Monster Energy: Neuer Hauptsponsor für das MotoGP-Team von Aprilia
Monster Energy wird Hauptsponsor von Aprilia - Für Jorge Martin wird das zum Problem - Er hat einen persönlichen Vertrag mit Red Bull, den direkten Konkurrenten
Das Monster-Logo wird künftig auch auf der Aprilia zu sehen sein
Foto: Getty Getty
Aprilia hat der MotoGP-Saison 2026 bisher den Stempel aufgedrückt. Vier der ersten sechs Grand-Prix-Siege gingen an die Marke aus dem italienischen Noale. Marco Bezzecchi und Jorge Martin führen die Fahrer-WM auf den ersten beiden Plätzen an.
Allerdings ist Aprilia eines der wenigen MotoGP-Teams, das keinen Hauptsponsor hat. Das wird sich beim Grand Prix von Italien, der Ende Mai in Mugello stattfindet, ändern.
Laut Informationen von Motorsport.com Spanien, einer Schwesterplattform von Motorsport-Total.com, wird in Mugello der Energy-Drink-Hersteller Monster Energy als neuer Hauptsponsor präsentiert.
Aprilia und Monster haben eine Vereinbarung bis Saisonende getroffen. Beide Seiten haben großes Interesse daran, die Zusammenarbeit auch über 2026 hinaus fortzusetzen.
Für Aprilia bedeutet der Schritt eine wichtige finanzielle Spritze, vor allem aber eine Garantie für Stabilität für die kurz- und mittelfristige Zukunft. Hinzu kommt, dass Bezzecchi einen persönlichen Sponsorvertrag mit Monster besitzt.
Wie berichtet, wird zudem Francesco Bagnaia in der kommenden Saison als Teamkollege von Bezzecchi zu Aprilia wechseln. Auch der aktuelle Ducati-Fahrer hat einen persönlichen Vertrag mit Monster.
Daher hat die Vereinbarung zwischen dem Getränkeunternehmen und Aprilia eine Reichweite über 2026 hinaus, was den Eindruck erweckt, dass der aktuelle Schritt zeitlich vorgezogen wurde.
Normalerweise ist es unüblich, dass ein Team mitten in der Saison noch einen Hauptsponsor findet, denn Verträge werden in der Regel von einem Jahr auf das nächste abgeschlossen.
Das Engagement von Monster bei Aprilia erklärt sich auch damit, dass der Getränkehersteller seine Präsenz bei Yamaha zum Jahresende möglicherweise reduzieren könnte, wenn der Vertrag zwischen beiden ausläuft.
Dies würde es Monster ermöglichen, seine Kräfte auf Aprilia und auf Ducati zu konzentrieren, wo das Unternehmen Co-Sponsor ist. Marc Marquez hat seinen persönlichen Vertrag mit Red Bull pausiert und ist nicht zu Monster gewechselt.
Jorge Martin ist am stärksten betroffen
Die Nachricht bringt Jorge Martin in eine äußerst heikle Lage, da der Spanier, der bis Saisonende einen Vertrag mit Aprilia hat, Red-Bull-Fahrer ist und damit beim direkten Konkurrenten von Monster unter Vertrag steht.

Jorge Martin trägt das Red-Bull-Logo auf seinem Helm
Foto: Anadolu
Wie Motorsport.com Spanien erfuhr, prüft Martin, der eine sehr enge Beziehung zum österreichischen Getränkeunternehmen pflegt, alle Optionen. Dazu zählt auch ein Abgang von Red Bull und ein Wechsel zu Monster.
Das erscheint derzeit jedoch nicht als die wahrscheinlichste Lösung. Eine weitere Option wäre, seinen Vertrag mit Red Bull zu "pausieren", wie es Marquez getan hat. Das würde für Martin erhebliche finanzielle Einbußen bedeuten.
Martins Umfeld versteht, dass die Einigung mit Monster als Hauptsponsor eine große Chance für Aprilia darstellt und man der neuen Partnerschaft in keinem Fall Steine in den Weg legen wird.
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