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Morbidelli feiert MotoGP-Debütsieg, Rossi scheitert knapp am Misano-Podium

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Morbidelli feiert MotoGP-Debütsieg, Rossi scheitert knapp am Misano-Podium
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Yamaha-Pilot Franco Morbidelli holt sich beim Heimrennen in Misano souverän den Sieg - WM-Leader Fabio Quartararo stürzt zwei Mal - Valentino Rossi wird Vierter

Petronas-Yamaha-Pilot Franco Morbidelli hat sich mit einer souveränen Vorstellung beim ersten Misano-Rennen seinen ersten MotoGP-Sieg geholt. Der Italiener setzte sich vor 10.000 heimischen Fans gegen Landsmann Francesco Bagnaia (Pramac-Ducati) und Joan Mir (Suzuki) durch (zum Ergebnis). Valentino Rossi (Yamaha) musste sich beim Kampf ums Podium knapp geschlagen geben und wurde Vierter.

"Ich weiß nicht, wie sich das anfühlt", kommentiert Morbidelli, der sichtlich überrascht war. "Ich muss das alles erst verarbeiten. Ich genieße diesen Moment. Danke an mein Team und an alle, die mir geholfen haben. In den letzten Runden habe ich viel nachgedacht. Vor sieben Jahren bin ich hier italienische Superstock-Meisterschaft gefahren. Damals habe ich gewonnen. Jetzt fühlt es sich genauso an - nur viel, viel besser!"

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Franco Morbidelli, Petronas Yamaha SRT

Franco Morbidelli, Petronas Yamaha SRT
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Franco Morbidelli, Petronas Yamaha SRT

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Und auch für Bagnaia war das erste Heimrennen in Misano ein voller Erfolg. Der Italiener meldete sich eindrucksvoll zurück, nachdem er die vergangenen Rennen verletzungsbedingt verpasst hatte. "Die vergangenen fünf Wochen waren sehr schwierig. Das hat aber für den Ansporn gesorgt, dass ich hier konkurrenzfähig bin", bemerkt der Pramac-Pilot.

"Ich bedanke mich bei meinen Ärzten und meinem Physiotherapeuten. Ich kann nur sagen, dass ich sehr dankbar bin. Schon in Jerez war ich meinem ersten Podestplatz nahe. Heute haben wir dieses Ziel erreicht", freut sich Bagnaia.

Suzuki-Pilot Joan Mir ruinierte in Misano die Podesthoffnungen von Valentino Rossi. "Ich bin sehr glücklich und habe 100 Prozent gegeben. Alle Fahrer hatten eine ähnliche Rennpace. Ich bin mit dem Medium-Hinterreifen gestartet. Zu Beginn hatte ich kleine Probleme, aber dann habe ich die anderen Fahrer eingeholt. Mir haben ein paar Runden gefehlt, denn bei den anderen Fahrern hat der Reifen deutlich nachgelassen. Wir waren zwar nicht so stark wie in Österreich, aber wir sind auf dem Podium", fasst Mir sein Rennen zusammen.

Aufregung bei Yamaha vor dem Start

Yamaha-Pilot Maverick Vinales startete von der Pole-Position ins erste Misano-Rennen. Doch bereits vor dem Start gab es Aufregung, denn in der Runde in die Startaufstellung rauchte es unter der Verkleidung. In der Startaufstellung wurde die Verkleidung abgenommen. Die Mechaniker arbeiteten mit Hochdruck an der Yamaha M1 des Pole-Setters. Teamdirektor Massimo Meregalli gab wenige Minuten vor dem Rennstart Entwarnung.

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Maverick Vinales, Yamaha Factory Racing

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Maverick Vinales, Yamaha Factory Racing

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Franco Morbidelli, Petronas Yamaha SRT, Maverick Vinales, Yamaha Factory Racing

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Lokalmatador Franco Morbidelli erwischte den besten Start. Der Italiener führte vor Valentino Rossi. Maverick Vinales rutschte beim Start bis auf die dritte Position zurück. Pramac-Ducati-Pilot Jack Miller startete noch in der ersten Runde eine Attacke auf Maverick Vinales und übernahm die dritte Position.

Vinales wählte als einziger Fahrer den harten Hinterreifen. Der Rest des Feldes war mit dem weichen oder mittleren Reifen unterwegs. Rossi wollte ursprünglich auch den harten Hinterreifen verwenden, entschied sich in der Startaufstellung aber um und wechselte zum Medium-Reifen.

Rossi attackiert Morbidelli in der Startphase

An der Spitze musste Morbidelli die Angriffe von Yamaha-Markenkollege und Mentor Rossi abwehren, der auf Position zwei liegend das Tempo anziehen wollte. Dahinter öffnete sich eine Lücke zu Miller. Dieser konnte sich von Vinales absetzen, der eine vier Fahrer starke Gruppe anführte, in der auch WM-Leader Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) und die Suzuki-Piloten Alex Rins und Joan Mir fuhren.

Aprilia-Ersatzpilot Bradley Smith war das erste Sturzopfer des Rennens. Der Brite stürzte in der dritten Runde in Kurve 14. Somit waren nur noch 20 Fahrer im Rennen.

