Mir stürzt im Duell mit Quartararo: Handverletzung muss genäht werden
Eine Runde nach dem Überholmanöver gegen Quartararo ist Mirs Le-Mans-Rennen vorbei - Der Spanier verletzt sich bei einem Sturz eine Hand - Stiche sind nötig
Joan Mir konnte schließlich Fabio Quartararo überholen
Foto: Stephen Stephen
Joan Mir war beim Grand Prix von Frankreich in Le Mans der stärkste Honda-Fahrer und holte mit Platz sechs im Sprint zum zweiten Mal in dieser Saison im Samstagsrennen WM-Punkte.
Auch im langen Rennen kämpfte der Ex-Weltmeister in der Verfolgergruppe. Mir duellierte sich mit Lokalmatador Fabio Quartararo (Yamaha) und Ai Ogura (Trackhouse-Aprilia). Der Japaner war schließlich schneller als beide.
Mir hielt den Druck auf Quartararo hoch und konnte den Franzosen acht Runden vor Rennende überholen. Aber eine Runde später stürzte Mir und vergab damit den möglichen sechsten Platz.
Der Spanier hat von den ersten fünf Grands Prix nur einen beendet. Das war der 15. Platz in Jerez. Der Sturz in Le Mans hatte auch Konsequenzen. Mir erlitt eine Wunde an der rechten Hand, die genäht werden musste.
"Es ist enttäuschend, ein, wie ich finde, starkes Wochenende von unserer Seite so zu beenden", sagt Mir nach seinem siebten Sturz in diesem Jahr. "Es war ein sehr unerwarteter Sturz, weil wir mit dem harten Vorderreifen unterwegs waren."
"Als ich hinter Fabio war, konnte ich noch etwas sicherer fahren. Sobald ich ihn überholt hatte, wurde der Vorderreifen immer kälter. Ich musste attackieren, um zu versuchen, die Temperatur wieder hochzubringen."
Mir klappte in Kurve 11 das Vorderrad ein. "Es ist wirklich schade, was passiert ist, es war ein harter Sturz. Ich habe ein paar Stiche an der Hand, aber ich fühle mich gut. Es geht mir gut, und das ist das Wichtigste."
"Und ja, es war ein Jammer, weil ich denke, dass ein Top-5- oder sogar ein Top-3-Ergebnis möglich gewesen wäre. Wir müssen versuchen, mit mehr Sicherheitsmarge zu fahren, um solche Dinge zu vermeiden."
"Denn die Grenze zwischen Sturz und keinem Sturz ist bei diesem Motorrad sehr schmal." Wobei Mir in dieser Saison bisher der Honda-Fahrer mit den meisten Stürzen ist. Teamkollege Luca Marini ist bisher viermal gestürzt.
Zarco von mangelnder Performance enttäuscht
Die LCR-Fahrer Johann Zarco und Diogo Moreira hatten jeweils drei Stürze. Zarco konnte bei seinem Heimrennen diesmal keine Wunder vollbringen. Im Trockenen wurde er im Sprint Zehnter und im Grand Prix Elfter.

Johann Zarco konnte diesmal in Le Mans keine Wunder vollbringen
Foto: Getty Images Europe
"Ein schwieriger Samstag, ein schwieriger Sonntag", seufzt Zarco. "Ich bin sehr enttäuscht über den Mangel an Performance. Es ist aufschlussreich, wenn ich sehe, wie gut ich am Freitag begonnen habe und wie sehr ich dann zu kämpfen hatte."
"Es ist möglich, dass der kleine Sturz am Samstagmorgen das Vertrauen ein wenig beeinträchtigt hat. Und sobald man nicht mehr das volle Vertrauen in die Kurve mitnimmt, verliert man vielleicht überall ein bisschen."
"In diesem Rennen habe ich versucht, auf dem Motorrad zu bleiben, aber ich habe gemerkt, dass ich nicht konkurrenzfähig war. Ich hatte auch Schwierigkeiten bei der Beschleunigung. Also ja, ich bin enttäuscht über diesen Mangel an Performance."
Marini ärgert falsche Reifenwahl
Auch Marini, der den Grand Prix direkt vor Zarco als Zehnter beendete, ärgerte sich. Bei ihm war es die Reifenwahl. Während sich Zarco für den weichen Vorderreifen entschieden hatte, fuhr Marini so wie Mir den harten.
Laut Marini war das die "falsche" Entscheidung: "Es ist schade, wirklich sehr schade, aber wer hatte schon Sonne im Rennen erwartet? Als ich noch, ich weiß nicht, vielleicht 16 Runden vor mir hatte, sah ich, wie die Sonne herauskam."

Luca Marini ärgert sich über die falsche Reifenwahl
Foto: Getty Images Europe
"Ich sagte mir: Das kann ich nicht glauben! Es war wirklich schwierig, bis zum Ende durchzuhalten, weil sich das Motorrad so viel bewegte. Aber es stimmt, dass auch der harte Vorderreifen zu Beginn des Rennens schon etwas am Limit war."
"Ein Sturz wäre möglich gewesen, weil die Temperatur nicht so hoch war - wie das bei 'Pecco' passiert ist, glaube ich. Es war einfach schade, dass die Temperatur im Laufe des Rennens so stark angestiegen ist."
Trotzdem findet Marini den zehnten Platz "positiv", nachdem der Sprint für ihn mit einem Sturz schwierig verlaufen war. Aber im Vergleich zu Aprilia weiß der Italiener, dass Honda noch viel Arbeit vor sich hat.
"Ich habe Martin und Ogura zu Beginn des Rennens noch gesehen, und sie sind als Erster und Dritter ins Ziel gekommen. Ihr Tempo war unglaublich. Sie haben einen fantastischen Job gemacht, wirklich ein starkes Rennen."
"Wir müssen noch viel an unserem Paket arbeiten, weil es noch ein bisschen an Performance gefehlt hat - auch bei der Rennpace, wo wir normalerweise näher dran sind." Rookie Moreira schied im Grand Prix durch einen Sturz aus.
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