."

Denn Miller sieht seine Zukunft weiterhin in der MotoGP: "Es geht darum, die Optionen abzuwägen und zu verstehen, was das Beste für meine Zukunft ist. Mit diesen Optionen auf dem Tisch gibt es momentan einen guten MotoGP-Platz für mich."

"Nächstes Jahr werde ich 30 Jahre alt. Ich spüre, dass ich in der MotoGP immer noch viel geben kann. Ich will hier immer noch gewinnen. Für dieses Jahr habe ich jeden Stein umgedreht und mein Trainingsprogramm verändert. Ich bin motivierter denn je."

"Ich suche nach einem langfristigen Zuhause für meine letzten starken Jahre in der MotoGP. Ich will an einem gemeinsamen Ziel arbeiten und dachte, ich hätte das [bei KTM] gefunden, aber so ist es nicht. Das sind solche Dinge, die ich abwägen muss."

"Ich habe genug Geld verdient und bin in einer glücklichen Lage. Darum geht es also nicht. Es geht darum, was ich für meine Karriere will", betont Miller. Und er will in den nächsten Jahren weiter Rennen fahren.

Testfahrer sein interessiert Miller nicht

Deswegen wäre eine Rolle als Testfahrer nicht interessant: "Ich sehe mich nicht als Testfahrer. Ich genieße das Rennfahren viel zu sehr. Mit einem Motorrad alleine im Kreis zu fahren, ist für mich nicht aufregend. Ich bin hier, um gegen 22 andere Motorräder anzutreten. Ich will Rennen fahren!"

Und falls sich für den verheirateten Familienvater doch kein MotoGP-Platz ergeben sollte? "Wenn meine Karriere morgen zu Ende gehen sollte, dann habe ich trotzdem mehr erreicht [als ich mir vorgestellt habe]."

Jack Miller

Seit 2015 fährt der Australier in der Königsklasse

Foto: Motorsport Images

"Aber ich spüre, dass ich noch viel geben kann und will hier noch etwas länger bleiben. Glücklicherweise habe ich nirgendwo im Paddock verbrannte Erde hinterlassen. Deshalb kann ich mit dem Großteil der Teams sprechen."

Während Miller um seinen Verbleib in der Königsklasse kämpfen will, ist der Abschied von Augusto Fernandez so gut wie besiegelt. "Ich muss einen anderen Platz finden", sagt der Moto2-Weltmeister von 2022. "Deshalb brauche ich gute Resultate. Die Zeit dafür ist jetzt. Die kommenden beiden Rennen sind wichtig. Ich brauche Ergebnisse."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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