Der WM-Leader stürzt auf Position vier liegend

Morbidelli konnte sich im ersten Renndrittel nicht von Rossi frei fahren. Die Verfolger kamen näher an das Führungsduo heran. Zwei Sekunden trennten die Top 7 nach fünf Runden. In Runde sieben zog Quartararo an Vinales vorbei und übernahm die vierte Position. Wenige Kurven später stürzte Quartararo in Kurve 4 und rutschte auf die 20. Position ab. Der Franzose konnte das Rennen fortsetzen, hatte aber über 30 Sekunden Rückstand.

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Fabio Quartararo, Petronas Yamaha SRT

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Fabio Quartararo, Petronas Yamaha SRT

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Morbidelli, Rossi und Miller konnten sich wieder von der Verfolgergruppe lösen. Rins übernahm in Runde neun die vierte Position von Vinales, der von Mir und Bagnaia unter Druck gesetzt wurde. Bagnaia nutzte einen Verbremser von Mir, um die sechste Position zu übernehmen. In der gleichen Runde zog Bagnaia auch noch an Vinales vorbei und drängte den Pole-Setter aus den Top 5.

Morbidelli setzt sich von Rossi ab

Nach zehn Runden zog Morbidelli das Tempo an der Spitze an und öffnete eine Lücke zu Rossi. Rins fuhr die schnellsten Rundenzeiten des Rennens und setzte Miller unter Druck. Zur Rennhalbzeit zog Rins vorbei und übernahm die dritte Position. Wenig später ging auch Bagnaia an Pramac-Teamkollege Miller vorbei.

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Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing

Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
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Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing

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Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing

Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
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Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing

Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
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Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing

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Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing

Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
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Morbidelli vergrößerte den Vorsprung auf über eine Sekunde. Rossis zweiter Platz war aber alles andere als sicher, denn Rins und Bagnaia fuhren schnellere Rundenzeiten als die Nummer 46. Zehn Runden vor Rennende hatte Rossi nur noch 0,5 Sekunden Vorsprung auf Rins und Bagnaia.

Rossi hatte große Mühe, sich gegen Rins zu wehren. Bagnaia nutzte die Situation acht Runden vor Rennende und ging an der Suzuki vorbei. Doch noch war das letzte Wort nicht gesprochen.

Zweiter Sturz beendet Quartararos Rennen endgültig

Für WM-Leader Fabio Quartararo war das Rennen nach einem zweiten Sturz endgültig gelaufen. Der Franzose stürzte nach einem kurzen Boxenstopp in Kurve 6. Beim Stopp hatte sich der Vorderreifen offensichtlich zu stark abgekühlt.

Bagnaia übernahm sieben Runden vor Rennende die zweite Position von Rossi und setzte sich sofort ab. Rossis Podestplatz geriet ernsthaft in Gefahr, denn Rins zeigte sich sechs Runden vor Rennende neben der Yamaha mit der Nummer 46. Doch Rossi kämpfte hart, um die dritte Position zu verteidigen. Von hinten kam Joan Mir an Rossi und Rins heran und witterte ebenfalls die Chance, aufs Podium zu fahren.

Morbidelli fuhr an der Spitze und hatte mittlerweile drei Sekunden Vorsprung auf Bagnaia, der in den finalen Runden langsamer wurde. Die Dreiergruppe stellte den Anschluss an Bagnaia her. Somit hatten vier Fahrer die Chance auf den zweiten Platz.

Morbidelli gewinnt, Rossi verliert in der letzten Runde den Podestplatz

Der MotoGP-Debütsieg von Morbidelli geriet nicht in Gefahr. Der Italiener kam mit 2,2 Sekunden Vorsprung auf Landsmann Bagnaia ins Ziel. Suzuki-Pilot Joan Mir verdrängte Rossi in der letzten Runde von der dritten Position und verhinderte damit das Podium des Publikumslieblings.

 

Rossi musste sich mit Platz vier zufriedengeben. Rins wurde Fünfter. Pole-Setter Vinales kam als Sechster ins Ziel. Andrea Dovizioso fuhr ein unauffälliges Rennen und wurde Siebter vor Honda-Pilot Takaaki Nakagami. Pramac-Ducati-Pilot Jack Miller rutschte nach der starken Startphase bis auf die neunte Position ab. Nach dem Rennen bekam Nakagami eine Strafe und wurde um eine Position versetzt, weil er die Streckenlimits überschritten hatte. Dadurch rutschte Miller auf die achte Position vor. KTM-Pilot Pol Espargaro komplettierte die Top 10.

Durch Quartararos Ausfall übernahm Dovizioso die Führung in der Meisterschaft, obwohl er selbst ein enttäuschendes Rennen zeigte. Nach sechs Rennen liegt Dovizioso mit 76 Punkten vorn und ist der einzige Fahrer in den Top 7, der bei jedem Rennen in die Punkteränge fuhr.

Am kommenden Wochenende wird erneut in Misano gefahren.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Subevent Rennen
Urheber Sebastian Fränzschky